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Die 15 besten Kabaretts in Österreich 2025

19.12.2024 von Stefan Baumgartner

Strom und Gas wird kommendes Jahr wieder teurer, Lebensmittel wohl nicht billiger. "Zuckerl" wird es von der kommenden Regierung aufgrund von Sparmaßnahmen auch keine geben. Nach Kika/Leiner und KTM wird mit hoher Sicherheit auch 2025 das eine oder andere große Unternehmen in die Pleite schlittern. Donald Trump wird wohl kaum umgehend die Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen beenden. Die Deutsche Bahn wird es auch kommendes Jahr unmöglich machen, Europa anstatt mit dem Flugzeug klimafreundlich mit dem Zug zu bereisen. Und ich wette, auch der kommende Sommer wird wieder oaschheiß werden, bevor überbordende Regenfälle alles, nur nicht die gewünschte Abkühlung bringen.

Kurz: Es lässt sich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass wir uns auch kommendes Jahr nicht gemütlich zurücklehnen und das Leben genießen werden - irgendwer und irgendwas wird uns definitiv ordentlich auf den Senkel gehen. Die einzige Lösung ist nicht der Alkohol (auch wenn's chemisch gesehen eine Lösung ist), sondern: Lachen. Wer also üblicherweise so ein Gfriss zieht, wie Robert Palfrader am Titelbild, dem sei dringlichst und pseudo-ärztlich empfohlen, hie und da einmal ein Kabarett zu besuchen, um sich zu erden. Nachdem auch hier die Qual der Wahl eine große ist, haben wir einige der besten Stücke des kommenden Jahres einmal rausgefiltert.

Romeo Kaltenbrunner - Heimweh

Bild: Isabella Aust

Romeo Kaltenbrunner wurde in Linz geboren und machte bereits in der Volksschule in Schweinebach seine ersten unbeabsichtigten Gehversuche im Kabarett, indem er seine Lehrer*innen anlog. Der Applaus war da noch gering, wohl ebenso später, als er etwa Wirtschaftsrecht studierte.

Applaus gab es aber bereits 2019 bei seinen ersten Gehversuchen bei diversen Open Mics, mehr noch später mit seinem Debütprogramm "Selbstliebe".

Nun folgt "Heimweh": Hier erzählt er davon, dass seine Oma (wieder einmal) im Sterben liegt und er deswegen von der großen Stadt wieder zurück aufs Land muss, somit eine Zeitreise in seine Jugend erlebt. Wir lernen seine Jugendliebe kennen, die er nicht küssen durfte, weil er die falsche Hautfarbe (und zu wenig Hektar) hatte. Und die Dorfband, die seit 15 Jahren die gleichen Hadern auf dem Zeltfest spielt, wo ihn früher die Nazis verprügeln wollten. Außerdem gibt's Grillhendl und Jägermeister. Klingt doch gut!

Romeo Kaltenbrunner spielt "Heimweh" ab Februar u. a. in der bluegarage, im Kabarett Niedermair, im Posthof, im Danubium, der ARGEkultur und im Alten Schlachthof Wels. Tickets sind [hier] erhältlich.

Toxische Pommes - Wunschlos unglücklich

Bild: Irina Leer

Toxische Pommes wurde 1990 im ehemaligen Jugoslawien geboren. Während der Jugoslawienkriege flohen ihre Eltern mit ihr nach Österreich, wo sie in Wiener Neustadt aufwuchs - davon erzählt sie auch in ihrem Debütroman "Ein schönes Ausländerkind".

Während der COVID-19-Pandemie begann sie - mittlerweile Juristin - im Sommer 2020 humoristische Videos auf TikTok hochzuladen, in denen sie sich über Sozialmilieus und boboeske Doppelmoral amüsierte.

