Lemo meldet sich mit seinem persönlichen Digital Detox zurück und fischt in Retrogewässern nach analogen Leckerbissen. „Das Internet ist tot“ heißt die neue, alte Parole. Auch wenn der Inhalt so klar ist wie der Sound einer frischen 7-inch Vinyl ist Lemos neuer Song nicht nur als Kritik an der allgegenwärtigen Digitalisierung zu verstehen, sondern vor allem als eines: Eine Ode an die Gemächlichkeit, denn „jeder rennt mit 1000 Sachen durchs Leben, wir haben doch die ganze Zeit der Welt“. Die neue Single „Analoge Revolution“ des dreifachen Amadeus-Award-Gewinner (Songwriter) ist der letzte Vorbote des zweiten Albums, das Ende des Sommers erscheinen wird.
Auch im Studio ist es dieses Mal noch analoger zugegangen als sonst bei Lemo. Aufgenommen wurde in traditioneller Manier als Live-Take im Studio und ausschließlich über Mikrofone und Equipment aus den 50er, 60er und 70er Jahren. Der Legende nach hat schon Frank Sinatra über das von Lemo benutzte Mikrofon gesungen, da es in den 50er Jahren in Amerika in Verwendung war und erst 2005 nach Europa kam …
Manche Künstler gehen einen weiten Weg, um zu ihrem ganz originären Sound zu finden. Doch erst diese Umwege schaffen den Raum für einen Klang und eine künstlerische Persönlichkeit, die unverwechselbar, reif, gelassen und dabei sehr dicht und dringlich ist. Einer dieser Künstler ist eben der Wahlwiener Lemo. Aufgewachsen in Graz, blickt er auf eine Vielzahl an Bandprojekten und Live-Erfahrungen zurück, die vor rund sechs Jahren in Lemo mündeten.
Lemo hat Musik, ihre Energie und Ausdruckskraft schon immer äußerst ernst genommen. Um jene niemals dadurch zu korrumpieren, dass er mit ihr Geld zum Leben verdienen muss, verdingte er sich für den Lebensunterhalt in unterschiedlichsten Jobs. Er war unter anderem als Bahnhofsreiniger, Pizzataxifahrer, Vermögensberater oder Gitarrenverkäufer tätig. Dabei immer seine Musik im Blick, sowie seine Songs, die funktionieren wie ein Tagebuch aus seinem Leben. Eines das gefüllt ist von Emotionen der facettenreichsten Art. Von Euphorie bis Melancholie, von liebender Hingabe bis zur allumfassenden Traurigkeit über das Ende einer Partnerschaft: Lemo gießt all die Momente großen Empfindens in Songs, die dem Hörer zu einem guten Freund werden, kaum dass man sie einmal gehört hat. Dies alles vorgetragen in einer nonchalanten Natürlichkeit, sowie mit einer rauen, lebenserfahrenen Stimme, die unmittelbar in ihren Bann zieht.
Dass dies so ist, belegen Lemos bisherige Erfolge: Er veröffentlichte mit „Vielleicht der Sommer“, „So leicht“, „Der Himmel über Wien“ und „So wie du bist“ vier Singles zwischen 2014 und 2016, die allesamt hoch in die österreichischen Charts kletterten. Das 2016 erschienene Debütalbum „Stück für Stück“ schaffte es auf Platz 12 der heimischen Albumcharts. Es folgte eine Zusammenarbeit mit der EAV: “Gegen Den Wind” war nicht nur ein Highlight in Lemos Karriere, sondern auch einer der erfolgreichsten Radiohits der Ersten Allgemeinen Verunsicherung. Mit “Alte Seele, Part I”, erschien 2019 ein weiterer Song, welcher sich monatelang in den Top 20 der Airplaycharts halten konnte. Für sein Talent, wahre Emotionen in Musik zu formen, wurde er bei der Amadeus-Verleihung gleich mehrfach in vier Jahren mit dem Award als „Songwriter des Jahres“ ausgezeichnet. Dass Lemo dabei nicht nur fantastische Songs schreibt, sondern obendrein einen wunderbar warmen, analogen und damit seinen eigenen Klang gefunden hat, verdankt er seiner Ausbildung zum Tontechniker am Wiener SAE-Institut sowie seiner Arbeit als Soundmann beim ORF.
Lemos teils autobiografische, teils seine Umwelt sehr genau beobachtende Lieder, sind bereits auf Platte ein großer Genuss, bei aller Melancholie, die so manche Textzeile verströmt. Doch immer mehr spricht sich herum, dass Lemo insbesondere ein brillanter Live-Musiker ist. Umgeben von einer ebenso agil wie dezent agierenden Backing Band, spielte Lemo bereits Shows mit James Blunt, Walk off the Earth, Söhne Mannheims, Mark Forster, Revolverheld und vielen anderen. Und stets konnte er das Publikum unmittelbar für sich einnehmen. Denn Lemo ist cool und nahbar zugleich, gelassen und doch dringlich, verspielt und dennoch klar in jeder Textzeile. Ein Künstler durch und durch, der seine ganz eigene Art gefunden hat, österreichischen Pop in eine berührende Form zu gießen.
Heute Abend ist Lemo Gastjuror bei Starmania, am Sonntag Teil von #Yeswecare am Heldenplatz, akustisch spielt er am 30. März im Theater Akzent, am 9. Juli in Mötz und am 12. & 13. August auf Burg Clam – vor Pizzera & Jaus u.a.! Im November spielt er in Linz und Graz, parallel dazu ist er auf "Analoge Revolution"-Tour in ganz Österreich. Tickets gibt es bei oeticket.com.