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16. SLASH FILMFESTIVAL: Ein toxic, aber nicht toxisches Männerbild

01.09.2025 von Stefan Baumgartner

Mit dem starbesetzten „The Toxic Avenger”-Reboot hat das 16. Slash Filmfestival einen wahren Gourmet-Streifen im auch darüber hinaus wohlfeil kuratierten, diversen Programm: Welche Filme ihr definitiv nicht verpassen dürft, verraten wir euch weiter unten - inklusive Gewinnspiel!

Er ist ein Typ – ziemlich unansehnlich, dafür gewaltbereit. Und dennoch ist er, seinem Namen zum Trotz, ein ziemlich krasser Gegenentwurf zum heute allgegenwärtigen toxischen Männlichkeitsbild, einem Incel: Der Toxic Avenger. Der Toxic Avenger ist eine erstmals 1984 in Erscheinung getretene cineastische Kultfigur und der vielleicht prominenteste Charakter aus dem von Regisseur Lloyd Kaufman („Rocky“) ab den frühen Siebzigern erbauten „Tromaville“ – einer fiktiven Stadt in New Jersey, der „giftigsten Chemikalien-Hauptstadt der Welt“.

Troma Entertainment, die dahinterstehende Filmproduktionsfirma, steht programmatisch für Filme mit einer überaus drastischen Gewaltdarstellung gepaart mit derbem Humor – nicht selten aber auch gnadenloser Gesellschaftskritik. Mit über 1.000 Produktionen zählt Troma heute nicht nur als einer der größten inspirativen Einflüsse von so großartigen Regisseuren wie Peter Jackson („Herr der Ringe“, aber auch „Meet the Feebles“, „Bad Taste“ und „Braindead“) oder Quentin Tarantino („Pulp Fiction“, „Kill Bill“, „Inglourious Basterds“), sondern auch als Kaderschmiede für etwa Kevin Costner („Sizzle Beach USA“), Billy Bob Thornton („Zombie Town“), Samuel L. Jackson („Def by Temptation“) und Marisa Tomei, die in eben „The Toxic Avenger“ ihre erste größere Rolle spielte und später als Peter „Spiderman“ Parkers Tante May zu einem elementaren Bestandteil des Marvel Cinematic Universe werden sollte.

Hinter dem Toxic Avenger steckt der Fitnessclub-„Facility Manager“ Melvin Ferd, ein unbeholfener, tollpatschiger, schüchterner, schmächtiger, aber liebenswerter und gutmütiger Loser. Seine Geschichte beginnt mit einer harmlosen, aber gehässigen Hänselei des charakteristischen Gym-Publikums – durchtrainierten und hochgedopten Proleten und ihrer weiblichen Anhängsel. Vor der andauernden Demütigung kann er sich nur durch einen Sprung aus dem Fenster des Fitnessstudios retten: Anstatt jedoch seinen Peinigern zu entfliehen, landet er kopfüber in einem Fass mit radioaktiv verseuchtem Giftmüll auf der Ladefläche eines zufällig vor dem Fitnessstudio parkenden Lastwagens – und der Spargeltarzan Melvin mutiert zum Toxic Avenger – eine, man möchte es fast sagen, etwas ungehobelte Version des klassischen „Batman“-Rächer-Archetypus.

Fortan steht er in Tromaville für das Gute ein, wird zum Lokalhelden, wenn er den Schwachen als Retter in der Not beisteht und ihre Peiniger schlimmsten Qualen aussetzt: Drei Fortsetzungen fuhr „The Toxic Avenger“ bisher ein – und gilt damit nicht nur neben der „Class of Nuke’em High“ als einer der bekanntesten Filme aus den Troma-Studios, sondern als einer der berühmtesten Trash-Filme überhaupt.

Exkurs: Die Faszination „Trash“

Bei „Sharknado“ überfallen fliegende Haie eine Stadt, bei „Zombiber“ frisst ein wildgewordener Biber junge, gutaussehende Menschen, bei „Dead Sushi“ haben fliegende Sushi ein Aggressionsproblem und bei „Zombie Ass“ kommen Arsch-Zombies aus Toiletten: Low-Budget-Produktionen wie diese und eben „The Toxic Avenger“ sind in Sachen Story, Dramaturgie und Effekte so dermaßen schlecht, dass das ungeübte Auge vor Faszination über diesen Grad an Beschissenheit einfach nur paralysiert sein muss und darüber staunt, dass ein derartiger Rotz sich ernsthaft einem Millionenpublikum verkauft und Kultstatus genießt – die um lächerliche 500.000 Dollar produzierte Trash-Komödie um den radioaktiv verstrahlten Superhelden hat beispielsweise sagenhafte 15 Millionen in die Kassen von Troma gespült.

