Bild: Pablo J. Hernandez
Mit ihrem neuen Album “Wofür es sich zu leben lohnt” im Gepäck strahlt die Kärnterin Esther Graf gerade über den prestigeträchtigsten Platz der Welt: Den New Yorker Times Square.
Letzten Freitag veröffentlichte Esther Graf ihre neue Single “wie schön” - ein weiterer Vorbote von ihrem kommenden zweiten Studioalbums “wofür es sich zu leben lohnt”, das am 26. Juni erscheint und bereits vorbestellbar ist - darunter sogar im Bundle mit Magazin und Trikot! “wofür es sich zu leben lohnt” verspricht, ihr persönlichstes und tiefgehendstes Werk bisher zu werden - mit emotionalen Texten, die eine ehrliche Perspektive auf all die Momente, die das Leben lebenswert machten, richten. Noch tiefer als am Album geht Esther freilich in ihrem Magazin: Dort sehen wir nicht nur exklusive Fotos, sondern auch persönliche Notizen und Einblicke in die Entstehung der Songs.
Aber “wofür es sich zu leben lohnt” ist nicht “nur” ein emotionaler akustischer Moment, sondern darüber hinaus auch ein Gefühl, das mit seiner Leichtigkeit und Wärme und Verliebtheit auch treffend den Soundtrack zum Sommer stiftet. Dass beides Hand in Hand geht, zeigt da etwa auch die neue Single “wie schön”: Ein Liebessong, der klare, nahbare Bilder nutzt. Esther fühlt intensiv und richtet ihren Blick auf Menschen, die sowohl von außen als auch von innen schön sind. Der Song funktioniert romantisch, kann aber ebenso als liebevolle Widmung an Freundinnen, Familie oder wichtige Bezugspersonen gehört werden. Musikalisch tänzelt Esther dazu mit einem warmen Nuller-Jahre-Gefühl, das sich bereits seit einer Weile immer stärker durch ihre Lieder schlängelt.
Mit ihrem neuen Album in der Pipeline ist Esther Graf aber nicht nur etwa Gast am diesjährigen FM4 Frequency, sondern aktuell auch am wohl prestigeträchtigsten Platz der Welt zu sehen: am New Yorker Times Square, und das bereits zum zweiten Mal!
Bereits im Mai 2024 war sie dort erstmals als Gesicht der Equal-Kampagne von Spotify abgebildet - eine Kampagne, die weibliche Artists in den Vordergrund rücken soll. Über das Gefühl erzählte uns Esther damals:
Es ist voll krass. Ich konnte für einen Moment innehalten. Ich habe es wohin geschafft, das wurde mir da klar. Man ist ja immer damit beschäftigt sich zu optimieren. Oft vergisst man, was man eigentlich schon alles geschafft hat. Ich bin ein sehr selbstkritischer Mensch. Mir fällt schwer zu sagen: Es läuft toll. Aber das war ein Moment, wo ich einfach nur Stolz und Dankbarkeit gespürt habe. Ich habe als Musikerin eine Daseinsberechtigung. Das muss ich mir selbst ab und zu sagen.
Damit wurde Esther Graf damals wie heute an genau jenem Platz gezeigt, wo sonst so große Namen wie Shakira, Maria Carey, Billie Eilish, Chappel Roan und Demi Lovato üblicherweise abgebildet sind - ein wichtiges Statement, dass Spotify diese Equal-Promo ins Leben gerufen hat und ganz bewusst auch kleinere, unbekanntere Künstlerinnen präsentiert, denn Frauen in der Musik sind dem Erfolg von Billie Eilish bis Taylor Swift zum Trotz immer noch unterrepräsentiert. Allerdings ist das freilich nicht nur ein Problem der Brance, sondern ein gesellschaftliches Problem. Und vielleicht - um Esther zu zitieren - lohnt es sich auch dafür zu leben, dass man die Welt mit Projekten wie diesen gemeinsam zu einem besseren Ort macht?
Denn daran, dass Frauen gesehen werden, müssen wir tatächlich noch arbeiten - selbst Esther hat es als junge weibliche Künstlerin immer noch schwierig in der “Industrie”, wie sie uns erzählt:
Man muss sich als Frau schon einiges anhören. Viele Männer meinen, ihren Senf abgeben zu müssen. Das muss bei einem Ohr rein, beim anderen raus gehen. Es gibt aber auch konstruktives Feedback. Das muss man rausfiltern lernen. Bei einer Frau wird das Erscheinungsbild stärker beurteilt. Ich kenne keine Künstlerin, die nicht enorm viel in ihren Style und Social Media reinbuttern würde. Mentale Stärke ist superwichtig, denn am Ende muss ich bei mir sein. Das Problem ist: Ich mache es gern allen recht. Aber das funktioniert nicht, sonst zerreißt es dich. Es existieren da draußen einfach auch Leute, die mich nicht gut finden. Punkt.
Wenn man sich Esthers neue Musik so anhört, mag man gar nicht glauben, dass es solche Leute da draußen wirklich gibt …