Bild: Idolspress
Yungbluds viertes Album wird “Idols” heißen - der erste Teil erscheint im Juni, der zweite im Oktober. Am 29. Oktober wird er damit im Gepäck auch in der Wiener Stadthalle D auftreten. Diese Neuigkeiten habe ich als Anlass für ein kleines Gedankenspiel genommen: Wäre Yungblud nicht in Großbritannien, sondern in Österreich daheim - welche Konzerte würde er in den nächsten Monaten besuchen? Um diese Frage zu beantworten, muss ich aber erst ein kleines bisschen ausholen.
Dass sein viertes Album ambitioniert sein wird, hat Yungblud bereits vergangenes Jahr in zahlreichen Interviews durchblicken lassen. Wie ambitioniert, das zeigte diesen März dann die erste Single “Hello Heaven, Hello.” - eine Rock-Oper, die über neun Minuten lang und stilistisch sehr breit aufgestellt ist. Im krassen Gegensatz dazu stand dann die zuletzt erschienene, punkige zweite Single “Lovesick Lullaby”, die dokumentierte, in was für einem breitgefächerten musikalischen Spektrum sich Yungblud selbst, als Musikfan, bewegt: Von Led Zeppelin bis Elton John, von Oasis bis David Bowie, von My Chemical Romance bis Madonna hat er sich für seine neuen Songs inspirieren lassen - 12 davon erscheinen dann am 20. Juni auf dem ersten Teil von “Idols”. “Mit ‘Idols’ will ich kein klassisches Album abliefern, sondern vielmehr eine Welt aufbauen. ‘Idols’ kennt keine musikalischen Grenzen”, verrät Yungblud. “Idols” soll sein Beitrag dazu werden, seine Fans dazu zu inspirieren, in sich selbst reinzuhören und sich mit der Diversität, die im eigenen Geist passiert, auseinanderzusetzen.
Dass Yungblud selbst nicht nur Künstler, sondern tatsächlich ein wahrer, beinahe schon fanatischer Musikfan ist, bewies er ja bereits vergangenes Jahr mit einem ganz anderen überaus ambitionierten Projekt: Während sich Künstler*innen üblicherweise für Festivals oder Touren buchen lassen, hat er doch tatsächlich sein eigenes Festival ins Leben gerufen: das Bludfest. Die erste Ausgabe ging am 11. August im ikonischen Milton Keynes Bowl auf halber Strecke zwischen London und Birmingham über die Bühne - eine Open-Air-Location, in der vor ihm auch schon Queen, David Bowie, Eminem, Oasis, Green Day, Linkin Park und die Foo Fighters gespielt haben.
Sein Ansatz: Auf seinem Festival sollten Künstler*innen spielen, die - der Kreis schließt sich - “in seine Weltvorstellung passen", ganz gleich aus welchem Genre. Und so standen da neben ihm als Headliner Lil Yachty, Soft Play, The Damned, Nessa Barrett, Lola Young, Jazmin Bean, NOAHFINNCE, Jesse Jo Stark, Landon Barker, Hannah Grae und Aziya auf der Bühne. Die stilistische Bandbreite: Bubblegum Trap, Punk Rock im Stile der Ramones, Gothic Rock im Fledermaus-Gewand, Alt Pop irgendwo zwischen Lana Del Rey und Arctic Monkeys, ein Potpourri aus Neo-Soul und Post-Punk, sowie ein Konglomerat aus Pastel Goth, Hyperpop und Trap Metal. Wenn ihr euch meine “Bludfest I”-Playlist auf Spotify anhört, möchte man gar nicht glauben, dass das ein Festival-Line-Up war!
