[W]as Regisseur Keith Warner, Ausstatter David Fielding, das großartige ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Dirigent Michael Boder, der exzellente Arnold Schoenberg Chor sowie die Solisten hier geleistet haben, ist zeitgemäßes Musiktheater vom Feinsten, das in jeder Hinsicht unter die Haut geht. (Kurier, 18.03.2018)
Keith Warner hat in der fulminant plakativen und doch sensibel auf das Stück reagierenden Ausstattung von David Fielding die Geschichte mit vielen Details, einer gehörigen Portion schwarzen Humors und mit fein gestalteter Personenführung sehr tiefgründig umgesetzt und so einen spannenden Theaterabend kreiert. (Oberösterreichische Nachrichten, 19.03.2018)
Michael Boder verwirklicht das [,die Oper,] (Anm. d. Red.) exemplarisch mit dem stets pointierten ORF Radio-Symphonieorchester und erzielt brodelnde Spannung, wenn etwa der Butler Boby (Mark Milhofer) sich als einstiger Richter entpuppt, in der Konfrontation Ills mit dem kettenrauchenden, völlig verweltlichten Pfarrer (Markus Butter), in den Waldszenen, in den Ansprachen des Bürgermeisters (Raymond Very). (Die Presse, 18.03.2018)
Allen voran [besticht] (Anm. d. Red.) die schwedische Mezzosopranistin Katarina Karnéus, die der Rolle der Claire eine ungemeine Spannkraft einhauchte. Von unerträglicher Schärfe bis zu berauschender Süße reicht ihre stimmliche Bandbreite, die sie gepaart mit perfekter szenischer Umsetzung einzusetzen verstand. Nicht minder beeindruckend Raymond Very als geschwollener Bürgermeister, Adrian Eröd als schleimiger Lehrer, Martin Achrainer als psychopathischer Landarzt, Markus Butter als schräger Dorfpfarrer und Mark Milhofer als Butler Boby. Erstklassig: der Arnold Schönberg Chor. (Oberösterreichische Nachrichten, 19.03.2018)
Katarina Karnéus hat sich die Partie der Claire vokal wie darstellerisch beängstigend gut zu eigen gemacht und findet in Russell Braun einen guten, intensiven Alfred Ill. Raymond Very als Bürgermeister oder Adrian Eröd als Lehrer imponieren sehr; das übrige, große Ensemble weist kaum Schwachstellen auf. (Kurier, 18.03.2018)
Mit herbem Timbre verleiht Katarina Kerneus dieser Claire Zachanassian vokal eindringlich letztlich aber eine kühle bis dramatisch fordernde Bestimmtheit. (Der Standard, 19.03.2018)
Vokal eindringlich. (Der Standard, 19.03.2018)
Dennoch stehen Michael Boder und das ORF Radio-Symphonieorchester Wien an vorderster Front, haben sie doch die sehr vielschichtige Musik Einems vorbildlich ausgearbeitet und zum perfekten Fundament für die Protagonisten gestaltet. (Oberösterreichische Nachrichten, 19.03.2018)
Das RSO Wien unter Michael Boder ist dem szenisch Grellen ein kultivierter, klanglich präsenter und konzentrierter Partner. Diese Musik eines effektvollen Eklektizismus erscheint als handwerklich elegante Belebung der genialen literarischen Vorlage von Friedrich Dürrenmatt. (Der Standard, 19.03.2018)
Auch Dirigent Michael Boder, das gut geprobte RSO und der Arnold Schoenberg Chor loten Von Einems teils illustrative, dann zu heftigen Ausbrüchen oder zarten Zwischentönen tendierende Musik in all ihren Facetten aus. (Kurier, 18.03.2018)
Und die Szenerie wird immer schriller, greller, spektakulärer. Grandios! (Kurier, 18.03.2018)
Der ständige Zug zur Groteske verhilft dem Abend [...] zu Konsequenz und Profil. (Die Presse, 18.03.2018)
Gottfried von Einems "Der Besuch der alten Dame" überzeugt szenisch wie musikalisch auf ganzer Linie im Theater an der Wien. Bravo! So macht ein Jubiläum wirklich Sinn. (Kurier, 18.03.2018)