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Album der Woche: Bruce Dickinson "The Mandrake Project"

25.03.2024 von Jaqueline Waldner

Jede Woche präsentiert ROCK ANTENNE ÖSTERREICH ihr Album der Woche. Diesmal: Iron Maiden-Legende Bruce Dickinson auf Solopfaden.

Bruce Dickinson, bekannt als Frontmann der Heavy-Metal-Legende Iron Maiden, meldet sich nach fast zwei Jahrzehnten mit einem neuen Soloalbum zurück. Die Fans können sich freuen: "The Mandrake Project" ist nicht nur ein herausragendes Hardrock-Album, sondern taucht auch in die finsteren Abgründe von Machtmissbrauch ein und offenbart neue Facetten von Bruce Dickinson.

„Afterglow of Ragnarok“ ist der erste von insgesamt 10 Songs am Album und ergibt mit seinem düsteren Charakter einen klasse Opener. Der Song startet mit einem einprägsamen Riff und gemäßigten Tempo, bevor er sich zu einer heroischen Komposition weiterentwickelt. Auch die klassischen Gitarren-Soli sind sowohl im Opener als auch im gesamten Album prominent vertreten und folgen einem epischen Leitmotiv.

Während Bruce bei Iron Maiden vor allem für seine hohe Stimme bekannt ist, zeigt er in „The Mandrake Project" auf, wie kraftvoll er auch im tiefen Register sein kann. Seine stimmliche Bandbreite kommt vor allem in Songs wie "Many Doors to Hell" „Shadow of the Gods“ oder in "Face in the Mirror" besonders zur Geltung.

„Face in The Mirror“ ist generell ein kleiner stilistischer Ausreiser und auch die einzige Ballade auf dem Album. Es ist zudem auch der einzige Song in dem Bruce Dickinson seine typische Sirenenstimme nicht zum Einsatz bringt. Der Chorus ist sehr einprägsam und simpel: die Phrase „Look at your face“ bleibt schon nach dem ersten Hören im Gedächtnis und wirkt trotz ihrer wiederholten Nutzung keineswegs aufdringlich.

Sieben Minuten haben sich noch nie so kurz angefühlt wie bei „Shadow of the Gods“. Die Hymne startet mit einem sehr gemäßigten Tempo begleitet von sanften Klavierklängen und Bruce seiner Stimme. Nach und nach bauscht sich das Arrangement auf, das Tempo nimmt zu, und schließlich gipfelt der Song in einem dramatischen Crescendo. Ein radikaler Stilwechsel findet dann im Mittelteil statt, wo die Bläser von kraftvollen Gitarrenriffs und treibenden Schlagzeugrhythmen abgelöst werden.

Bruce bedient sich in „The Mandrake Project“ nicht nur an klassischen Stilelementen, die sich strikt innerhalb der Genre-Grenzen bewegen. So werden im Mittelteil von „Fingers of the Wound“ orientalische Melodien als auch Rhythmen eingeworfen, während im Intro von „Eternity Has Failed“ peruanische Perkussionsinstrumente vorkommen.

In „The Mandrake Project“ lässt Bruce seine Liebe für melodischen Hardrock freien Lauf und kreiert mit eingängigen Refrains, beeindruckenden Arrangements und seiner unverkennbaren Stimme ein episches Meisterwerk.

"The Mandrake Project" von Bruce Dickinson ist am 1. März über BMG Records erschienen und im gut sortierten Fachhandel sowie online erhältlich.

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