Bild: Hiro / Universal Music Group
Diese Woche ist auf Spotify wieder viel passiert und unsere HEADLINER-Playlist ist um ein paar Songs stärker! Wie jede Woche haben wir uns durch ganz viel neue Musik durchgehört und haben für euch das Beste herauskristallisiert und schön kompakt zusammengefasst, damit ihr die beste Musik immer auf eurem Handy dabeihabt! Ein paar ganz besondere Highlights aus der Spotify-Liste möchte ich aber gleich noch extra hervorheben: Denn es ist noch viel mehr passiert, als dass The Rolling Stones mit der Single “Shame, Shame, Shame” soeben eine Reissue ihres legendären “Black and Blue”-Albums aus dem Jahre 1976 ankündigen!
Natürlich gibt es dafür auch ein Super-Deluxe-Boxset: Wahlweise mit fünf LPs oder vier CDs bestückt, enthält das Package eine Blu-Ray-Disc (mit Aufnahmen aus Paris und London), ein 100 Seiten umfassendes Hardcover-Buch sowie eine Replik des Tourplakates. Aber die Neuauflage bietet auch “neue Musik”, nämlich sechs bislang unveröffentlichten Aufnahmen, darunter das von Mick Jagger und Keith Richards geschriebene “I Love Ladies” sowie eine Interpretation von Shirley & Companys „Shame, Shame, Shame“.
Wusstet ihr übrigens, dass die Stones im Rahmen der Aufnahmen mehrere Gitarristen testeten, um einen Nachfolger für Mick Taylor zu finden, der die Band 1974 verlassen hatte? Darunter befanden sich Jeff Beck, Harvey Mandel (Gitarrensolo in dem funkigen Stück “Hot Stuff”), Wayne Perkins (Gitarre in “Fool to Cry” und Solo in “Hand of Fate”) und Ron Wood (Gitarre im Reggae-Stück “Cherry oh Baby” und in dem von ihm inspirierten “Hey Negrita”). Dass Ron Wood dann “das Rennen gemacht” hat, wissen wir natürlich alle …
Doch das Beste kommt zum Schluss: Angeblich nehmen The Rolling Stones gerade den Nachfolger zu “Hackney Diamonds” auf - da liegt es nahe, dass wir vielleicht schon 2026 mit einem Konzert in Österreich rechnen könnten?!
Kraftklub veröffentlichen mit “Unsterblich sein (*)” die dritte Single ihres Ende November erscheinenden Albums “Sterben in Karl-Marx-Stadt”, mit dem sie kommendes Jahr nicht nur in der Wiener und der Grazer Stadthalle einfallen, sondern auch das FM4 Frequency bereichern werden - yay! Das Video zu “Unsterblich sein (*)” dokumentiert ihre “Kiez-Tour” durch Hamburg, in der Kraftklub ganze 15 Shows in zehn Stunden spielte: Es geht nicht nur um den Rausch, sondern auch um den Kater danach.
Bereits Ende Oktober erscheint mit “Everybody Scream” das neue Album von Florence + The Machine - heute hören wir die neue Single “One Of The Greats”. Der Song “war eine Art langes Gedicht über den Preis von Größe. Warum will ich etwas überhaupt? Warum bin ich nie zufrieden?”, so Florence Welch über den Song, und schießt nach: “Jedes Mal, wenn ich ein Album mache, stirbt ein Stück von mir." Zum Glück lebt sie noch (bzw. wieder), insofern steht der Stadthalle nix im Weg!
Erst Anfang des Monats gab es neue Musik von Portugal. The Man, nach der im Sommer total unerwartet veröffentlichten “uLu Selects Vol. 2”-EP nämlich ihre neue Single “Denali”. Und bereits heute gibt es mit zwei Songs, “Tanana” und “Mush”, einen starken und diversen Nachschlag, der auch verrät, dass ihr kommendes Album “Shish” am 7. November erscheinen wird - inklusive Tour, die sie auch nach Österreich führt! Im Gepäck: Unbehagen, Verletzlichkeit und eine verzerrte Pop-Sensibilität!
Bei seinem letzten Wien-Besuch hat Monolink 2022 die Arena ausverkauft, mit seinem neuen, dritten Album “The Beauty Of It All” springt er folgerichtig in den Gasometer: Nach dem atmosphärischen „Amniotic“ (2018) und dem cineastischen „Under Darkening Skies“ (2021) schließt dieses Werk nicht einfach nur an – auch das Album selbst hebt mit einer perfekten Symbiose aus organischer Instrumentierung und elektronischen Klanglandschaften sein Schaffen auf ein neues Niveau.
Ebenfalls heute erschienen ist mit “Midnight Sun” das neue (und fünfte) Album der schwedischen Pop-Sensation Zara Larsson! Gerade bei diesem Herbst-Wetter passt es perfekt, dass sie uns den Sommer noch etwas verlängert: „Ich wollte, dass sich das Album wie eine Sommernacht anfühlt, die niemals endet. Ein Teil meiner Seele ist eine schwedische Sommernacht. Dieses Album verkörpert genau das – wie das Leben so schön sein kann, dass man vor Glück weinen muss.“
Hoffnung, Melancholie, Freude, Schmerz: Der amerikanische Indie-Singer-Songwriter Dekker bringt alles unter einen Hut - immerhin ist er auch für das Tragen eines etwas eigenwilligen, breitkrempigen Huts bekannt. Deutlich weniger eigenwillig ist sein neues Album “Neither Up Nor Down” - vielmehr ist es der melancholischste Spaß, den man in der Popmusik haben kann, geworden. Erzählt werden da in elf Songs Beziehungsgeschichten - untereinander, zu sich selbst, zu Gott und den Eltern.