Bild: Universal Music
Für den Song “The Day My Daddy Died” von seinem aktuellen Album “Traces” hat Michael Patrick Kelly seine Geschwister wieder ins (sprichwörtliche) “Haus”-Boot geholt. Darüber hinaus bleiben sie aber "frei", wie seine Schwester Maite in ihrer neuesten Single singt ...
Seit 31. Oktober ist “Traces”, das neue Album des Kelly Family-Sprosses Michael Patrick Kelly zu hören - und wie gewohnt geht es hier überaus tiefschürfend und authentisch zur Sache: Was er uns hier präsentiert, ist großes akustisches Gefühlskino. Die Scheibe atmet von der ersten Sekunde an glühenden und vor allem authentischen Humanismus, ist eine kraftvolle Reise voll von Hoffnung, Katharsis, Mut und Poesie. Kelly geht auf Spurensuche nicht nur in seiner eigenen (vielschichtigen) Lebensgeschichte, sondern auch in jener des menschlichen Individuums. Er blickt tief in die Seele einer krisengebeutelten Welt, widersteht aber der Versuchung, sich der Verzweiflung, der Düsternis und dem Zynismus hinzugeben. Die Sehnsucht Kellys, sich selbst und die Menschheit besser zu verstehen sowie der drängende und in ihm so tief verwurzelte Wunsch, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, ist in jeder Textzeile, in jeder Note zu spüren. Statt anzuprangern und zu belehren, setzt Kelly auf Mitgefühl, Zuversicht und die Heilung durch zwischenmenschliche Nähe. Die Spuren werden hier zu Leuchtspuren, die Pfade zu Wegweisern. Kelly erlaubt uns, endlich wieder mal durchatmen zu dürfen. Weil weitergehen, das tut es immer irgendwie.
Einer der berührendsten Songs auf “Traces” ist sicherlich “The Day My Daddy Died”, den er seinem verstorbenen Vater gewidmet hat - und für die er seine Geschwister noch einmal zusammen ins Studio eingeladen hat.
“Diese Aufnahme hat mich sehr berührt. Auch auf meinem letzten Album gab es ein Lied für meine verstorbene Mutter. Und bei diesem Album wollte ich meinem Vater ein musikalisches Denkmal setzen. Beim Songschreiben musste ich mehrmals abbrechen, weil mir einfach die Tränen kamen. Beim Einsingen genauso. Da musste ich immer wieder aufhören. Dann waren die Tränen und der Kloß wieder weg und ich konnte weitersingen. Das hört man auch teilweise in der Stimme, im Song. Die Emotionen sind so stark, dass man das kaum fassen kann”, erzählt uns Michael Patrick Kelly da im sehr persönlichen Gespräch.
Und er führt weiter aus, lässt tief in sein Leben blicken: “Es war tatsächlich so: Als mein Vater starb, habe ich nicht geweint. Ich war zudem für die Beerdigung zuständig. Das heißt, ich war zehn Tage lang nur am Organisieren. Erst, als alles vorbei war, habe ich zum ersten Mal wirklich getrauert. Darum geht es auch im Song “Healing”, den man auch wie ein Selbstgespräch verstehen kann. Wenn es ums Trauern geht, bin ich eher der Typ, der alles runterschluckt. Ich renne dann immer ein bisschen vor allem weg oder lenke mich ab. In den letzten paar Jahren aber haben mir zwei Freunde sehr dabei geholfen, Trauer und Tränen zuzulassen. Es einfach anzunehmen. Das Klischee “Boys don't cry” zu durchbrechen. Denn Weinen hat etwas Heilendes, Befreiendes. Manche Themen kommen erst Jahre später hoch, weil wir vielleicht erst dann wirklich dafür bereit sind. Vielleicht war das der Grund, wieso erst jetzt ‘The Day My Daddy Died’ zustande gekommen ist.”
Aber mit “The Day My Daddy Died” konnte er nicht nur seine Trauerarbeit abschließen, sondern hat auch endlich wieder mit seinen Geschwistern zusammengearbeitet: “Zwei Wochen, bevor wir das Album abgeben mussten, kam die spontane Idee, meine Geschwister für diesen Song ins Boot zu holen. Also habe ich sie alle angerufen. Das war eine Last-Minute-Aktion. Super spontan. Es war aber unmöglich, so kurzfristig alle an einem Tag an einen Ort zu bekommen. Deswegen haben wir in Tonstudios in Spanien, Irland, USA und Deutschland aufgenommen. Als ich den Kelly-Chor schlussendlich gehört habe, war ich zu Tränen gerührt. Auch, weil ich ja als Musiker eigentlich zwei Karrieren habe: eine in der Gruppe und jetzt als Solo-Künstler. Und in diesem Song konnte ich beide Karrieren zusammenführen.”