Keyvan Sarkhosh vom Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik hat vor etwa einem Jahrzehnt die Studie „Enjoying trash films: Underlying features, viewing stances, and experiential response dimensions“ vorgelegt – eine im Fachblatt „Poetics“ erschiene und erste umfangreiche empirische Untersuchung zu Trash-Filmen und ihrem Publikum.

Das Ergebnis: In erster Linie ist ein echter Trash-Film vor allem richtig billig – budgettechnisch und qualitativ. Dieser „filmische Müll“ wird jedoch aus ironischer Distanz betrachtet – und das von einem Publikum, das tendenziell überdurchschnittlich gebildet ist. Sie werden von Sarkhosh als „kulturelle Allesfresser“ bezeichnet, die sich für ein breites Spektrum an Kunst- und Medienformen jenseits traditioneller Grenzen von Hoch- und Populärkultur interessieren. Dass das typische Publikum von Trash-Filmen diese vor allem aus einem künstlerischen Interesse heraus anschaut, ist eine der zentralen Erkenntnisse der Studie – und im Falle von „The Toxic Avenger“ wohl auch, dass man die sublime sozialkritische und durchaus humanitäre Message zwischen all den brechenden Knochen und spritzenden Blutfontänen erkennt.

Zwischen Satire und Gesellschaftskritik

Screenshot aus "The Toxic Avenger" (1984)

So wird „The Toxic Avenger“ nicht nur gelobt als geniale Satire auf den gnadenlosen Körperkult des Amerikas der Achtziger Jahre – nicht unähnlich zum Golden-Globe-Gewinner dieses Jahres, „The Substance“ mit Demi Moore – zudem trägt sein Kreuzzug gegen die autoritären und korrupten Machtstrukturen von Tromaville eine sehr explizite Gesellschaftskritik in sich. Insbesondere die Solidarisierung der „kleinen Leute“ des Ortes mit dem Monster – liebevoll „Toxie“ getauft – ist ein pointiertes Abbild dessen, dass die „Außenseiter“ nicht selten das besonnene und vor allem menschliche Korrektiv einer vermeintlichen Elite sind.

So schrieb etwa der Schweizer Filmkritiker Achim Menze: „Einerseits verkörpert der ‚Toxic Avenger‘ alle Tugenden des klassischen B-Movie Horrors, und gerade diese überzeugende Kraft macht seine an allen Ecken und Enden des Films durchscheinenden radikalkritischen Seitenhiebe auf den stumpfsinnig-brutalen Alltag (nicht nur) der US-Gesellschaft umso treffender.“

Bei all der Brillanz, die Lloyd Kaufman, einer der letzten aufrechten Kämpfer für „independent filmmaking“, da geleistet hat, ist es freilich fragwürdig, ob es nun ein Reboot – noch dazu aus Hollywood! – braucht.

Zwischen „Müll“ und „toxic waste“

Das Genre des Horrorfilms ist wahrscheinlich das Genre mit der größten Reboot- und Remake-Dichte überhaupt – dabei teils mit durchaus gelungenen Neuinterpretationen, aber auch zahlreichen Beispielen dafür, dass man besser die Finger von Kultfilmen lassen sollte: Da gibt es kaum ein Mittelmaß, vom Genre-Connaisseur wird gnadenlos Stellung bezogen.

Gespalten wie die Leiber sind die Meinungen da nicht nur bei den „Halloween“-Interpretationen von Fanboy Rob Zombie (der jedoch mit etwa „House of 1000 Corpses“ sehr wohl bewiesen hat, dass er das Genre versteht und lebt), sondern etwa auch bei „The Texas Chainsaw Massacre“ aus dem Jahre 2003 von Marcus Nispel mit Jessica Biel in der Hauptrolle und „A Nightmare on Elm Street“ (2010, Samuel Bayer) – bei dem zuvörderst die „angezogene Handbremse“ kritisiert wurde: Oftmals das ausschlaggebende Problem, wenn Filme aus einer Nische (mit entsprechend Spielraum) in den Mainstream (mit entsprechenden Einschränkungen) gehoben werden.