Mit dem Bludfest habe ich eine ganz eigene Welt erbaut. Das Bludfest ist ein physischer Safe Space, in dem die Leute kommen und die Ideologien unserer ureigenen Gemeinschaft feiern können - wo Einheit, Individualität und Liebe im Mittelpunkt stehen und wir die Welt von Yungblud direkt vor unseren Augen gemeinsam, als Einheit, zum Leben erwecken. Ich will mit dem Bludfest eine Erfahrung schaffen, bei der jede*r ganz sie/er selbst sein kann, mit seinen Freunden, seiner Familie oder ganz allein. Ich möchte ein Erlebnis schaffen, das die Grenzen der Genres verwischt, die Grenzen der Vorstellungskraft zerstört, den Firmenscheiß ausblendet und bei dem es darum geht, dass Menschen zusammenkommen.
(Yungblud)
Und diese besondere, ganz spezielle Welt, die erbaut Yungblud auch dieses Jahr wieder: Das zweite Bludfest findet am 21. Juni statt und mit Chase Atlantic, blackbear, Denzel Curry, Rachel Chinouriri, Peach PRC, Masterpeace, JXDN, Luvcat und Cliffords ist das (bisher veröffentlichte) Line-Up mindestens so divers und einzigartig wie das der ersten Edition - wenn nicht sogar noch mehr: R&B trifft auf Pop Punk, SoundCloud Rap auf Britpop, Hyperpop auf Indie Sleaze, Trap Punk auf Romantic Rock, Shoegaze und Grunge.
Dass Yungblud ein geschickter Kurator ist, der mit Feingefühl zwischen diversen Künstler*innen nicht das Trennende, sondern das Verbindende entdeckt, bewies er bereits 2020, kurz vor Veröffentlichung seines zweiten Albums “Weird”. Damals konnte ihn der Streamingdienst Spotify dafür gewinnen, für sie temporär eine Playlist zu kuratieren: Die “misfits 2.0”-Playlist von Spotify ist eine stetig wechselnde Playlist, der mittlerweile über 800.000 User folgen und die es sich laufend zum Ziel gesetzt hat, immer wieder neue Künstler*innen abzufeiern, die anders sind und nicht in Schubladen passen, weil sie so einzigartig sind. Die “misfits 2.0”-Playlist dient für Spotify nicht nur als fluide Musikzusammenstellung, sondern versteht sich als im Wandel begriffener musikalischer Ausdruck einer kulturellen Bewegung, die Vielfalt, Individualität und das Anderssein zelebriert. “misfits 2.0” bietet eine Plattform für aufstrebende Künstler*innen und fördert eine Community, die sich durch Authentizität und Kreativität auszeichnet.
50 Songs hat Yungblud damals für “misfits 2.0” rausgepickt und schrieb dazu: “Diese Songs repräsentieren die Individualität einer Generation. Warum sollte man sich anpassen wollen, wenn es so viel interessanter ist, anders zu sein?” Und so klang auch jeder dieser Songs anders, individuell - aber doch alles irgendwie in einem Guss. Leider ist die Playlist nicht mehr verfügbar, weil “misfits 2.0” eben immer wieder adaptiert wird, aber es standen damals Billie Eilish mit “Therefore I Am” neben Twenty One Pilots mit “Level Of Concern”, grandson mit “We Did It!!!” neben Fever 333 mit “Wrong Generation”, Phoebe Bridgers mit “Kyoto” neben Fontaines D.C. mit “A Hero's Death” und While She Sleeps mit “Sleeps Society” neben Biig Piig mit “Oh No”. Und natürlich gab es auch einige Stücke von Künstlern, mit denen Yungblud kollaboriert hatte - darunter Machine Gun Kelly mit “My Ex's Best Friend”, Bring Me The Horizon mit “Dear Diary” und Denzel Curry. Und: Damals hat Yungblud mir auch Maggie Lindemann vorgestellt - und nein, sie ist nicht verwandt mit Rammstein-Sänger Till Lindemann.
