Bild: Magdalena Schmoegner / oeticket
Das neue Livealbum von Bring Me The Horizon ist ein guter Teaser dafür, was für eine eindrucksvolle Show wir im Juni am Nova Rock erleben dürfen!
Am 30. November 2024 spielten Bring Me The Horizon im Allianz Parque in São Paulo vor 50.000 frenetischen Fans - der größte Headliner-Gig ihrer bisherigen Laufbahn. Kein Wunder, dass man sich entschied, den Auftritt für die Nachwelt festzuhalten: Bereits im März war das “immersive virtual experiment” auch in den heimischen Kinos zu sehen, nun folgt auch das mittlerweile dritte Livealbum der Herren rund um Oli Sykes.
Zusammengesetzt aus unterschiedlichstem Bildmaterial - moderne und analoge Kameras, Drohnenaufnahmen, Fanvideos - ist die Performance entsprechend explosiv geraten: Von den hymnischen Höhenflügen von “Mantra” und “Happy Song” über die rohe Wucht älterer Abrissbirnen wie “Shadow Moses” bis hin zum Cyberpunk-Wahnsinn von “Parasite Eve” und “Kingslayer”. Dazu kommt die Augmented-Reality-Inszenierung von “Amen!”, bei der Sänger Oli Sykes zu einem Dämon mutiert - das ist so spektakulär, da können sich selbst Iron Maiden noch etwas davon abschauen!
Der Film ist dabei genauso sehr eine Hommage an die Fans wie an die Band selbst: Er fängt die Dimension dieses Moments ein, zieht das Publikum mitten hinein in jeden Circle Pit, jeden tränenreichen Ausbruch, jedes Liebesbekenntnis. Während “Follow You” kommt es sogar zu mehreren Heiratsanträgen: süß! Apropos Liebe: Oli Sykes, der ebenso viel Portugiesisch spricht wie seinen markanten Yorkshire-Dialekt pflegt, erzählt dem Publikum von seinem ersten Besuch im Heimatland seiner heutigen Frau (und brasilianischen Alt-Pop-Sängerin) Alissic - und davon, dass er sich nicht nur in sie, sondern gleich in ein ganzes Land verliebt habe. Das Gefühl beruht offenbar auf Gegenseitigkeit.
Eine wirklich bewegende Montage zeichnet zudem den Weg der Band nach: von dürren Hardcore-Underground-Kids der Nullerjahre über provokante Coldplay-Störenfriede bei den NME Awards bis hin zur globalen Stadionmacht von heute. Mit dem Kinofilm haben Bring Me The Horizon jedenfalls eindrucksvoll dokumentiert, wie Metal heute inszeniert werden muss.