Gestern Abend fand im Rahmen einer glanzvollen Gala die Verleihung des Österreichischen Musiktheaterpreises 2018 statt. Der Preis wurde in 18 Kategorien für herausragende Leistungen im Bereich Oper, Operette, Musical und Ballett für die Spielsaison 2016/17 verliehen.
Wiener Volksoper und Tiroler Landestheater räumen ab
Unter den 47 Nominierten gab es vor alledem für die
Volksoper Wien mit gleich vier Auszeichnungen einiges zu feiern. "
Axel an der Himmelstür" bekam den goldenen Schikaneder für die
beste Gesamtproduktion Operette sowie die
beste Ausstattung (Sam Madwar, Daria Kornysheva, Andreas Ivancsics). Zusätzlich wurden
Regisseur Peter Lund und
Jakob Semotan (
Bester männlicher Nachwuchs) ausgezeichnet.
Der Hauptpreis für die
beste weibliche Hauptrolle ging an die Sopranistin
Anna-Maria Kalesidis für die Verkörperung der Rusalka am Tiroler Landestheater.
Alecs Briscein erhielt die Ehrung für die
beste männliche Titelpartie in "Der Zwerg" an der Oper Graz.
Camilla Lehmeier vom Ensemble des Tiroler Landestheaters gewann für ihre Verkörperung des Cherubino in "Le nozze di Figaro" den Österreichischen Musiktheaterpreis als
beste Nebendarstellerin. Als
beste männliche Nebenrolle wurde Countertenor
Jochen Kowalski für seine Interpretation in "Hamlet" am Theater an der Wien ausgezeichnet. Einen dritten Schikaneder ergatterte das Tiroler Landestheater für "
Capriccio" gleichsam mit dem Stadttheater Klagenfurt für "
Salome" als
beste Gesamtproduktion Oper.
Tetiana Miyus als auch
Jakob Semotan wurden als
beste NachwuchskünstlerInnen gewürdigt, die
beste Dirigentin stammt mit
Mirga Grazinyte-Tyla vom Salzburger Landestheater. Die Preise für die
beste Gesamtproduktion Musical und
beste Gesamtproduktion Ballett gingen ans
Linzer Landestheater. Die
Neue Oper Wien bekam für "Pallas Athene weint" den
Off-Theaterpreis. Weitere wurden die Leistungen von
Kurt Rydl für sein
Lebenswerk,
Thomas Hampson (
ORF-III-Medienpreis) als auch des
Arnold Schoenberg Chors und des
Orchesters der Volksoper Wien honoriert.. Mit dem
Ehrenpreis für musikalische Vermittlung wurde das
Global Symphony Orchestra und
Dirigent Mak Ka Lok gewürdigt.
Verleihung in Graz als Auftakt für Reise durch die Bundesländer
Heuer fand die Verleihung des Österreichischen Musiktheaterpreises zum ersten Mal außerhalb von Wien statt. Laut des Österreichischen Musiktheaterpreis-Präsidenten Karl-Michael Ebner stellt dies den Auftakt für eine Reise in alle Bundesländer dar, "um näher an die Schauplätze kultureller Exzellenz zu rücken un den Bühnen selbst eine neue Bühne zu bieten" (Volksblatt). Die nächste Gala zur Verleihung des Österreichischen Musiktheaterpreises findet 2019 im Tiroler Landestheater in Innsbruck statt.