Apropos Kollaborationen: Yungbluds Kollaborationen zeichnen sich durch ihre Vielfalt und genreübergreifenden Ansätze aus, von Pop-Punk über Emo bis hin zu Rap und elektronischer Musik. Seine Fähigkeit, mit Künstler*innen aus unterschiedlichen musikalischen Hintergründen zusammenzuarbeiten, unterstreicht seine Vielseitigkeit und seinen Einfluss in der modernen Musikszene: Machine Gun Kelly, Travis Barker, Halsey, Marshmello, blackbear, Bring Me The Horzon, Denzel Curry, Lil Yachty, KSI, Polo G, 24kGoldn, aber auch Willow, Demi Lovato und Avril Lavigne haben alle schon Yungbluds musikalischen Horizont erweitert.
Dass das bei Yungblud viel mehr als nur eine kluge Marketingstrategie ist, um ein größeres Publikum, neue Fans aus anderen Bubbles an sich zu binden, merkt man in erster Linie dann, wenn Yungblud sich nicht als millionenschwerer Musiker präsentiert, sondern in erster Linie als ausgemachter Fan. Ein Beispiel gefällig? Ich habe sogar zwei! Im Sommer 2024 spielte er am schweizerischen Gampel Festival spontan gemeinsam mit The Offspring deren Kult-Hit “Self Esteem” - und ließ etwas später durchblicken, dass er The Offspring so sehr abfeiert, dass er sie irgendwann einmal als Spezialgast auf seinem Bludfest auftreten sehen möchte.
Noch mehr Fantum konnte man bei einem Konzert der Sex Pistols, im August 2024 in der Bush Hall in London erleben: Frank Carter und die drei Sex Pistols Glen Matlock, Paul Cook und Steve Jones spielten da vor rappelvoller Halle ihr “Never Mind The Bollocks” in voller Länge. Mittendrin im Publikum - und nicht etwa als A-Promi am Bühnenrad - war da auch Yungblud, der während “God Save The Queen” crowdsurfte und schließlich von Frank Carter auch für ein paar Textzeilen auf die Bühne geholt wurde. Ab Minute 1:25 seht ihr diesen ikonischen Moment, bei dem absolut merklich ist, wie sehr Yungblud diesen Moment gerade fühlt.
Warum ich all das erzähle? Yungblud hat mich zwar leider nicht zu sich nach Hause eingeladen, um mich in sein Plattenregal schauen zu lassen. Außerdem habe ich leider nicht seine private E-Mail-Adresse, um ihn um eine Liste seiner 1.000 aktuellen Lieblingsmusiker*innen zu bitten. Also habe ich stattdessen versucht, mich anhand seiner Biographie in seine Welt hineinzuversetzen und mir dann die Frage gestellt: Wäre Yungblud nicht in Großbritannien, sondern in Österreich daheim - welche Konzerte würde er in den nächsten Monaten besuchen?
Am 12. Juni hätte er wohl die Qual der Wahl: Entweder würde er sich eine Tageskarte für das Nova Rock Festival kaufen, denn an dem Tag spielt Poppy. Poppy hat vergangenes Jahr ihr aktuelles Album “Negative Spaces” veröffentlicht, das von Jordan Fish (Bring Me The Horizon) produziert wurde. Zwar hat Poppy in der Vergangenheit auch schon bewiesen, dass sie auch zuckersüß sein kann, aber auf “Negative Spaces” klingt sie weitestgehend wie ein Vorschlaghammer, der von Avril Lavigne geschwungen wird. Wenn Yungblud keine Lust auf eine Reise zum burgenländischen Acker hätte, könnte er aber auch am 12. Juni einfach ins Chelsea schauen: Dort spielt neben Lorenz Ambeek auch Luvcat - und sie hat er ja auch auf sein Bludfest gebucht. Was macht Luvcat so speziell? Kongenial verbindet sie die Welt vom Moulin Rouge mit der von The Cure und Nick Cave.
Resttickets für das Nova Rock gibt es bei oeticket [an dieser Stelle], für das Konzert von Luvcat [hier].