2022 feierte ihr erstes Solokabarett "Ketchup, Mayo und Ajvar" im Kabarett Niedermair Premiere, nun folgt ihr Zweitling "Wunschlos unglücklich": Hier erbt eine linke Aktivistin eine Altbauwohnung - und stürzt in eine tiefe Krise, weil sie sich als Klassenverräterin fühlt. Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihre bisherigen marxistischen Überzeugungen zu hinterfragen und in ihren frisch geerbten vier Wänden nach einem neuen Lebenssinn zu suchen.

Toxische Pommes spielt "Ketchup, Mayo und Ajvar" weiterhin, außerdem gibt es Lesungen von "Ein schönes Ausländerkind". Ihr zweites Programm "Wunschlos unglücklich" erleben wir ab Mai etwa im Wiener Stadtsaal, bei "Intermezzo" in der Staatsoper, im Theater im Park, sowie der ARGEkultur. Tickets sind [hier] erhältlich.

Malarina - Trophäenraub

Bild: Christopher Glanzl

Auch Malarina wurde im ehemaligen Jugoslawien geboren und kam mit ihren Eltern nach Österreich, wuchs in Innsbruck auf - bevor sie 2011 in die "Hauptstadt der Misanthropie" flüchtete.

Dort studierte sie Komparatistik an der Uni Wien, lässt sich mit dem Abschluss aber noch etwas Zeit - seit 2019 versucht Malarina aber durch das Kabarett zur Völkerverständigung "zwischen den Schwabos, Tschuschen und Elite-Tschuschen" beizutragen.

Nach ihrem Bühnendebüt mit "Serben sterben langsam", in dem sie u. a. den schmerzhaften Verlust von HC Strache verarbeite, beschäftigt sie sich nun in ihrem zweiten Programm "Trophäenraub" mit dem Phänomen der "Trophäen-Frauen" aus dem Osten. Sie lässt ihre Vergangenheit als Sozialistin hinter sich und schwört, auf der Suche nach altem Geld, der FPÖ ab und fragt: Wer wird in Österreich eigentlich beraubt? Die österreichischen Frauen, denen ein reicher ÖVPler entgeht, oder die balkanischen Männer, denen die Trophäen-Frauen gestohlen werden?

Malarina spielt ihr zweites Solo ab Februar u. a. im Wiener Stadtsaal, im Wiener Orpheum, im Kabarett Niedermair, der Kulisse, im Theater im Park, sowie in den Bundesländern u. a. in der ARGEkultur, dem Posthof, dem Danubium, Orpheum Graz, der Bühne im Hof und Spielboden Dornbirn. Tickets sind [hier] erhältlich.

Alfred Dorfer - Gleich

Bild: Moritz Schell

Alfred Dorfer vorzustellen hieße, Eulen nach Athen zu tragen. Man muss schon unter einem Stein aufgewachsen sein, um ihn, der etwa auch Filme wie "Indien" (mit Josef Hader) oder "Muttertag" (mit Roland Düringer) veredelte, nicht zu kennen. Aber Funfact: Meine Mutter war dereinst, in den Achtzigern und Neunzigern, Lehrerin in Wien. In ihrer Klasse drückte auch einer der beiden Neffen Alfred Dorfers die Schulbank. Meine Volksschulzeit hingegen durchlitt ich parallel dazu mit dem zweiten, jüngeren Neffen Dorfers. Und so bekam meine Mutter schon früh die Schmähs von Dorfer gleich in drei Versionen erzählt: Noch bevor sie bühnenreif waren in der eigenen Klasse von dem einen Neffen, mittels Stille Post am Mittagstisch und in kindlicher Verknappung von mir, der die Witze vom anderen Neffen hatte. Und schließlich dann auch gut einstudiert auf der Kabarettbühne von Alfred Dorfer selbst. Aber das nur so nebenbei.

