Bild: Black Card Films
Noch vor ihrer Tour mit In Flames erscheint das neue Album von Trivium - ein Konzeptalbum über japanischen Horror! Die bereits zweite Single, das Titelstück “Crown In The Grave”, ist ab sofort zu hören!
Fünf Jahre nach ihrem bis dato letzten Album “In The Court Of The Dragon” gab es erst Ende September ein neues Lebenszeichen der amerikanischen Progressive Thrasher Trivium: Mit “Dead Inside Of Me” rüttelten sie da ordentlich am Watschenbaum. Es war dies ein catchy Crossover aus an Death Metal erinnerndem Riffing und - wie es Bassist Paolo Gregoletto selbst bezeichnet - “Stadion Rock”. “Es fing mit einem Riff namens ‘Slam’ an”, erzählt er da - und die Bezeichnung ist wirklich Programm, denn der Groove ist wahrlich gewaltig!
Bisher war über ein darüber hinausgehendes Album noch keine Rede - aber die zweite neue, titelgebende Single “Crown In The Grave” kündigt ebendieses an: Es wird bereits in gut einem Monat, am 20. November erschienen.
Und mittlerweile ist nun auch die inhaltliche Stoßrichtung bekannt: Ihre neue Ära ist von einem Kapitel japanischer Filmgeschichte inspiriert, nämlich von asiatischen Horrorfilmen. Dabei basiert das Titelstück auf Akira Kurosawas “Throne Of Blood” - auf Deutsch: “Das Schloss im Spinnwebwald”: Dieser Film erschien bereits 1957 und zeigt sich wiederum inspiriert von William Shakespeares “Macbeth”, würde jedoch ins historische Japan übertragen. Die Kritiker urteilten damals darüber, es sei ein “großartig inszenierter Film”, der zwar keine reine Nacherzählung von “Macbeth” ist, aber trotzdem “die Abgründigkeit und Trauer der Vorlage” widerspiegelt. Es wird von einem “kongenialen Werk” gesprochen, das zwar ein “Erweckungserlebnis” ist - nicht aber von jungen Menschen angeschaut werden sollte, denn: “Es ist ein Machtstreben in Wahn und Blutrausch, mit Bildern von überwältigender, düsterer Schönheit”.
Dieser Anstoß führte Trivium jedoch noch tiefer in die Materie ein, wie Bassist Paolo Gregoletto ausführt - tiefer in das japanische Horrorkino der Fünfziger, Sechziger und Siebziger: “Dieser Einfluss wuchs zu dieser düsteren, geisterhaften Atmosphäre heran, die zum Leitfaden für die Musik, die Texte, das Artwork und die gesamte Identität des Albums wurde.” Dazu passt etwa auch der Opener “Jorōgumo”, benannt nach einer Spinnenfrau aus der japanischen Folklore.
Aber nicht nur die soeben veröffentlichte Tracklist des Albums, sondern in erster Linie auch das stimmungsvolle Cover sind ein eindrucksvolles Statement dafür, dass Gregoletto nicht zu viel verspricht.
01. Jorōgumo
02. Crown In The Grave
03. Dead Inside Of Me
04. The Terror
05. The Haunting Never Ends
06. Lie Of It All
07. Blackout The Dawn
08. Paradise Of Sinners
09. Death Throes
10. The Agony
11. Devour Your Dreams
12. Serpent In The Flame
Eine weitere Neuigkeit gibt es zudem auch: Hinter dem Schlagzeug ist erstmals Alex Rüdiger - ehemals Whitechapel - auf einem Trivium-Album zu hören: Er ist seit 2025 der Nachfolger vom temporären Ersatz Greyson Nekrutman (Sepultura), der wiederum den langjährigen Schlagzeuger Alex Bent ablöste. Er ist somit bereits der sechste Schlagzeuger von Trivium, seit ihrer Gründung 1999. Rüdigers Ex-Band, Whitechapel, spielt übrigens am 17. Februar in der Wiener Arena!
Zwar verraten die beiden Singles auch schon sehr gut den Stil, die Atmosphäre von “Crown In The Grave”, aber Gregoletto geht sogar noch ein Stück weiter: Beim Schreiben hätte man sich am schwarzen Album von Metallica, an Megadeths “Countdown To Extinction” und an Soundgardens “Superunknown” orientiert - definitiv nicht die schlechtesten Bezugspunkte!
Im Frühjahr kommen Trivium dann mit ihren guten Freunden, den schwedischen Melo-Death-Giganten In Flames, auch nach Wien, in die Raiffeisen Halle im Gasometer - und zwar mit Vola und Paleface Swiss im Vorprogramm. Während letztgenannte gerade erst ihre neue EP “The Wilted” veröffentlicht haben und ihrem Ruf als die “Slipknot aus der Schweiz” mehr als gerecht werden, gibt es zumindest vorerst weder von den dänischen Prog-Metaller Vola noch von In Flames neue Musik zu hören: Aber zumindest die sollten mal in die Gänge kommen, immerhin ist ihr letztes Album “Foregone” auch schon drei Jahre alt!