Glanzlichter von einst und heute erstrahlen im Sommer 2019 bei den
Innsbrucker Festwochen der Alten Musik in neuem Licht. So wird an Kaiser Maximilian I. und den italienischen Komponisten Antonio Cesti gedacht wie auch die zehnte Auflage des internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper, der Cesti-Wettbewerb, gefeiert. Mit Spannung erwartet wird die Wiederentdeckung der Barockoper "Merope
" von Riccardo Broschi. Bejun Mehta, Julia Lezhneva, die Akademie für Alte Musik Berlin und das La Folia Barockorchester, um nur einige Namen zu nennen, werden das Publikum begeistern.
Großes Barockopernkino
Beinahe 300 Jahre auf ihre Wiederentdeckung gewartet, gelangt Riccardo Broschis Oper
Merope im August zur Aufführung. Broschi schrieb die Musik für seinen Bruder, den berühmten Kastratensänger Farinelli, in dessen Rolle der australische Countertenor David Hansen schlüpfen wird. Die Titelpartie singt Anna Bonitatibus, eine der renommiertesten Mezzosopranistinnen der Gegenwart. Festwochen-Intendant Alessandro De Marchi, der in "Merope" erstmals das neu formierte Innsbrucker Festwochenorchester dirigiert, verspricht "großes Barockopernkino, mit grandiosen Arien, Märschen, Chören, Fanfaren und Tänzen." Regie führt die Belgierin Sigrid T'Hooft, die vor alledem für ihre historischen Inszenierungen und barocken Tanzchoreografien bekannt ist.
Schätze aus der Zeit von Kaiser Maximilian I.
Anlässlich des 500. Todestags von Kaiser Maximilian I. öffnen die Festwochen die Schatzkiste mit Musik von Habsburger Hofmusikern wie
Heinrich Isaac und Paul Hofhaimer. Unter anderem wird dem legendären Zusammentreffen von Maximilians burgundischer und österreichischer Hofkapelle 1503 in Innsbruck ein
Konzert mit drei der spannendsten Vokalensembles unserer Zeit gewidmet.
Zu Ehren von Antonio Cesti
Mehr als ein Jahrzehnt wirkte der Sänger und Komponist Antonio Cesti am Innsbrucker Hof und verfasste dort zahlreiche Opern. Anlässlich seines 350. Todestags kommt diesen Sommer erstmals seine turbulente Tragikomödie
La Dori auf die Bühne. Überdies feiert der nach Cesti benannte Gesangswettbewerb 2019 ein
Jubiläum: Vor zehn Jahren von Alessandro De Marchi ins Leben gerufen, ist er zu einer der weltweit bedeutendsten Bühnen für junge SängerInnen im Feld der Barockoper geworden. In der Barockoper:Jung 2019, Händels
Ottone, Rè di Germania, wird der talentierte Sängernachwuchs des Cesti-Wettbewerbs 2018 sein Können unter Beweis stellen.
Berühmte Sänger, herausragende Ensembles
Egal ob
Bejun Mehta,
Valer Sabadus,
David Hansen oder
Terry Wey, sie alle, und damit die besten Countertenöre, sind 2019 zu Gast bei den Innsbrucker Festwochen. Aber auch weibliche Ausnahmestimmen wie jene von
Julia Lezhneva,
Vivica Genaux,
Robin Johannsen,
Karina Gauvin und
Emőke Baráth sind bei Konzerten und Opern zu hören. Erleben kann man zum einen international renommierte Klangkörper wie die
Hofkapelle München, die
Akademie für Alte Musik Berlin, das
La Folia Barockorchester und das
Imaginarium Ensemble unter der Leitung von Enrico Onofri, zum anderen junge, aufstrebende Ensembles wie
La Vaghezza,
Seconda Prat!ca und das
Asterion Ensemble. Im
Introitus in Stams leitet Howard Arman SolistInnen des Chors des Bayerischen Rundfunks.
Überraschungen und Neuheiten
Doch dem nicht genug! 2019 gibt es eine ganz besonders spannende Premiere: Erstmalig spielen die Innsbrucker Promenadenkonzerte zusammen mit den Festwochen. Zum 350. Geburtstag der Innsbrucker Universität überreichen die Festwochen überdies drei
Überraschungskonzerte: Ort und Zeit stehen fest, alles andere bleibt bis zum Konzertbeginn streng geheim.