Apropos Bludfest: Nessa Barrett war bereits bei der ersten Edition zu Gast, nun spielt sie am 15. Juni in der Theaterfabrik in München. Aufgewachsen mit schweren psychischen Problemen, die ihre streng religiöse Familie nicht verstand, fühlte sich Nessa Barrett schon immer anders. Doch durch die Bewältigung traumatischer Verluste in einer Therapie, aber auch mit ihrer Musik - ihre Debüt-EP "Pretty Poison" erschien 2021 am Welttag der Suizidprävention - hat die aufstrebende Gen-Z-Superstarin endlich einen Ort gefunden, an dem sie sich zugehörig und glücklich fühlen kann. Und gerade ihr nach "Young Forever" (2022) zweites Album "Aftercare" (2024) ist erneut ein amtliches Statement geworden: „Ich möchte, dass dieses Album Frauen die Kraft gibt, sich selbstbewusst und wohl in ihrer Haut zu fühlen“, sagt sie dazu, während ihre dunklen Alt-Pop-Klänge einfach nur dazu einladen, jeden Frust raus zu schwitzen.
Leider ist das Konzert von Nessa Barrett aktuell ausverkauft, aber bei Fansale.at findet ihr immer wieder Karten!
Dass Yungblud sowohl mit The Offspring bei “Self Esteem”, als auch mit den Sex Pistols bei “God Save The Queen” steil gegangen ist, habe ich ja vorhin schon erwähnt. Es ist also naheliegend, dass er sich The Offspring am 24. Oktober in der TipsArena Linz, die Sex Pistols im Vorprogramm von Guns N' Roses am 24. Juli im Ernst-Happel-Stadion anschauen würde.
Das Konzert von The Offspring ist leider bereits ausverkauft, aber bei Fansale.at findet ihr immer wieder Karten! Und für Guns N' Roses sind noch einige wenige Resttickets bei oeticket [an dieser Stelle] verfügbar.
Denzel Curry spielt dieses Jahr nicht nur am Bludfest, sondern am 3. Juli auch in der Raiffeisen Halle im Gasometer: Der amerikanische Rapper ist jemand, der Wert auf die Botschaften in seinen Songs legt - und das so kurz und prägnant wie möglich. Dabei sprintet er inhaltlich gewissermaßen durch ein Minenfeld und tänzelt zwischen Fiktion und tatsächlichen Erfahrungen in einer alptraumhaften Realität. Sexueller Missbrauch, Polizeigewalt - von all dem erzählt Denzel Curry, während er einen Banger nach dem anderen rausschießt.
Tickets für Denzel Curry gibt es bei oeticket [an dieser Stelle].
Ich traue mich ein Monatsgehalt darauf zu verwetten, dass Yungblud in seinen Spotify-Favoriten auch die Lambrini Girls (16. Dezember im Flex) gespeichert hat: Das weibliche Punkrock-Duo, das in einem Atemzug mit Amyl & The Sniffers zu nennen ist, wird für sein Debütalbum “Who Let The Dogs Out” von der Musikpresse gnadenlos abgefeiert, und das nicht nur, weil da angeblich im Studio der große unbekannte Banksy am Schlagzeug saß. Der Rolling Stone schwärmt da etwa von der ungebändigten Energie, der Musikexpress lobt das charmante Chaos, das MOJO zieht Vergleiche zu Bikini Kill und der NME sagt gar, die Lambrini Girls könne man unmöglich ignorieren. Und tatsächlich: Auch der Godfather of Punk, Iggy Pop, feiert die Lambrini Girls ab - kein Wunder bei einem Album, das vor Charisma, Energie und Wut nur so strotzt. Hier geht es gegen die Polizei, gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Frauenfeindlichkeit und toxische Körperideale und ebensolche Beziehungen. Immer mit im Spiel nicht nur Wut, sondern auch schwarzer Humor. Passt doch perfekt in die Welt von Yungblud, oder?
Tickets für die Lambrini Girls gibt es bei oeticket [an dieser Stelle], und für Amyl & The Sniffers [an dieser Stelle].