Jedenfalls präsentiert Alfred Dorfer nun sein neues Solostück "GLEICH", ein satirisches Ein-Mann-Theater. Hierin schlüpft Dorfer im elegant-rasanten Wechsel in die unterschiedlichsten Figuren - etwa Großmütter, Wirten, Bären, Karpfen und Sonnenblumen. Dürfen wir das Gesehene für bare Münze nehmen? Naja. Zumindest: Die Zeitebenen verschwimmen ineinander, Poesie und Wortwitz, Philosophie und Phantasie ebenso.

Alfred Dorfer spielt "GLEICH" ab Jänner u. a. im Wiener Stadtsaal, auf Burg Perchtoldsdorf, im Orpheum Graz und Wien, in der Stadthalle Ybbs, der Kulisse, der Uni Klagenfurt, im Linzer Posthof, im Spielboden Dornborn und der Bühne im Hof. Tickets sind [hier] erhältlich.

Moritz Neumeier - Was soll passieren?

Bild: Daniel Dittus

Moritz Neumeier ist ein deutscher Stand-up-Comedian, aber trotzdem gut.

Besonders bemerkenswert ist sein 2015 ins Leben gerufener wöchentlicher Videoblog, der zunächst "Auf eine Zigarette mit Moritz Neumeier", anschließend "Auf einen Kaffee mit Moritz Neumeier" betitelt war und u. a. von ZEITonline präsentiert wurde. Hier redete Neumeier, bis der Blog 2019 eingestellt wurde, vorrangig über gesellschaftliche Themen wie Fremdenhass und Sexismus.

Unter anderem um Fremdenhass dreht sich auch sein neues (neuntes) Programm "Was soll passieren?": Aber nicht nur um Nazis und Widerstand, auch um Angst vor der Zukunft, Morddrohungen, Freund*innen, Therapie, Priveligen, Anarcho-Syndikalismus, Kinder, Kapitalismus, Versagen, Mut, Veränderung und Anstand. Aber in lustig. Also in dermaßen lustig, dass man sich den Bauch halten muss vor Lachen. Manchmal schluckt man vielleicht auch kurz und fragt sich, ob der da oben auf der Bühne das ernst meint.

Moritz Neumeier präsentiert im April im Wiener Stadtsaal die Österreich-Premiere von "Was soll passieren?". Tickets sind [hier] erhältlich.

Jochen Malmsheimer - Statt wesentlich die Welt bewegt, hab ich wohl nur das Meer gepflügt

Bild: Jochen Malmsheimer

Auch Jochen Malmsheimer ist ein deutscher Kabarettist, bürgt aber ebenfalls trotzdem für Qualität.

Ab 1981 sammelte er Bühnenerfahrung als Sänger der Bluesband Vatermörder, die sich stilistisch an den Blues Brothers orientierte und häufig in Kneipen, aber auch auf größeren regionalen Veranstaltungen auftrat. Bekannt wurde Malmsheimer als die eine Hälfte des Kabarett-Duos Tresenlesen mit Frank Goosen, seit 2000 tritt Malmsheimer jedoch überwiegend als Solokünstler auf und hat eine eigene Kunstform geschaffen: das epische Kabarett, kennzeichnend für seine Auftritte ist die Herausarbeitung von Profanitäten des Lebens.

So dreht sich sein neues Programm mit dem überlangen Titel etwa um den Fundamentalirrtum Radfahren, die Seltenheit von Kunst, ihre rätselhafte Beziehung zum Mond und andere große und mittelgroße Fragen, und zwar sehr rigoros. Was wirklich geschieht, weiß allein der Wind!

"Statt wesentlich die Welt bewegt, hab ich wohl nur das Meer gepflügt" von Jochen Malmsheimer spielt es Ende März im Danubium Tulln und im Wiener Stadtsaal. Tickets sind [hier] erhältlich.

