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Singlepremiere: Sinikka Monte "Dead End"

28.10.2022 von Stefan Baumgartner

Sinikka Monte ist eine 20-jährige, in Österreich lebende, finnisch-südafrikanische Sängerin und Songwriterin. Geboren wurde sie in der heimeligen schottischen Hafenstadt Kirkcaldy, seit 2006 logiert sie mit ihrer Familie in Österreich. Hier wurde durch Ballett die Leidenschaft für die Bühne entfacht, und angefeuert durch "Hanna Montana" der Traum, irgendwann vielleicht einmal in einem Atemzug mit ihren großen Vorbildern - Labrinth, Madison Beer, Raye und Ariana Grande - genannt zu werden. Bereits im Alter von 12 Jahren begann sie, ihre eigenen Lieder zu schreiben und was bisher erschienen ist, erweckt auch für das geschulte Ohr den Eindruck, dass sie in Siebenmeilenstiefeln auf dem richtigen Weg voran prescht.

Zugegeben, medial und auf den (großen) Bühnen des Landes hat sie noch nicht die Runde gemacht - obwohl es ihr und ihrer Musik eigentlich mehr als nur zu wünschen wäre, stellt sie doch bereits so früh in ihrer Karriere eine Vielzahl an gar namhaften Kolleginnen mühelos in den Schatten, nicht nur musikalisch, sondern auch konzeptuell: In ihren Texten arbeitet sie brenzlige Themen nicht nur ihrer Generation - angefangen von Mobbing über Neid bis hin zu Beziehungswirren - auf, ohne sich in Plattitüden zu verlieren. Ihre erste Single, "It Ain't You", erschien 2019, im selben Jahr gewann sie auch den "Z" Award, der jährlich von der Joe Zawinul Foundation For Achievment an einen österreichischen und an einen amerikanischen Musikstudenten geht, der mit "exceptional musical talent and passion" auffällt. In dem Falle: Mehr als gerechtfertigt.

2020 folgte die Single "Play Pretend", und die Stadt St. Pölten wurde aufmerksam: Sinikka wurde der stadteigene Förderpreis für junge Künstler*innen Youngster of Arts verliehen und sie schaffte es mit ihrer Musik ins Semi-Finale der International Songwriting Competition.

Im Jahr 2021 folgten - vielleicht auch angeheizt durch den österreichweiten Stillstand - gleich drei Singles, "Infrared", "Slayer" und "Deadlocked". Zudem teilte sie sich den dritten Preis beim Austrian Composers Association Songwriter Award im Porgy & Bess mit Elis Noa, und nahm an der RTL-Show "I Can See Your Voice" teil, wo sie als „Fitness-Model“ getarnt Juror Oliver Pocher blamierte - was aber wichtiger ist: ebendort das breite Publikum mit ihrem Gesangstalent überraschte. Kleiner Nebensatz: Sinikka Monte ist ja nicht die erste Frau, in der sich Pocher maßlos geirrt hatte.

2022 unterzeichnete die Sängerin eine Lizenzvereinbarung mit What Up Pitches, einem Musikverlag mit Sitz in Chicago und Los Angeles, der nun exklusiv und weltweit ihre Titel platzieren wird. Erschienen ist im Februar die "Deadlocked"-EP, die neben dem Titelstück, "Slayer" und "Infrared" auch "Empathy" beinhält. Nun, am heutigen 28. Oktober folgt die neue Single "Dead End".

"Dead End" entstand, wie so vieles bei Sinikka - und dies macht eine ihrer Qualitäten, die ungezwungene Natürlichkeit, aus -, aus dem Bauch heraus, als Reaktion zum Ende einer Liebesgeschichte, die sich wie im Bilderbuch hätte fortsetzen können, aber letztendlich an einem Seitensprung zerbrach. „Ich war so aufgelöst, als ich mich mit Robert Wallner zum Schreiben hinsetzte, dass ich mich unmöglich fassen und meine Gefühle unter Kontrolle bringen konnte. Der Text, der dabei herausgekommen ist, erweist sich als schonungslos ehrlich und einigermaßen ungefiltert.“ Im Gespann mit Robert Wallner (AYMZ, Lou Asril, Wenzel Beck, Lisa Pac und Pia Maria, um nur einige Bezugspunkte zu nennen) ist ein Song entstanden, mit dem sich jeder Mensch, der in seinem Leben schon einmal betrogen wurde, identifizieren kann. „Der Schmerz macht dich wahnsinnig und lässt dich monatelang wie gelähmt. Und du fragst dich, ob es irgendwas war, was du getan hast. Ich wollte nur, dass man mich endlos liebt, nicht dass ich mich davor fürchten muss, wieder zu lieben.“

Was bleibt, ist nicht nur eine Erfahrung mehr für Sinikka, sondern für ihre Hörerschaft auch ein weiteres Pop-Juwel mehr, das, um es flapsig auszudrücken, ziemlich dope für die Ohren ist. Mögen Sinikka Monte hinkünftig möglichst viele Menschen - und auch die richtigen Entscheidungsträger - hören, dann könnten irgendwann einmal auch bei ihren Stadthallen-Shows die Server krachen gehen. Aber bis dahin: Bitte dringlich nicht nur auf Spotify, sondern auch auf den noch kleinen Bühnen des Landes auftreten - denn nach einem "dead end" kann man immer noch Brücken bauen und (neue) Wege beschreiten. Nicht selten beginnt nämlich eine Bilderbuch-Karriere: genau so.

DIE WELT VON SINIKKA
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