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Konzerte

Red Bull Symphonic: Drum'n'Bass trifft Donauwalzer

19.09.2025 von Redaktion

"Johann Strauss ist Tanzmusik. Camo & Krooked ist Tanzmusik. Mehr Gemeinsamkeiten gab es anfangs nicht." Markus Wagner (alias Crooked) gibt dem Publikum im ausverkauften Wiener Konzerthaus einen kleinen Einblick, wie viel Arbeit hinter dem Vorhaben steckte, zwei grundverschiedene Musikwelten - Drum'n'Bass und Donauwalzer - zu einem neuen Klangkörper zu verschmelzen. Gemeinsam mit dem Komponisten Christian Kolonovits hat das heimische DJ-Duo diesen Versuch gewagt. Anfangs habe man mit den zahlreichen Gegensätzen noch ordentlich zu kämpfen gehabt. Doch man habe sich viel Zeit genommen, intensiv am Sound gefeilt, so Crooked. Und: “Irgendwann ist der Knopf aufgegangen!”

Bild: Carl Riedl / Red Bull Content Pool

Nach der gefeierten Premiere vor zehntausenden Besucher:innen am Wiener Donauinselfest folgte am gestrigen Abend im Wiener Konzerthaus die ausverkaufte Extended Version der Show. Schon nach wenigen Takten steht fest, dass das gewagte Vorhaben geglückt ist, der Mut alle beteiligten Musiker:innen reich belohnt wird: was in dem altehrwürdigen Musiksaal als Sitzkonzert beginnt, verwandelt sich spätestens ab dem zweiten Song in ein Stehkonzert mit Club-Feeling. Operettenhafte Klänge im 3/4-Takt vermengen sich dabei auf wundersame Weise mit wummernden Basslines. Ein Amen-Break nach dem anderen rattert durch die Subwoofer, die an diesem Abend vollkommen ausgereizt werden. Wähnt sich der tanzende Besucher im einen Moment noch im tiefdunklen Clubkeller zu monotonen Breakbeats tanzend, findet er sich in der nächsten Sekunde voller Überraschung an der schönen blauen Donau wieder. Die höfliche Stille, die normalerweise auf einen Walzer folgt, weicht Jubel und Pfiffen, als die Beats einsetzen.

Mal beschwingt, mal gemächlich lässt Christian Kolonovits die Streichinstrumente des Orchesters mit den Hörgewohnheiten des Publikums spielen, während Camo & Krooked souverän durch die elektronischen Parts leiten. Als die sympathische Gastmusikerin Mira Lu Kovacs die Bühne betritt und mit unverwechselbarer Stimme den Mega-Hit "No Way Out" performt, kennt das Publikum kein Halten mehr. "Das Konzerthaus ist ein Raumschiff, und wir heben ab", feuern Camo & Crooked die Fans an. Die minimalistischen Visuals auf der Bühnenleinwand erinnern dabei stets an Kubricks Weltraum-Epos "2001", in dem Strauss' Walzerklänge bekanntlich auch im Rampenlicht stehen. 

"Wir haben den Strauss-Sound und den Camo & Krooked-Sound in alle Einzelteile zerlegt, und mit diesen Einzelteilen etwas Neues gebaut", erklären Camo & Krooked den Fans zu Ende des Abends. Gemeinsam mit Christian Kolonovits und den Wiener Symphonikern ist ihr großes Vorhaben gelungen: aus zwei musikalischen Gegensätzen etwas zu schaffen, das mehr ist als die bloße Summe aller Einzelteile. Mit Red Bull Symphonic haben sie dem künstlerischen Erbe von Johann Strauss ein "musikalisches Update" programmiert, das noch lange nachklingen wird.

Bild: Matthias Heschl / Red Bull Content Pool

Alle, die keine Tickets für die Show im Konzerthaus ergattern konnten oder noch einmal in das Erlebnis eintauchen wollen, haben bald die Möglichkeit: Ab 7. Oktober gibt es die komplette Show als Video-on-Demand auf Red Bull TV sowie im Stream auf YouTube bei UKF On Air. Am 25. Oktober folgt zudem die TV-Premiere von "Red Bull Symphonic - Johann Strauss 2025 Edition" bei Servus TV. Zudem gibt es Live-Radioübertragung vom 18. September aus dem Wiener Konzerthaus zum Nachhören im FM4-Player.


Live-Termine


Camo & Krooked

Für Camo & Krooked haben wir aktuell leider keine Tickets. Meldet euch doch gleich für den Ticketalarm an, um informiert zu werden, sollte sich dahingehend etwas ändern!

Infos auf dem Stand vom 19.09.2025  

Ticketalarm Camo & Krooked
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