Andreas Rainer - Wiener Alltagspoeten

Seit sieben Jahren sammelt der Wiener Alltagspoet Andreas Rainer Zitate, Situationen und Skurrilitäten aus dem Wiener Alltag. Sein Blick in der Stadt der großen Bühnen richtet sich vor allem auf die kleinen Gassen, Kaffeehäuser, U-Bahnstationen und Supermärkte, in denen sich tagtäglich Komödie und Tragödie die Hand geben. Nach vier Bestsellern tritt er nun erstmals selbst auf die Bühne, um an einem Abend das Unmögliche zu versuchen: einen Leitfaden zu erarbeiten, wie man die lebenswerteste Stadt der Welt überlebt.

Wie kann es sein, dass Wien gleichzeitig die lebenswerteste, aber auch die unfreundlichste Stadt der Welt ist? Wieso haben wir die Muße, den ganzen Tag im Kaffeehaus zu vertrödeln, schreien aber panisch nach einer zweiten Kassa, wenn drei Leute vor uns im Supermarkt anstehen? 

Anhand von Bildern und Zitaten aus dem Wiener Alltag wird einen Abend lang das Bild einer Stadt gezeichnet, in der man mit Prunk um sich wirft, während zwanzig Meter weiter bereits die Welt untergeht: Für Wiener*innen und alle, die es noch werden wollen. Manchmal steht nur ein Spritzer zwischen Rettung und Weltuntergang.

ÜBRIGENS! Alle Wiener Alltagspoet*innen (und auch alle anderen) können aktuell die volkshilfe Österreich mit einer Spende unterstützen und etwas gegen Kinderamut tun - etwas, was unser Kanzler Nehammer ja seit vergangener Legislaturperiode nicht schafft. Einfach aufs Bild oder [hier] klicken - letztes Jahr kamen unglaubliche € 46.060 zusammen!

Andreas Rainer zitiert aus dem Wiener Alltag ab April im Kabarett Niedermair. Tickets sind [hier] erhältlich.

Fritz Jergitsch - Die Tagespresse live

Bild: Markus Wache

Hast du dich jemals gefragt, wie es bei der Tagespresse hinter den Kulissen abläuft? Braucht man in einem Land wie Österreich noch Satire? Und hat der Tagespresse-Anwalt eigentlich schon ein Burnout?

Das und noch mehr erzählt Chefredakteur Fritz Jergitsch. Dabei gewährt er nicht nur Einblicke in die Redaktion, sondern erzählt auch Anekdoten aus über 10 Jahren Tagespresse. Wir erfahren, wie Millionen Chinesen auf einen Tagespresse-Artikel reingefallen sind und weshalb die Freiheit der Satire ausgerechnet bei Bastelshops endet. Dazu liest Jergitsch eine Auswahl der besten Artikel.

"Planet Tagespresse" spielt es laufend im Rabenhof Theater, Einblicke in die Welt der Tagespresse gibt es ab Jänner aber auch im Stadtsaal Wien, dem Kabarett Niedermair, sowie u. a. in der ARGEkultur, dem Posthof, den Orpheum Graz, dem Konzerthaus Klagenfurt und der Tischlerei Melk Kulturwerkstatt. Tickets sind [hier] erhältlich.

David Stockenreitner - El Disablo - Ein Krüppelspiel

Bild: Stefan Joham

David Stockenreitner wurde 1990 in Villach geboren - und zwar "noch nicht ganz al dente", wie er selbst sagt: Sein linkes Bein funktioniert wenig, noch weniger sein rechter Arm. "Im Volksmund wird das Behinderung genannt." Bereits im Brutkasten verfasste er (angeblich!) erste Texte über die beengenden Lebensverhältnisse der Arbeiterklasse.

Nach Jahren in einer christlichen Kuschelecke und einer unnotwendigen Schulzeit zog David Stockenreitner nach Wien, um Theater-, Film- und Medienwissenschaft zu studieren - für eine steile Karriere vielleicht auch nicht der allerklügste Schachzug. Aber immerhin bot das Studium genug Zeit für die ersten kabarettistischen Gehversuche, vorerst auf Englisch, anschließend auch auf Deutsch.

