Am heutigen 6. Dezember, dem Geburtstag Handkes, beginnt für den Autor die Nobelpreiswoche in Stockholm mit einer Pressekonferenz. Anschließend wird er morgen, am 7. Dezember, die Nobelpreisrede halten, und am 10. Dezember findet die offizielle Preisverleihung statt.
Bereits der Tag der Bekanntgabe fiel mit der Premiere des Handke-Schauspiels "Die Stunde da wir nichts voneinander wußten" im Stadttheater Klagenfurt zusammen. Nun wird auch Handkes Geburtstag mit einer Premiere gekrönt: In den Linzer Kammerspielen steht ab heute, 6. Dezember, Immer noch Sturm am Programm.
Stefanie Mohr inszeniert in Linz Peter Handkes "Welttheater-Stück", das 2011 mit dem Nestroy-Theaterpreis "Bestes Stück - Autorenpreis" und 2012 mit dem Müllheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet wurde. Immer noch Sturm hat Handkes eigene Familiengeschichte zum Thema: Die Lebensgeschichte der Mutter, einer Kärntner Slowenin, wird mit dem Widerstand der Volksgruppe im Zweiten Weltkrieg verbunden.
Die Feierlichkeiten enden aber nicht mit der Nobelpreisverleihung: Wer mehr über den Autor wissen möchte, ist ab März bei Handke Unser in der neuebuehnevillach richtig. Der Regisseur und Autor Bernd Liepold-Mosser, der als ehemaliger Leiter des Handke-Archivs und als Regisseur des Films "Griffen. Auf den Spuren von Peter Handke" als unumstrittener Experte gilt, stellt Texte von und über den Nobelpreisträger zusammen.