Die Musik vom neuen Alt-Pop-Superstar Ethel Cain (2. November, Raiffeisen Halle im Gasometer) beschrieb ich vor kurzem als “Musik, die ausschließlich irgendwo in der Einöde zwischen leeren Feldern, überwucherten Friedhöfen und verfallenen Bauten entstehen kann, genährt aus einem Geist, der zwischen Sex und Religion, Horror und viktorianischer Ästhetik changiert”. Das “Final Girl” der Popmusik (um einen Begriff aus der Filmbranche, dem Horror-Genre zu bemühen) hebt im Wechselbad zwischen brodelnder Düsternis und glühender Americana die Welt aus den Angeln: Da können schön einmal Klagegesänge auf verträumte, kristallklare Melodien treffen, reißerische, verstörende Geschichten über gewalttätige Impulse erzählt werden - als wäre der Charakter von Ethel Cain von David Lynch erdacht worden, ein Charakter, der sich aus seinen eigenen Traumata nährt und so für insbesondere ein queeres Publikum eine wichtige Basis für Selbstfindung und Identität schafft.
Tickets für Ethel Cain gibt es bei oeticket [an dieser Stelle].
Die Nova Twins (27. September, Flex) aus London sind ein unglaublich fett produziertes Potpourri irgendwo zwischen Alt-Rock und R&B, dazu gibts Grime und Electropunk á la The Prodigy - aufgeladen mit einer dicken Ladung Female Empowerment. “Boss Energy” gibt es hier, wie auch bei Yungblud, en masse - außerdem werden sie sowohl von Elton John (!) als auch Bring Me The Horizon massiv abgefeiert, und zu den beiden hat Yungblud ja auch ein gewisses Naheverhältnis. Bei den Nova Twins dröhnen die Bassgrooves mörderisch, der Gesang klingt mal rasend, mal verächtlich, dann auch wieder lieblich - mit dabei aber immer ein Nachdruck im Schädel, dass man erst einmal nach Luft ringen muss. Das zusammen klingt nach einem totalen Abriss, der Yungblud definitiv auch gut zu Gesicht stehen würde.
Tickets für die Nova Twins gibt es bei oeticket [an dieser Stelle].
Irgendwo zwischen Noise, Industrial, Post-Punk und Avantgarde bewegen sich Model/Actriz (30. Juni, Chelsea) aus Brooklyn und klingen dabei so, als würde Lady Gaga für Nine Inch Nails singen: Diese Grätsche muss ihnen mal einer nachmachen, aber wenns wem gefällt, dann Yungblud. Hier prallt queere Theatralik auf pulsierenden Noise - Model/Actriz klingen wie ein Raubtier, entfesselt aus einer biblischen Apokalypse, eine infernalische Konfrontation.
Mehr Infos zu Model/Actriz gibt es [an dieser Stelle].
„Schwitzen, durchdrehen, nackt sein!“ - das ist das Motto von Sextile, die am 16. Juni im B72 mit ihrer neuen Platte “yes, please.” im Gepäck durch Rave, Acid, EBM, Techno, Punk, Gabber, Hardstyle und Hyperpop toben. Sextile klingen nach New York und Los Angeles gleichermaßen und liefern mit ihren Liedern den Soundtrack für einen kathartischen Tanz gegen die eigene Ohnmacht, einen Exorzismus im Neonlicht. Ihre orgasmischen Mantras, schnaubenden Synths und massiven Schübe stehen Yungblud fix auch gut zu Gesicht.
Tickets für Sextile gibt es bei oeticket [an dieser Stelle].
Düstere Romantik und ein bisschen Märchenzauber hören wir bei Yungblud immer wieder - aber auch bei Kiki Rockwell (18. April 2026, WUK), die klingt wie Florence Welch auf einem Gothic-Theatertrip, aber auch ästhetisch dark und emotional ehrlich wie Billie Eilish. Da gibt es ätherische Streicher, dunkle Synthesizer, rituelles Getrommle und einen fast klösterlichen Gesang. Und so cineastisch, wie ihre Musikvideos geraten, wird das live fix ein ganz großes Kino - irgendwo zwischen Hexen, Sirenen und Feen!