Doch freilich gibt es etwa mit Andy Muschiettis „It“ (2017/2019) ebenso eine gelungene Neuverfilmung des Stephen-King-Klassikers zu vermelden, wie auch Luca Guadagninos „Suspiria“ (2018) zwar völlig anders als Dario Argentos Original geraten ist – nicht zuletzt dank Dakota Johnson, Tilda Swinton, Mia Goth und Chloe Grace Moretz, sowie dank des Soundtracks von Radioheads Thom Yorke aber sowohl inhaltlich wie auch dramaturgisch überaus atmosphärisch.

Kommen wir zurück zu Toxie, für den mit „The Toxic Avenger“ nun ebenfalls ein Reboot ansteht, das am diesjährigen SLASH Filmfestival noch vor dem offiziellen Kinostart am 25. September Österreich-Premiere feiert: Angesichts der gegen Umweltverschmutzung gerichteten Botschaft, die den Kern dieser Franchise bildet, sollte ihr Wiederaufleben vielleicht nicht überraschen – haben sich die Probleme in den letzten Jahrzehnten ja nicht gerade verbessert, der Anstieg des Meeresspiegels, Waldbrände und das Schmelzen der Gletscher wirken wie eine Art Bat-Signal in der realen Welt.

Markus Keuschnigg, der umtriebige Mann hinter dem SLASH-Filmfestival, hat sogar einmal gestanden, beim originalen „The Toxic Avenger“ eine Träne zerdrücken zu müssen; Diesen warmherzigen, humanistischen Ton der Vorlage muss man jedoch erst einmal doppeln können – und natürlich auch den Charme der ursprünglichen Darsteller, die zum damaligen Zeitpunkt gewiss noch nie eine Schauspielschule von innen gesehen haben. 

Ganz im Gegenteil zum neuen Cast: Ursprünglich hätte sogar Arnold Schwarzenegger eine Rolle übernehmen sollen – den Gerüchten nach als Betreiber des St. Roma's Village-Atomkraftwerks, er musste jedoch zu Gunsten von „Terminator Genisys“ absagen. Dafür brilliert Peter Dinklage („Game of Thrones“) nicht nur aktuell als Leon Prater in der (übrigens mehr als gelungenen) Serie „Dexter: Resurrection“, sondern mimt hier den Hausmeister Winston Gooze, aus dem der Toxic Avenger wird. Neben ihm spielen unter anderem Kevin Bacon (zuletzt auch in „MaXXXine“ zu sehen) und Elijah Wood (Frodo aus „Herr der Ringe“).

Das Reboot wurde erstmals am texanischen Fantastic Fest im September 2023 gezeigt und Regisseur Macon Blair scheint sich seiner Gratwandung bewusst zu sein, denn die Eröffnungssequenz des Films – „Ich wollte nichts davon“ – könnte sowohl als Kommentar zur Verantwortung dienen, die mit einer Neuinterpretation eines Kultfilms einhergeht, als auch als Ausdruck der Reaktionen bestimmter Fans auf ihre bloße Existenz. Jedoch sind sich Kritiker bisher in zwei Punkten einig: Es ist schwer vorstellbar, dass eingefleischte Fans mit dem Reboot enttäuscht werden – nicht minder ist es aber auch schwer vorstellbar, dass „The Toxic Avenger“ neues Publikum an sich binden wird.

„The Toxic Avenger“ erzählt die Geschichte von Winston Gooze, der eigentlich schon vor seiner Verwandlung in Toxie ein Held war: Als alleinerziehender, sanftmütiger Stiefvater eines Teenagers (Jacob Tremblay), dessen Mutter an Krebs gestorben ist, arbeitet er als Hausmeister in einer Chemiefabrik, die die Umgebung noch stärker verschmutzt als der Atomreaktor in „The Simpsons“. Diese gehört Bob Garbinger (Kevin Bacon), dessen Produkte so viele Menschen durch Nebenwirkungen getötet haben, dass es verwundert, dass bisher noch niemand versucht hat, ihn zu Fall zu bringen – bis eben sein Hausmeister einen unfreiwilligen Ausflug in das Giftmüllbecken macht …

