Bild: Trafalgar Releasing
Folkrock-Ikone Neil Young ist diesen Sommer neben The 1975, Alanis Morissette, Charli XCX, Olivia Rodrigo, Rod Stewart und The Prodigy der vielleicht größte Name im Line-Up des renommierten Glastonbury Festivals. Aber auch einige europäische Städte kommen zum Handkuss, ihn gemeinsam mit seiner neuen Band The Chrome Hearts endlich wieder live erleben zu dürfen - darunter etwa Berlin.
Aber erst vor wenigen Tagen hat Neil Young auch mit einer ganz besonderen Ankündigung aufhorchen gemacht: Er will wieder einmal “ein Zeichen setzen” und plant, noch vor seinen offiziellen Europa-Konzerten zudem ein kostenloses Konzert in der Ukraine zu spielen. Für ihn wird das auch insofern eine Premiere sein, denn in der Ukraine ist er noch nie aufgetreten. Seit dem Einmarsch Russlands 2022 hat sich Neil Young wie so viele andere Künstlerkolleg*innen auch immer wieder lautstark geäußert und für die Ukraine eingesetzt. Auch dem amerikanischen Präsidenten Trump steht er mehr als kritisch gegenüber.
Noch steht nicht fest, wo das Konzert genau stattfinden wird - auch der Tag ist noch nicht fixiert: Würdiger und passender könnte er seine “Love Earth”-Tour jedoch nicht starten.
Aber noch bevor wir Neil Young auch wirklich live erleben dürfen, können wir ihn im Kino auf seiner “Coastal”-Solo-Tour begleiten, die ihn nach der Corona-Pandemie an die Westküste Amerikas führte: Am 17. April premiert der Film auch hierzulande, im Wiener Filmcasino.
Mit “Coastal” nimmt Regisseurin Daryl Hannah, renommierte Filmemacherin und Ehefrau von Neil Young, das Publikum mit auf eine zutiefst persönliche Reise: Der Film gewährt einen seltenen, ungeschönten Blick hinter die Kulissen eines Musikers, der sich nach der pandemiebedingten Bühnenpause wieder seinem Publikum stellt.
Die Kamera begleitet Young nicht nur auf der Bühne, sondern auch in seinem vertrautesten Rückzugsort: seinem legendären Silver Eagle Tourbus. Dort entstehen spontane Reflexionen, die sich auf der Bühne in charmant-ironische Dialoge mit dem Publikum verwandeln. In beeindruckenden Locations präsentiert der Film zudem Songs, die Young selten – oder noch nie – live gespielt hat.
“Coastal” fängt die Intensität eines Solo-Tourlebens ein, das zwischen Einsamkeit und Humor changiert. Die Kombination aus intimen Konzertaufnahmen und ungeschminkten Einblicken hinter die Kulissen schafft eine Nähe, die weit über das übliche Konzertdokument hinausgeht.
„Mit ‘Coastal’ wollte ich Neils Authentizität, Offenheit und Verletzlichkeit als Mensch, Musiker und Performer einfangen“, erklärt uns Daryl Hannah. „Er ist kompromisslos ehrlich und lebt seine Musik mit völliger Hingabe – was für uns als Filmteam zur Herausforderung wurde. Wir wussten nie, welchen Song er als Nächstes spielt oder zu welchem Instrument er greift. Doch genau das verleiht den Aufnahmen eine ungekünstelte Magie, die die Wahrheit, die Emotionen und den tiefen Kern dieser verborgenen Juwelen offenbart.“