Bild: Ashley Osborn
Das ist wahrlich kein "Bullshit": Mit ihrem sechsten Album “Pure Ecstasy” im Gepäck werden die Metalcore-Legenden Beartooth den Gasometer einige Etagen tiefer legen.
Vor knapp 15 Jahren fing in Amerika die Metalcore-Szene an zu boomen: Da will Sänger Caleb Shomo mitmischen. Zuvor war er bei Attack Attack!, hatte aber genug vom üblichen Mix aus poppigen Melodien, elektronischen Samples und Brüllwürfel-Gesang. So waren Beartooth geboren und entwickelten sich rasch vom Geheimtipp zur neuen Hoffnung - mit catchy Songs wie “Hated” oder “Sick Of Me” auch kein Wunder. Die musikalisch hochqualitative Beständigkeit blieb, wenngleich sich die Bandbesetzung ständig änderte: Einzig Shomo blieb durchwegs Kopf und Herz von Beartooth.
Inzwischen gehört Beartooth zur - zugegeben - äußerst dicht besiedelten Speerspitze des Metalcore, selbst vor Größen wie A Day To Remember muss man sich schon längst nicht mehr verstecken. Dabei ist es ihr größtes Geschick, breitenwirksam zu klingen, ohne sich an den Mainstream anzubidern. Den letzten Beweis traten Beartooth dazu 2023 an, mit “The Surface”: Da gab es starke Hooks, die nie belanglos, sondern stets authentisch klangen. Dazu ein organischer Sound - als Gegenstück zu den poppigen Hochglanz-Produktionen. Egal ob poppig oder dreckig: Beartooth vereinen Melodie und Härte komplett ohne Peinlichkeiten, das kann sowohl Stadien füllen als auch die kleinsten Clubs zum Überkochen bringen, das arbeitet sich ebenso an der Nackenmuskulatur wie an Tanzbeinen ab.
Ein Zustand, den sie mit ihrem treffend “Pure Ecstasy” betitelten, sechsten Album wohl noch ausbauen werden, wenn man den ersten beiden Singles “Free” und dem Titelstück Glauben schenken mag.
“Pure Ecstasy” erscheint am 28. August und wird neben den beiden bereits bekannten Stücken noch neun weitere enthalten: “Eyes Closed”, “Bullshit”, “Beautiful Again”, dem vielleicht programmatischen “Stadiums”, “Sorry”, “Lose You To Fine Me”, “You”, “For Me By Me” und “Made It”.
Lediglich ein Monat später, am 27. September, wird “Pure Ecstasy” dann auch in der Raiffeisen Halle im Gasometer zelebriert, bereits angeheizt durch den Support der kanadischen Post-Hardcore-Veteranen Silverstein und dem aufstrebenden, amerikanischen Metalcore-Quintett Kingdom Of Giants, die man bisher bereits etwa im Umfeld von Bury Tomorrow, The Amity Affliction, Parkway Drive, Killswitch Engage, The Devil Wears Prada und I Prevail abfeiern konnte.
Bis man diese Woche Freitag um 10 Uhr Tickets für Beartooth checken kann, empfiehlt es sich, noch den eigenen Kalender zu Gemüte zu führen: Denn es gibt noch einige Konzerte mehr, die man definitiv nicht verpassen sollte.
Ein kleiner Service-Nachtrag noch zum Nova Rock: Der geplante Timetable aller Festivaltage ist soeben veröffentlicht worden!