"Etwas hat gefehlt, nicht nur kulturell", kommentiert Hans Peter Doskozil heute im Rahmen einer Pressekonferenz die Wiederaufnahme der
Oper im Steinbruch St. Margarethen. Und so wagt man sich in der Saison 2019 an eine der bekanntesten und beliebtesten Opern überhaupt: Wolfgang Amadeus Mozarts
Zauberflöte. "Es ist die Oper der Opern, mit einem unheimlichen Reichtum an Elementen. Einerseits wagt sich die Zauberflöte tief in die Schatten hinein und ist dennoch komödiantisch", führt Barbara Rett begeistert aus.
Besondere Herausforderung
Die Zauberflöte ist eine der größten Kompositionen, die je geschrieben wurden. Verschiedene Stile und Erzählungen fließen ineinander. Unglaublich, wie Mozart das bewerkstelligt hat. (Karsten Januschke, Musikalischer Leitung)
1791 in Wien uraufgeführt, ist
Die Zauberflöte eines der letzten Werke des früh verstorbenen Genies Wolfgang Amadeus Mozart. Die Oper verbindet auf unnachahmliche Art Leichtigkeit und Tiefgang, Verspieltheit und Würde, Kindliches und Reifes. Volkstheater wollte
Die Zauberflöte stets sein - echtes Volksgut sind mittlerweile viele musikalische Hauptthemen geworden: Papagenos Vogelfängerlied, Taminos verträumt-innige Betrachtung des "bezaubernd schönen Bildnisses" oder Paminas melancholisches "Ach, ich fühl's". Vor allem die virtuosen Koloraturarien der Königin der Nacht reißen das Publikum damals wie heute zu Beifallsstürmen hin, und für manch eingefleischten Opernfan sind sie die frühesten Erinnerungen an die leidenschaftliche Begeisterung, die die Oper auszulösen vermag.
Der besonderen Herausforderung ist sich auch das Regieteam Cornelius Obonya und Gattin Carolin Pienkos bewusst: "Es ist der Mix an Elementen, vom Realen hin zum Fantastischen, Utopischen und Überrealen und letztlich doch wieder dahin zurückkehrend, dass Menschen zueinander finden wollen, der die Faszination von Mozarts Meisterwerk ausmacht."
Die ganz gewöhnliche Fantasie, die in jedem von uns Menschen steckt, setzen wir als wirkende Kraft ein. (Cornelius Obonya, Regie)
Max Simonischek gibt den Papageno
Gespannt darf man auf das Operndebüt von Max Simonischek sein. Der aus Film, Fernsehen und dem Theater bekannte Schauspieler konnte für die Rolle des Genussmenschen Papageno gewonnen werden. Sein Engagement für die Bühne des Musiktheaters kommentiert er humorvoll, dass es anstelle einer Papageno-Verkörperung womöglich doch ein "Plappergeno" werden könnte.