Bild: Kevin Mazur
Am 27. November veröffentlichen The Rolling Stones die Deluxe-Edition von ihrem aktuellen Album "Foreign Tongues", nun gibt es mit “Who You Callin' Crazy” bereits einen weiteren neuen Song zu hören - mit Starbesetzung.
Erst zu Monatsanfang haben The Rolling Stones Nachschlag zu ihrem aktuellen Album “Foreign Tongues” präsentiert: Da erschien nämlich mit Musikvideo-Begleitung “Mr Charm”. In der Video-Hauptrolle ist da Alexander Skarsgård zu sehen, er gehört wie auch sein Bruder Bill (ja, der Clown Pennywise!) zur berühmten schwedischen Schauspielerfamilie: Damit setzen die Stones ihre Reihe prominent besetzter Videos fort, zuletzt waren unter anderem Anya Taylor-Joy ("Dune: Part Two", “Furiosa: A Mad Max Saga”) und Charles Melton ("Riverdale") zu sehen.
Parallel dazu gab es erstmals auch die B-Seite “Bad Luck Hidaeway”: Hierauf teilen sich Mick Jagger und Keith Richards den Gesang, am Schlagzeug ist der 2021 verstorbene Charlie Watts zu hören! Wie das geht? Das Stück stammt aus dem Jahr 2015 und wurde bereits während den “Blue & Lonesome”-Sessions aufgenommen, für die aktuelle Fassung aber nochmals überarbeitet.
Und nun gibt es bereits einen weiteren neuen Song, der ab 27. November Teil der Deluxe-Edition von “Foreign Tongues” sein wird: “Who You Callin' Crazy” mit dem renommierten Jazz-Saxofonist Courtney Pine als Gastmusiker. So setzt das neue Stück nicht nur auf die klassischen Stones-Gitarren, sondern führt auch eine markante Saxophonpassage in das Arrangement ein und verpasst ihm so eine heiter-verspielte Note. Auf der Aufnahme sind auch Klavier, Orgel und ein elektrisches Rhodes-Piano zu hören, wodurch mehr Raum für das Zusammenspiel zwischen Gitarren und Tasteninstrumenten entsteht. Diese instrumentale Verbindung stellt keine vollständige Hinwendung zum Jazz dar, sondern unterstreicht die stilistische Bandbreite, die die Stones im Laufe der Jahrzehnte entwickelt haben. Der Song lässt sich somit als Begegnung zwischen einer unverwechselbaren Rocksprache und der musikalischen Ausdrucksweise eines Gastes verstehen, dessen Schaffen sich seit Langem zwischen der Jazztradition und moderneren Einflüssen bewegt. Während hier Jagger für den Gesang verantwortlich zeichnet, ist er wie Richards und Wood aber auch an der Gitarre zu hören. Am Schlagzeug hört man nicht Watts, sondern Steve Jordan, während Produzent Andrew Watt Bassgitarre und Tamburin übernommen hat. Matt Clifford spielt Klavier, Orgel sowie das Rhodes-Piano, und Pine eben das Saxophon.
Auf der Deluxe-Edition, die mit “Foreign Tongues, Loose Lips” betitelt sein wird, werden insgesamt fünf bisher ungehörte Aufnahmen zu finden sein - neben “Bad Luck Hideaway” und “Who You Callin' Crazy” auch Stücke mit dem Titel “Where There's A Will”, “Human Tide” und “She Still Comes Around”. Bei “Where There's A Will” wird mit Steve Winwood ein weiterer Gastmusiker an der Orgel zu hören sein.
Bereits Mitte Oktober erschienen ist mit “The Rolling Stones. On Tour” auch ein fetter Bildband, der die Stones von ihren ersten Clubshows im Jahre 1963 bis hin zu ihrer “Hackney Diamonds Tour” verfolgt. Die begleitenden Texte stammen vom renommierten Musikjournalisten Paul Sexton, der zeitgenössische Kritiken, Augenzeugenberichte und Originalinterviews mit Mick Jagger, Keith Richards, Ronnie Wood und Charlie Watts zu einer lebendigen Geschichte des Lebens auf Tour verbindet.
Aber wie schaut es nun endlich mit einer neuen Stones-Tour aus? Wenn es nach Ronnie Wood geht, sollte es auch live in Bälde weitergehen. Auch Mick Jagger hat endlich große Lust, wieder loszulegen. Einzig Keith Richards ziert sich noch ein bisschen. Allerdings brodelt die Gerüchteküche, dass die Stones zumindest einen Auftritt, und zwar am Glastonbury in UK, spielen werden. Und vielleicht ist das für sie dann auch ein Ansporn, wieder auf Tour zu gehen? Immerhin wäre die Reisetasche ja dann schon gepackt …