"Ich werde etwas mit der Sprache machen - Da werden Sie staunen" verspricht die Spoken-Word-Künstlerin und Dichterin Nora Gomringer in einem ihrer Sprechtexte. Noch mehr staunen als beim Lesen werden Sie heuer bei der 12. Ausgabe des Literaturfests Salzburg. Denn auch 2019 holt das Format etablierte Literat*innen, Musiker*innen und Sprachkünstler*innen in die Mozartstadt.
Schriftstellerinnen und Schriftsteller arbeiten mit unserer Sprache, sie entlocken ihr unerwartete und überraschende Bedeutungen, sie kombinieren und montieren Wörter, folgen ihrem Klang und Rhythmus. Sie nehmen besonders gerne die bildnerischen und akustischen Aspekte der Sprache zum Anlass, um in Abweichung von den offiziellen Normen mit der Sprache zu spielen. (Christa Gürtler, Programm-Verantwortliche, zum diesjährigen Motto)
Zu hören sind die Schweizer Spoken-Word-Performerin
Ariane von Graffenried, der preisgekrönte israelische Autor
Tomer Gardi, Kultautor
Wolf Haas,
Rosa Pock und das Vater-Tochter-Gespann
Cvetka und
Florjan Lipuš. Burg-Ensemblemitglied
Michael Maertens,
Annette Paulmann und
Falk Rockstroh lesen die Sprechoper
Aus der Fremde von Ernst Jandl.
Hochkarätiges Abendprogramm und würdiger Abschluss
Nach der Eröffnung mit
Tomer Gardi (kostenloser Eintritt) geben beim Abendprogramm am 23. Mai
Nora Gomringer und Jazzmusiker
Günter Baby Sommer erstmals in Österreich ihr Programm
Günter Grass: Grimms Wörter - eine Liebeserklärung an die deutsche Sprache zum Besten.
Hochkarätig besetzt geht es einen Abend darauf mit
Wolf Haas und seinem Programm
Jetzt ist schon wieder was weiter. Der Kultautor liest quer durch sein Werk, die "vom jungen Mann zum alten Brenner und retour" führen. Egal ob Krimi oder Liebesgeschichte - Haas ist ein Meister der literarischen Mündlichkeit, seine hochkomische Erzählkunst einzigartig.
Die Schauspieler*innen
Michael Maertens,
Annette Paulmann und
Falk Rockstroh lesen am 25. Mai Ernst Jandls Sprechoper
Aus der Fremde, die von den Schreibproblemen eines zirka 50-jährigen Autors erzählt - seinem Hang zum Alkohol, der unerfüllten Beziehung zu einer erfolgreichen Dichterin und seinem anhaltenden Kampf gegen das leere Papier. Nicht mehr als ein "alltagsdreck & chronik der laufenden ereignislosigkeit" sei das Stück in Kooperation mit den
Salzburger Festspielen/Schauspiel, das nicht widerstandslos zu Papier gebracht werden kann.
Zum literarischen Abschluss lädt das traditionelle Matinee mit Lyrik und Musik auf die Edmundsburg.
Kerstin Hensel spielt in ihrem Gedichtband
Schleuderfigur auf allen poetischen Registern, die Gedichte in
Margret Kreidls Band
Hier schläft das Tier mit Zöpfen überraschen immer wieder und
Anja Utler liest aus ihrem poetischen Langzeitprojekt
Aus der Welt. In 33 Sätzen.
Rahmenprogramm rundet ab
Leo Tuor, Nora Gomringer und
Rosa Pock mit Lesungen, eine Performance von
Dadamade und die "Hausbesuche" von
Gudrun Seidenauer (und noch vieles mehr!) runden das Programm des diesjährigen Literaturfests in Salzburg ab.