Gelobt wird von den Kritikern bisher vor allem Dinklages Darstellung, die sogar an John Hurts‘ „Elefantenmensch“ erinnert – und angeblich soll das Reboot sowohl mit Punchlines, als auch mit abgetrennten Gliedmaßen und spritzenden Eingeweiden ebenso wenig geizen wie das Original. Der O-Ton aus der Kritik: Das Reboot ist natürlich nicht so abstoßend und herrlich schrottig wie das Original – aber Welten, wie man erwarten würde, liegen auch keine zwischen ihnen. Die Chancen stehen also gut, dass sich das SLASH nicht nur mit der neuesten Troma-Produktion „Mr. Melvin“ – dem „The Toxic Avenger“-Sequel bestehend aus einem neuen Cut beider Fortsetzungen – einen wahren Leckerbissen für das diesjährige Festivalprogramm gesichert hat, sondern auch mit der Wiederauferstehung von Toxie.

16. SLASH-Filmfestival: Programm-Highlights

Dieses Jahr erneut überaus stark gesetzt sind sowohl der Eröffnungs-, wie auch der Abschlussfilm: Das 16. SLASH eröffnet am 18. September mit feinstem heimischen Genre-Kino, nämlich der Österreichpremiere von Andreas Prochaskas „Welcome Home Baby“ im Gartenbaukino. Dass Prochaska sich mit beiden Teilen von „In 3 Tagen bist du tot“ und „Das finstere Tal“ längst als Kultregisseur profiliert hat, wirft auf seinen atmosphärischen Psychothriller dunkle Schatten voraus: Wir erwarten einen Albtraum zwischen Identität und Selbstermächtigung – Horror funktioniert bekanntlich immer dann am besten, wenn er möglichst nah an der Realität ist …

Der diesjährige Abschlussfilm kommt von Quentin Dupieux – dem französischen Musiker hinter Mr. Oizo (ja, der Track mit Flat Eric). Dupieux hat im Laufe seiner Musikerkarriere jedoch nicht nur unter anderem mit Charli XCX, Justice, Boys Noize und Sébastien Tellier zusammengearbeitet, sondern dreht eben auch wunderbar absurde Filme – das SLASH beschließt er mit seinem aktuellsten, „The Piano Accident“, in dem die zauberhafte Adèle Exarchopoulos in der Hauptrolle zu sehen ist.

Und dazwischen? Da sehen wir etwa eine sich über neun Filme streckende Retrospektive zwischen Frankenstein („Flesh For Frankenstein“ mit Udo Kier), Jason Voorhees („Friday 13th – Part III“) und Freddy Krueger („Freddy’s Dead: The Final Nightmare“, mit Alice Cooper in einer Nebenrolle!) – inklusive einem „Nackt & Mutiert“-Gespräch zwischen FM4-Journalist Christian Fuchs und Regisseur Jörg Buttgereit („Nekromantik“, „Schweinchen“ mit Mark Benecke).

Darüber hinaus pendelt das SLASH auch dieses Jahr wieder gekonnt zwischen Body Horror und Mythologie, Alpträumen und Abgründen sowie monströsen Kreaturen und Katastrophenszenarien – sowohl introspektiv als auch trashig-schräg. Meine persönliche Top-11 der diesjährigen SLASH-Filme, die man unbedingt nicht verpassen sollte, lautet – neben den bereits benannten Programm-Eckpunkten, sowie dem „The Toxic Avenger“ und „Mr. Melvin“ – wie folgt:

01. Rabbit Trap (Bryn Chainey, US/GB, 2025)

Die verheirateten Musiker Daphne (Rosy McEwan) und Darcy (Dev Patel) ziehen für einen kreativen Neuanfang aufs Land nach Wales, um ihr neues Album zu vollenden. Bei der Aufnahme von Audio-Samples stößt Darcy zufällig auf ein bislang unbekanntes Geräusch. Diese Entdeckung entfacht Daphnes schöpferische Energie neu, doch die Klänge dringen in die umliegende Natur ein und stören uralte, düstere Kräfte des Waldes …

02. Jimmy and Stiggs (Joe Begos, US, 2024)

Ein Übermaß an schlechten Nachrichten führt dazu, dass der arbeitslose Filmemacher Jimmy Lang (Joe Begos) in eine außer Kontrolle geratene Sauferei gerät und behauptet, von Außerirdischen entführt worden zu sein. Aus Angst vor deren Rückkehr kontaktiert er seinen alten Freund Stiggs (Matt Mercer), der ihm bei der Kriegsvorbereitung helfen soll. Als die Sonne untergeht, werden die beiden in eine halluzinatorische Explosion aus Außerirdischen, Drogen, Alkohol und einem regelrechten Blutbad geworfen.