Nun sagt David Stockenreitner nach über 30 Lebensjahren in seinem Programm "El Disablo" ja zur Kriminalität, weil eigentlich sollte es für Menschen mit Behinderung hierfür eine Sonderregelung geben ... Er hat nämlich seine eigene Gesetzestreue endgültig satt und es stinkt ihm gewaltig, dass man Behinderten nicht zutraut, verschlagen und hinterhältig sein zu können – dabei wäre das ein wichtiger Schritt in Richtung Akzeptanz und Inklusion. Außerdem ist ja ohnehin schon alles egal, weil die Welt sowieso zu Grunde geht - insofern ist es Zeit, das restliche Leben nicht nur mit den schlechten Erfahrungen der ehrlichen Arbeit zu vergeuden.

David Stockenreitner präsentiert sein "Krüppelspiel" ab Jänner u. a. im Kabarett Niedermair, der Kulisse, der ARGEkultur, der Stadthalle Ybbs und im Posthof. Tickets sind [hier] erhältlich.

Michael Bauer - Was frag ich auch so blöd?

Bild: Michael Bauer

Aufgewachsen in Wien Liesing - genauer gesagt im "Edel-Ghetto" Alt Erlaa - war Michael Bauer schon immer an Film, Fernsehen und lustigen Dinge stärker interessiert, als andere Kinder. So lernte er bereits früh Barbie-Werbespots auswendig.

Aktuell ist er als Kabarettist und unter dem Pseudonym Heidelbeerhugo als Online Content-Creator tätig, um Menschen zum Lachen zu bringen - bevorzugt mit Alltagssituationen und damit verbundenen blöden Fragen.

"Blöde Fragen" sind auch Kern seines Debüt-Kabarettprogramms "Was frag ich auch so blöd?". Wir alle kennen das: Jeder von uns hat schon zumindest einmal im Leben eine Frage gestellt und währenddessen gewusst, dass die Antwort ein Blödsinn sein wird. Insbesondere, wenn man einen sechzehnjährigen Sohn hat und eine Frau die alles, außer sie selbst ist, wenn sie hungrig ist. Vor allem im Büro agiert Michael Bauer mit besonderem Fingerspitzengefühl, wenn sein Chef mal wieder weinend aus der Vorstandspräsentation zurückkehrt und er fragt: "Was isn leicht?" So geht Empathie!

Michael Bauer fragt laufend im Kabarett Niedermair, der Kulisse, der Stadtgalerie Mödling und im Donauhof Zwentendorf blöd. Tickets sind [hier] erhältlich.

Benedikt Mitmannsgruber - Der seltsame Fall des Benedikt Mitmannsgruber

Bild: Anna Sophie Kölbl

Benedikt Mitmannsgruber (Freunde nennen ihn auch Benedikt Mitmannsgruber) wurde 1996 im Mühlviertel geboren, seit Sommer 2017 schreibt er lustige Texte und war damit auch schon bei Gerald Fleischhacker ("Die Tafelrunde") und Hosea Ratschiller ("Pratersterne") zu Gast. Seit Oktober 2020 ist er auch Teil des Teams der Tagespresse.

Sein Kabarett „Der seltsame Fall des Benedikt Mitmannsgruber" ist ein Programm über Männlichkeit und Identität, aber auch Offenbarungen und Kurkuma. Erzählt wird das groß angelegte Schicksal eines jungen Antihelden und der Menschen, denen er in seinem Leben begegnet: Er findet die Liebe, trifft Verschwörungstheoretiker, wird enttäuscht, muss in Isolation und lernt, was von zeitloser Bedeutung ist: Sein Hund, seine Freundin und Avocado-Aufstrich.
 Aber natürlich darf man neben dem fantastischen Programm nicht vergessen: Auch optisch wird so ein Abend mit Benedikt Mitmannsgruber eine Augenweide - immerhin gilt er weltweit als schönster Bartträger in Norwegerpullis ...

