Made in Austria

Singlepremiere: "Kill Me Now" von Ruhmer

27.09.2020 von Stefan Baumgartner

"Kill Me Now" ist das erste Solo-Lebenszeichen des Linzers Ruhmer. Das Resultat klingt lässig und tönt mit einer gehörigen Portion entspannter Fuck-It-Attitüde, sich in Vintage-Bildern suhlend.











"I never do it right, I’m doing it wrong" ... heißt es sogleich in der prägnanten Eingangszeile von "Kill me now" – als langjähriger Schlagzeuger ohne Weiteres die Fronten zu wechseln und als One-Man-Band Songs zu schreiben, könnte sich wohl tatsächlich als nicht richtig erweisen. Doch was für die anderen richtig ist, ist nicht mehr wichtig für Ruhmer; nach einer Trennung findet er sich nicht nur obdachlos, sondern auch ohne Sinn & Selbst wieder – in einer Hütte am Strand von Calais, lediglich bestückt mit einer geliehenen Telecaster, einem billigen Bass, einem Stift und seiner Stimme, begibt er sich auf die Suche: "If I stop being me, who else would I be?" Wenn die Antwort auf diese Frage das eklektisch-ironische, naiv-coole "Kill Me Now" ist, dann hört sich das, was ein emanzipierter und re-inkarnierter Solo-Künstler namens Ruhmer nun tut, ganz und gar nicht falsch an.




Ruhmer wurde in einem Linzer Vorort geboren und begann seine musikalische Karriere als Schlagzeuger. Später schlug es ihn als Toningenieur auf Filmsets in aller Welt offenbar in eine andere Richtung, bis sein Leben 2019 eine überraschende Wende nahm; als Live-Drummer spielte er große Tourneen und widmete sich, plötzlich obdachlos im französischen Calais, schließlich seinen ersten eigenen musikalischen Entwürfen. Ruhmers Debütsingle "Kill Me Now" und das dazugehörige in und rund um Berlin gedrehte außergewöhnliche Musikvideo von Nous Film (u.a. ÄTNA) sind nur die ersten Lebenszeichen aus seiner überraschenden, diversen Sound- und starken Vintage-Bildwelt, in der er sich von nun an ständig neu findet.  

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