03. OTHER (David Moreau, FR, 2025)

Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Alice (Olga Kurylenko) in das leerstehende Elternhaus zurück. Schnell bemerkt sie, dass das gesamte Gebäude mit Überwachungskameras ausgestattet ist – jede Bewegung wird aufgezeichnet. Während sie versucht, der Herkunft dieser Überwachung auf den Grund zu gehen, verdichtet sich das Gefühl, nicht allein zu sein. Eine bedrohliche Präsenz macht sich bemerkbar und führt sie Schritt für Schritt an eine verstörende Wahrheit heran.

04. Bulk (Ben Wheatley, GB, 2025)

Nach „Meg 2“ zeigt sich Ben Wheatley mit einer Mischung aus Schwarzweiß- und Farb- und Störbildern sehr experimentierfreudig: Als ein übereifriger Wissenschaftler seine Experimente mit der Stringtheorie übertreibt, explodiert seine Membran. Corey Harlan wird losgeschickt, um das Herz der Membran und ihn zu finden: Seine Suche beginnt in einem gewöhnlichen Stadthaus, das vom rätselhaften und multidimensionalen Wesen Aclima bewohnt wird. Jede Tür in diesem Haus eröffnet ihm einen Zugang zu anderen Welten …

05. Her Will Be Done (Julia Kowalski, FR/PL, 2025)

Nawojka (Maria Wrobel) lebt mit ihrem Vater Henryck (Wojciech Skibinski) und ihren Brüdern Tomek (Przemyslaw Przestrzeiski) und Bogdan (Kuba Dyniewicz) auf einem kleinen Bauernhof in Frankreich. Im Alltag bleibt sie im Hintergrund – sie putzt, kocht, organisiert und ist ständigen Spötteleien ausgesetzt. Ihren Wunsch, Tiermedizin zu studieren, nimmt niemand ernst. Die Brüder fordern rücksichtslos und respektlos, während Nawojka immer weiter an den Rand gedrängt wird. Ihr Vater, ein gutmütiger, aber strenger Mann, fürchtet indes vor allem, dass seine Tochter das Schicksal ihrer verstorbenen Mutter teilen könnte, die angeblich vom Bösen besessen war ...

06. Bone Lake (Mercedes Bryce Morgan, US, 2025)

Der romantisch geplante Urlaub eines Paares in einem abgelegenen Anwesen am See nimmt eine unerwartete Wendung, als ein weiteres, geheimnisvolles und charismatisches Paar eintrifft, das denselben Ort gebucht hat. Was als harmlose Überschneidung beginnt, entwickelt sich zu einem düsteren und verführerischen Spiel. Verborgene Geheimnisse dringen an die Oberfläche, bis sich die Situation in einen blutigen Überlebenskampf verwandelt.

07. Strange Harvest (Stuart Ortiz, US, 2024)

Liebhaber von Found-Footage-Filmen können sich freuen: Die „Pseudo-Dokumentation“ „Strange Harvest“ wurde auch mit Körper- und Überwachungskameras gedreht, um zusätzlich zu Interview- und Nachrichtenbeiträgen sowie klassischen Tatortfotos eine realistischere und authentischere Perspektive zu verleihen: Im Mittelpunkt steht der Serienkiller Mr. Shiny, der Anfang der Neunziger in Kalifornien sein Unwesen trieb. An den Schauplätzen seiner grausamen Taten hinterließ er okkulte Symbole, die mit Blut geschrieben waren. Ziemlich verstörend!

