Kultur

Wiener Staatsoper: das Saisonprogramm 2019/20 ist da

03.04.2019 von Redaktion

Insgesamt 58 verschiedene Opernwerke und drei Uraufführungen stehen am Programm der Wiener Staatsoper für die Saison 2019/20. Außergewöhnlich: zum Beethovenjahr 2020 wird die Urfassung von Fidelio gespielt.




Sechs Opernpremieren, darunter zwei Uraufführungen, eine Staatsopern-Erstaufführung, eine Rückkehr nach mehr als einem halben Jahrhundert, eine Mozart- sowie eine Verdi-Neuproduktion, zwei Ballettpremieren, davon eine Ballett-Uraufführung, das gewohnt große Repertoire plus die beliebten Konzertreihen im Großen Haus ergeben summa summarum die Spielzeit 2019/20 und zugleich Dominique Meyers letzte Saison an der Wiener Staatsoper.

Auftragswerk von Olga Neuwirth

Die erste Uraufführung stammt aus der Feder von Olga Neuwirth. Die Österreicherin komponiert die Oper Orlando basierend auf Virginia Woolfs gleichnamigen Roman. Das Libretto steuert die franko-amerikanische Autorin und Dramatikerin Catherine Filloux bei. Das zweite Auftragswerk kommt von Albin Fries, der die Märchenoper Persinette für junges Publikum komponiert. Regie führt Matthias von Stegmann, Olga Bezsmertna, Jinxu Xiahou, Monika Bohinec, Regine Hangler, Samuel Hasselhorn als auch Sorin Coliban sind auf der Bühne zu erleben.

Anlässlich des bevorstehenden Beethovenjahrs, der Komponist wäre 2020 250 Jahre geworden, bringt die Staatsoper neben der bestehenden Fidelio-Inszenierung von Otto Schenk zum ersten Mal die 1805 erschienene Urfassung des Werks. Als Dirigent konnte der Tscheche Tomáš Netopil gewonnen werden, für die Regie zeichnet sich Amélie Niermeyer verantwortlich. Für alle, die es nicht auf Anhieb wussten: Fidelio ist Beethovens einzige Oper.

Benjamin Brittens A Midsummer Night's Dream, Wolfgang Amadeus Mozarts Così fan tutte (Riccardo Muti kehrt an den Ring zurück!) und Giuseppe Verdis Un ballo in maschera komplettieren die Premieren in der neuen Spielzeit.

Die letzten 10 Jahre beim Galakonzert

Das Wiener Staatsballett präsentiert unter ihrem Direktor Manuel Legris mit George Balanchines Jewels einen wahren Meilenstein des neoklassischen Balletts. Die zweite Premiere, gleichzeitig als dreiteiliger Abend angelegt, Lukács | Lidberg | Duato, inkludiert mit der Arbeit von Pontus Lidberg eine Uraufführung und mit der traditionellen Nurejew Gala am 25. Juni schließt die Ballettsaison.

Getragen wird das Programm von herausragenden Künstler*innen. Neben Dirigenten wie Nicholas Carter, Hartmut Haenchen, Michele Mariotti, Matthias Pintscher und Alberto Veronesi, geben Amélie Niermayer sowie Chiara Muti in der Regie und die Solist*innen Michelle Bradley, Emily D'Angelo, Christine Goerke, Frederica Lombardi, Regula Mühlemann, Hanna-Elisabeth Müller uvm. ihr Debüt am Haus am Ring. Als Gastsolist*innen treten unter anderem erneut Erwin Schrott, KS Thomas Hampson, Dmitry Korchak und KS Anna Netrebko auf.

Beim Galakonzert treten zum besonderen Abschluss der Saison am 28. Juni viele der von 2010 bis 2020 engagierten Ensemblesänger*innen auf, die heute zum "Who des Who" des Opernbetriebs zählen.

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Quelle: Wiener Staatsoper
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