Aber über “The Day My Daddy Died” hinaus bleiben die ehemaligen Mitglieder der Kelly Family weiterhin “frei”, um den Titel von Maites neuster Single zu zitieren: Maite ist ja ohnehin dafür bekannt, sich für Empowerment von Frauen einzusetzen - und so ist auch “Frei” von ihrem neuen Album “24/7” ein Reminder an alle Frauen, ihr Leben so zu leben, wie sie es sich wünschen. Tiefgründige Lyrics und der mitreißende Sound, für den sie seit Jahren steht, kennzeichnen ihre neueste Single, die ihre Bühnentaufe übrigens bereits mit Bravour bestanden hat, als sie am Samstag in der TV-Show von Giovanni Zarella präsentiert wurde: Auch der deutsch-italienische Romantiker wird uns übrigens live besuchen, bereits diesen Herbst in Graz, kommendes Frühjahr in Wien und Linz (alle Infos findet ihr [an dieser Stelle]).
Am 8. Mai erscheint dann Maite Kellys neues Album “24/7” in seiner vollen Pracht - neben “Frei” kennen wir bereits die Singles “Ich will alles für dich” und “Der Morgen danach”. “24/7” ist ihr bereits siebtes Solowerk - und damit hat sie sich schon längst von der berühmten Kelly Family etabliert, bedient auch “allein” gekonnt die Klaviatur der Emotionen und sorgt für Freude, Gänsehaut und das eine oder andere Tränchen - einfach, weil sie wie auch ihr Bruder Michael Patrick auf Authentizität setzt.
Besonders groß ist jedoch auch die Freude, dass ihr Bruder Angelo nach einer längeren Öffentlichkeitspause zurückkehrt - mit seiner eigenen Band und “ready to rock”. Angelo hat diese Pause nicht nur genossen, sondern auch dafür genutzt, um neue Songs zu schreiben - die er ganz bewusst in intimen Clubs seinen Fans präsentieren möchte: “Ich habe mich bewusst dazu entschieden, in Clubs zu spielen, wo die Begegnung mit dem Publikum hautnah ist. Ich will mit meiner Band eine Show wie in den guten, alten Zeiten auf die Bühne bringen - live und direkt, ohne großen Schnickschnack”, erzählt er uns dahingehend.
Während wir natürlich auch auf die neuen Songs gespannt sind: Gleichzeitig verspricht Angelo aber auch, dass nicht nur ältere Songs aus seiner Karriere live gespielt werden - sondern auch einige der Mega-Hits, die er mit der Kelly Family hatte - wenn wir uns seine aktuelle Setlist aus Deutschland anschauen, dann darf man sich etwa auf “Once In A While” vom Klassiker “Over The Hump” und “Nothing” von “Almost Heaven” freuen, aber wir wollen an dieser Stelle nicht zu viel verraten …
Iggi Kelly ist der jüngste Spross der legendären Kelly Family, er ist der erst 20-jährige Sohn von Patricia Kelly! Allerdings trägt er das musikalische Erbe, das natürlich Teil seiner Geschichte ist, nur im Hintergrund seiner ganz eigenen Künstleridentität. Mit seinem Debütalbum, das im April veröffentlicht wird, geht auch seine erste eigene Konzertreise einher - die “No Matter What”-Tour erleben wir etwa direkt hinter der Grenze, im Münchner Backstage Club.
Mehrsprachig in Belgien aufgewachsen, zog Iggi Kelly später nach Deutschland und entdeckte früh seine Leidenschaft für Musik. Seinen öffentlichen Startschuss als Musiker erlebte er 2017 bei The Voice Kids, wo er mit seiner Stimme erstmals ein breites Publikum begeisterte. Was als Schreiben eigener Songs begann, führte bald zu erfolgreichen Kompositionen auch für andere Künstler. Seine klare Stimme, seine gefühlvollen Texte und sein moderner Pop-Sound stehen für Authentizität und Emotion. Mit Radiohits wie “Sleep Alone”, “Break My Heart” und dem gar internationalen (!) Erfolg “Heard It All” bewiesen er, dass seine Musik weit über die Grenzen Deutschlands und weit über die Bubble der Kelly Family-Fans hinaus begeistert.
Auch live hat Iggi Kelly schon beeindruckende Erfolge gefeiert: Als Vorband von Lionel Richie (!) auf dessen Europa-Tour stand er vor Zehntausenden in den ganz großen Hallen auf der Bühne, hinzu kommen zwei Support-Tourneen mit Boyzone-Sänger Ronan Keating.