08. Deathgasm II: Goremageddon (Jason Howden, NZ, 2025)

Vor 10 Jahren gab es den ersten Teil: Wir lernten den Heavy-Metal-Fan Brodie kennen, der als Waise in den christlich-orthodoxen Haushalt seines Onkels Albert und Tante Mary ziehen muss. In der Schule findet er nicht nur seine große Liebe (Melissa), sondern auch Freunde, die mit ihm eine Band gründen. Doch dann zersprengt ein Dämon seine heile Welt … Nun folgt aber – nach einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne – die Fortsetzung: Brodie ist zurück und will gemeinsam mit seinen Freunden einen Bandwettbewerb gewinnen und seine Freundin zurückgewinnen. Aber dann bekommt er es mit Zombies zu tun: Laut Regisseur Jason Howden sind bereits die ersten 10 Filmminuten blutiger, als es der erste Teil war! Also: Verstärker auf die 11 – zumal der Soundtrack von Triviums Matt Heafy kommt!

09. Kazakh Scary Tales (Adlikhan Yerzhanov, KZ, 2025)

Der zynische Polizist Birzhan (Kuantai Abdimadi) begibt sich in das abgelegene Dorf Karatas, um eine Reihe grausiger, unerklärlicher Ereignisse in einer Entbindungsklinik zu untersuchen. Seine Ermittlungen führen ihn mitten ins Herz der kasachischen Folklore, wo das Mystische in den Alltag Einzug hält: Bald findet er sich inmitten Hexerei wieder. Birzhan geht hierauf eine ungewöhnliche Allianz mit Sara (Anna Starchenko) ein, einer skrupellosen Wahrsagerin, die über intuitive okkulte Fähigkeiten verfügt und außerdem wegen Autodiebstahls, Drogenhandels und Landstreicherei polizeilich aktenkundig ist. Im Laufe ihrer Ermittlungen wird klar, dass der Fluch von Albasty, einem Geist, der angeblich Säuglinge jagt, nicht nur eine Legende ist …

10. Deathstalker (Steven Kostanski, CA, 2025)

Arnold Schwarzeneggers „Conan“ aus den Achtzigern kennt vermutlich jeder. Damals dauerte es nicht lange, bis der Markt mit B-Movie-Variationen überschwemmt wurde, nur ein Jahr später erschien bereits der von Kultkino-Legende Roger Corman produzierte Barbarenfilm „Deathstalker“. Es folgten damals sogar noch drei Fortsetzungen, die dann allerdings einen weniger blutigen, sondern eher trashig-komödiantischen Weg eingeschlagen haben. Aber beim nun vorliegenden Remake von Steven Kostanski ("Psycho Goreman", “Frankie Freako”) sind wir uns nach allen bisherigen Aussagen sicher: Das wird wieder sehr viel heftiger ausfallen! Bonuspunkte gibt es dafür, dass Guns N‘ Roses-Gitarrist Slash Geld für die Verwirklichung springen hat lassen!

11. The Holy Boy (Paolo Strippoli, IT/SI, 2025)

„The Holy Boy“ handelt von Sergio, einem Lehrer mit unglücklicher Vergangenheit, der nach Remis versetzt wird, einem abgelegenen Dorf, das als glücklichste Stadt Italiens bekannt ist. Es scheint der perfekte Ort für einen Neuanfang zu sein, doch Sergio entdeckt bald, dass sich hinter der fröhlichen Fassade der Stadt ein dunkles und beunruhigendes Geheimnis verbirgt: Jede Woche versammeln sich die Dorfbewohner, um den Matteo zu treffen – einen introvertierten 15-Jährigen. Sie sagen, Matteo sei ein Engel, dessen Umarmung einen von allen Schmerzen und Sorgen befreien kann. Doch Sergio erkennt, dass Matteo nicht nur als Erlöserfigur, sondern auch als Opferlamm wahrgenommen wird – und versucht ihn zu retten: Eine Geschichte zwischen Symbolik und über die Fragilität von Identität und Zugehörigkeit.

Das 16. SLASH Filmfestival geht zwischen 18. und 28. September im Gartenbaukino, im Filmcasino und im Metro Kinokulturhaus über die Bühne. Das volle Programm findet ihr auf slashfilmfestival.com, der Ticketverkauf startet am 5. September um 17 Uhr.

Die Österreich-Premiere von “The Toxic Avenger” wird von oeticket präsentiert.

Wir verlosen für “The Toxic Avenger” im Rahmen des 16. SLASH Filmfestivals am 21. September um 20:30 Uhr im Filmcasino 3x2 Tickets.
Das Gewinnspiel findet ihr [hier] am HEADLINER!

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