Bild: Shindov
Noch bevor uns Five Finger Death Punch im Zuge ihrer Jubiläums-Tour zu ihrem Debütalbum "The Way Of The Fist" mit Lamb Of God und Bleed From Within besuchen, gibt es Grund zu jubeln: Ihre neue Single “Eye Of The Storm” kündigt nun ihr bereits zehntes Album an!
Five Finger Death Punch wurden 2005 in Las Vegas gegründet, bereits zwei Jahre später erschien ihr Debütalbum “The Way Of The Fist”. Aktuell befinden wir uns somit inmitten zweier 20-jährigen Jubiläen, die man bereits vergangenes Jahr anlaufen ließ - und zwar in Form zweier umfassender “Greatest Hits”-Collections, mit neu aufgenommenen Versionen ihrer größten Banger. Und erst zu Monatsanfang wurde verlautbart, dass man 2027 auch auf Jubiläums-Tour gehen wird, die Five Finger Death Punch mit Lamb Of God und Bleed From Within am 14. Februar dann auch in die Wiener Stadthalle D führt.
Seit “The Way Of The Fist” ist innert der zwei Jahrzehnte nun viel Wasser die Donau hinabgeflossen, mit ihren bisher neun Alben - das letzte erschien 2022 und war mit “AfterLife” betitelt - war man bereits mehrmals in der Raiffeisen Halle im Gasometer und natürlich auch in der Wiener Stadthalle, sowie gleich vier Mal am Nova Rock Festival zu Gast.
Wer vermutet hat, dass es sich 2027 dann nur um ihre Vergangenheit drehen wird, hat sich nicht Gedanken über die Zukunft gemacht - Five Finger Death Punch jedoch schon! Denn es wird nicht nur ihr Debüt “The Way Of The Fist” im Fokus stehen und all das, was seitdem passiert ist - sondern man hat auch ein brandneues Album bereits fertig aufgenommen, das zehnte in der durchwegs starken Discographie. Einen ersten Eindruck liefert die neue und durchaus treffend betitelte Single “The Eye Of The Storm”.
Aggression: It's the only thing you'll hear - it's just like music to your ears!
Wer hinhört und hinschaut, dem fallen gleich zwei Dinge auf: Erstes fängt das Video zu “The Eye Of The Storm” die Live-Energie von Five Finger Death Punch unglaublich gut ein, zum anderen hat man die Härte nochmals ordentlich hochgeschraubt. Es scheint also, als hätten Zoltán Báthory und Co. zum 20. Geburtstag ihren juvenilen Spieltrieb nochmals ausgegraben, dabei stets die Lehr- und Wanderjahre seit ehedem im Hinterstübchen. Zudem war man dermaßen motiviert, dass gleich 30 neue Songs entstanden sind - also genug Material für ein Doppelalbum. Allerdings: Vorerst werden nur 14 oder 15 davon erscheinen - dafür noch dieses Jahr. Und vielleicht gibt es dann zu Jahresanfang 2027 und somit parallel zur Tour bereits den Nachschlag?
Immerhin müssen Five Finger Death Punch abliefern, denn mit ihrem Tour-Support wird die Messlatte schon einmal ordentlich hochgelegt:
Erst im März haben Lamb Of God ihr elftes Album “Into Oblivion” veröffentlicht - ein Album mit einer kantigen, fast stoisch vorwärtsdrückenden Wucht, die dereinst Pantera auf “Far Beyond Driven” 1994 etabliert haben. Egal ob “The Killing Floor” oder “Blunt Force Blues”: Wie auch bei FFDP gibt es hier mörderische Präzision, mit Riffs die durch Mark und Bein gehen, während eine Nummer wie “Sepsis” gar als kranke Psycho-Nummer beginnt und schließlich in ein Slayer-Geschoss mutiert! Allerdings gibt es auch eine große Überraschung: Die Power-Ballade “El Vacio”, die in ihrer dynamischen Vielschichtigkeit sogar Erinnerungen an Alice In Chains in deren Hochphase erinnert.
Die schottischen Opener Bleed From Within ließen vergangenes Jahr mit ihrem siebten Album “Zenith” erneut die Fäuste fliegen und knallten uns ein Album vor den Latz, das nicht nur nach dem Abriss “Shrine” die Messlatte ein weiteres Stück höher legte, sondern zudem ein Album, das in seinem präzisen Groove einfach alles zerstörte, was sich ihm in den Weg stellte: Da blühte kein Gänseblümchen mehr. “Violent Nature”, so der Titel des Openers, war hier definitiv Programm: Mit Versatzstücken aus dissonantem Metalcore und kolossalem Extreme Metal direkt aus dem Erdkern wurde ihr “Zenith” geschmiedet, eine Ode an die Nichtigkeit des Lebens.