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David Lynch ist tot: eine Werkschau seiner Musikvideos

17.01.2025 von Stefan Baumgartner

Die amerikanische Regielegende David Lynch starb am 16. Jänner im Alter von 78 Jahren - vielen hat er sich wohl Anfang der Neunziger mit seiner Fernsehserie “Twin Peaks” ins kollektive Gedächtnis gebrannt: Diese lief erstmals im Herbst 1991 auf FS 2, wie das zweite Programm des ORF damals noch hieß - und somit vor einer Zeit, als dank Netflix, Prime und Disney+ alles und in Massen auch hierzulande verfügbar war. Nur wenigen verschrobenen Kino-Freaks waren bereits seine Filme aus den Siebzigern und Achtzigern, angefangen bei “Eraserhead” über “Der Elefantenmensch” und “Der Wüstenplanet: Dune” bis hin zu “Blue Velvet”, bereits ein Begriff.

Doch nicht nur cinematographisch, auch musikalisch galt David Lynch als Feinspitz: Jeder seiner Filme war mit exzellenter Musik untermalt - kein Wunder, wollte der ehemalige Kunststudent seine düsteren Bilder weniger laufen sehen, als sie atmen hören, wie es in einigen würdigen Nachrufen heißt. Speziell der Soundtrack zu “Lost Highway” (1997) ist von David Bowie über Nine Inch Nails und Trent Reznor bis hin zu Lou Reed und Marilyn Manson und Rammstein gespickt mit den größten und feinsten der Musikwelt.

Surreal, brutal, mysteriös und bevölkert von merkwürdigen, grotesken Figuren - das war die Welt von David Lynch. Und somit ist es auch kein Wunder, dass er einige Musikvideos veredelte - eine kleine Auswahl wollen wir an dieser Stelle Revue passieren lassen.

Mehr Lynch geht echt nicht: Das Video “Came Back Haunted” von Nine Inch Nails (2013) lässt mit flackernden, beklemmenden Schwarz-Weiß-Bildern eintauchen in eine düstere, hypnotische Atmosphäre, die perfekt zu NiN passt.

Übrigens: Demnächst werden Nine Inch Nails wohl ihre Welt-Tournee ankündigen. Ob wir auch einen Termin in Österreich erwarten dürfen? Meldet euch beim Ticketalarm von oeticket an, um informiert zu werden!

Moby war zeitlebens ein großer Fan von David Lynch - insbesondere “Fire Walk With Me” ist ihm besonders ans Herz gewachsen. So wird es für ihn wohl eine große Ehre gewesen sein, dass Lynch das Video zu “Shot in the Back of the Head” (2009) verantwortete.

Bereits 2008 saßen Interpol mit David Lynch zusammen, um über eine Zusammenarbeit zu sprechen - geplant wurden schließlich die Visuals für ihren Auftritt 2011 am Coachella Festival. Gefestigt wurden diese im Kurzfilm “I Touch a Red Button”, untermalt von Interpol's Song “Lights”.

2011 veröffentliche David Lynch sein erstes (von zwei) Soloalben, “Crazy Clown Time”. Naheliegend, dass er für das Video zum Titelstück auch selbst verantwortlich zeichnete - und dafür sogar seine gewöhnlichen Schwarz-Weiß-Pfade verließ …

Mit einem Zitat aus “Eraserhead” verabschieden wir uns von einer Legende:

In Heaven, everything is fine.

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