Tickets für Kiki Rockwell gibt es bei oeticket [an dieser Stelle].
Noga Erez (im Juli am Poolbar Festival, am 10. Dezember im Flex) kommt aus Israel, klingt wie eine Revolution auf zwei Beinen und liefert Elektropop mit Schlagkraft. Ihre Songs fühlen sich an wie ein Punch ins System, politisch, wütend, klug – aber immer tanzbar: Insbesondere mit ihrer dritten Platte “The Vandalist” zeigt Noga Erez, dass sich Gesellschaftskritik auch intim und nahbar, tough, aber gleichzeitig verwundbar klingen kann. Kein Wunder, dass da sogar Robbie Williams und Finneas, der Bruder von Billie Eilish, zu ihren Fans zählt. Und ich wette erneut ein Monatsgehalt: Yungblud auch.
Tickets für Noga Erez gibt es bei oeticket [an dieser Stelle].
Kerala Dust (19. September, WUK) erzählen skurrile, abstrakte Kurzgeschichten – irgendwo zwischen David Lynch und Hinterhof-Philosophie –, während die Techno-Bässe über den Dancefloor wummern und sich mit Einflüssen aus Wüstenblues, Funk und Jazz vermischen. Wie ein Mantra fräsen sich da ihre endlosen Wiederholungen in den Kopf und steigern sich bis zu einem Moment, der wie ein musikalischer Koitus die Synapsen überhitzt – bis zur totalen Entrückung, wenn der Geist den Körper verlässt. Da wäre Yungblud im WUK fix auch auf der Tanzfläche!
Tickets für Kerala Dust gibt es bei oeticket [an dieser Stelle].
“Wer sich irgendwo zwischen David Bowie und Sonic Youth, Placebo und Radiohead zuhause fühlt oder bei Daft Punk durch die Decke geht, wird Stereolab lieben", schreib ich kürzlich - und habe mit diesem Spannungsfeld eigentlich passgenau zumindest einen Teil der musikalischen Welt von Yungblud beschrieben. Ich bin mir also ziemlich sicher, wäre Yungblud in Österreich beheimatet, würde er sich am 16. Juni ins WUK begeben und einen Bonjourtropfen beim Konzert vergießen …
Tickets für Stereolab gibt es bei oeticket [an dieser Stelle].
Mit ihrem allweil tanzbaren, mal lauterem, mal leiserem Potpourri aus einem Stück Ami-Rock, einem Tupfer Elektronik, ein paar Jazz-Fäden, einem Klecks Hip-Hop und eine Prise Punk waren TV On The Radio (25. Juni, Raiffeisen Halle im Gasometer) schon immer schwer in nur eine Schublade zu stecken, sondern umspannen ein Publikum, das sich trotz divergierender Zugänge im Hirn, Herzen und der Hüfte im rhythmisch Fluiden eint, mittendrin: Yungblud. Das klingt mal sperrig, dann doch wieder einnehmend, aber immer dringlich.
Tickets für TV On The Radio gibt es bei oeticket [an dieser Stelle].
Palaye Royale werden Yungblud auf seiner “Idols”-Tour begleiten - und glücklicherweise spielen sie bereits schon etwas früher als erst im Oktober, nämlich am 14. August am FM4 Frequency in St. Pölten bei uns - und ich bin mir sicher, Yungblud würde dort nicht nur Palaye Royale, sondern auch Post Malone, Chappell Roan, Tommy Cash, Ty Dolla $ign und vielleicht sogar unseren Bibiza massiv abfeiern!
Tickets für das FM4 Frequency gibt es bei oeticket [an dieser Stelle].
Meldet euch gleich beim oeticket-Ticketalarm an, um rechtzeitig informiert zu werden, wenn der Vorverkauf losgeht - denn die Tickets werden weggehen wie warme Semmeln!