Bild: Disney+
Die britische Punk-Band Sex Pistols, von wütenden, lauten "No Future"-Arbeiterkindern in den Siebzigern in Großbritannien gegründet, ist zumindest namentlich eigentlich jedem bekannt - die Geschichte dahinter wohl deutlich weniger landläufig. Erzählt wird diese nun unter der Regie von Danny Boyle ("Trainspotting", "Iggy Pop: Lust for Life", "28 Days Later", "Slumdog Millionaire", "Yesterday") in der sechsteiligen Miniserie "Pistol", die bereits seit vergangenem Jahr bei Disney+ abrufbar ist.
Zumindest ist es die Version des ehemaligen Pistols-Gitarristen Steve Jones (der auch im Mittelpunkt der Serie steht) - und mit dessen, in "Lonely Boy: Tales from a Sex Pistol" festgehaltenen, Sichtweise stimmen nicht alle ehemaligen Mitglieder überein: Der ehemalige Frontmann Johnny Rotten bezeichnete das Serienprojekt als "die respektloseste Scheiße, die mir jemals zugemutet wurde". Dementsprechend versuchte Rotten, der mit bürgerlichem Namen John Lydon heißt, die Verwendung von Musik der Sex Pistols bei dem Serienprojekt zu verhindern - ohne Erfolg. Dem Streit zum Trotz: Die Geschichte ist urkomisch, emotional und zuweilen herzzerreißend, gewährt dabei einen facettenreichen Blick auf drei der ereignisreichsten Jahre der Musikgeschichte voll purem Chaos.
Mindestens genauso bekannt wie die Musik der Sex Pistols ist übrigens auch eine Nebenrollen-Darstellerin: "Games of Thrones"-Star Maisie Williams (Arya Stark) schlüpft in die Rolle des mittlerweile verstorbenen Models Jordan aka Pamela Rooke, die maßgeblich für den Look des Punk Rock prägend war. In der britischen Vogue wurde mit Williams ein Interview über ihre Transformation zur Punk-Ikone geführt.
She used her body like a piece of moving art and it was completely habitual. She did something that was groundbreaking for women but also for this movement.