In die seltsame Welt zwischen Schnauzbart, Norwegerpulli und Mühlviertler Eleganz taucht Benedikt Mitmannsgruber laufend u. a. im Wiener Stadtsaal, der Kulisse, dem Orpheum Wien, im Theater im Park, der Johann-Pölz-Halle, der SZENE Salzburg, der Helmut List Halle, der Stadtgalerie Mödling und dem VZ Komma Wörgl. Tickets sind [hier] erhältlich.

Petutschnig Hons - Bauernschlau

Bild: Sebastian Klampferer

Als Kärntner hatte ich - dem Villacher Fasching sei Dank - lange Zeit Angst vor lustigen Bauern. Wolfgang Feistritzer alias Petutschnig Hons, auch Kärntner, hat mich jedoch von dieser Angst befreit.

Seine ersten Bühnenerfahrungen sammelte er bereits 2000 beim Laientheater Gmünd in Kärnten, seit 2013 produziert „Petutschnig Hons aus Schlatzing“ in Eigenregie Videos für Social Media. Er veröffentlichte seine Videos zunächst auf Facebook, mittlerweile auch auf YouTube, Instagram und TikTok. Als Schauspieler war er im Kinofilm „Das schaurige Haus“ (2020) sowie in den Landkrimis „Waidmannsdank“ (2020) und „Bis in die Seele ist mir kalt“ (2024) als Nebendarsteller zu sehen. Als Musiker erreichte er 2022 mit dem Song „15er Steyr“ den Status 3-fach Platin und mit „Motorsoog“ die Goldene Schalplatte.

Nach "Aufs Maul", "Gusch GmbH", "Der Teufel fährt Lada" und "Ich will ein Rind von dir!" erleben wir aktuell den Bauernschlauen in seinem aktuellen Programm --- "Bauerschlau", richtig. Wenn Immobilienhaie, Finanzberater oder Landmaschinenvertreter in die Dörfer fahren und mit ihren Geschäften versuchen, einfache Leute reinzulegen, dann sollten sie einen großen Bogen um das Haus vom Petutschnig Hons machen. Viele haben es beim Kultbauern aus Schlatzing versucht und alle haben sich ihre Goldzähne ausgebissen. Hons, der Anzugträgern gegenüber bissiger ist als ein vegan gefütterter Dobermann, hat die Schule des Lebens besucht und er war ein Musterschüler, der sich an jede einzelne Unterrichtseinheit erinnert.

Als überaus "bauernschlau" präsentiert sich Petutschnig Hons etwa im Danubium Tulln, dem Wiener Orpheum, im Stadtsaal Hollabrunn, der Helmut List Halle und im Posthof. Tickets sind [hier] erhältlich.

Robert Palfrader - Allein

Bild: Ingo Petramer

Auch Robert Palfrader braucht man, wie seinen Kollegen Alfred Dorfer nicht vorzustellen - ist er immerhin sogar Kaiser von Österreich.

Nun gibt es mit dem schönen, knappen Titel "Allein" sein bereits viertes Kabarettprogramm: Es ist dies ein Abend für Gläubige gleichermaßen wie Agnostiker und Atheisten - und alle, die noch etwas davon werden wollen. In seinem ersten Solo-Programm erzählt er, was ihn vom katholischen Klosterschüler zum Atheisten gemacht hat und warum ihm Religion - auch heute noch - trotzdem wichtig ist. Er weiß jetzt alles über sein Genmaterial, sowohl mütterlicherseits als auch väterlicherseits (passend dazu sein Debüt-Roman "Ein paar Leben später"!). Und was das mit seiner Fan-Post zu tun hat. Und dass das vielleicht ein bisserl mehr ist, als er eigentlich wissen wollte. Er führt Gespräche mit einem Krankenhauskeim, einem polnischen Anthropologen, einem Bettler, einem Partygast, seinem Ur-Großvater und Gott. Über Schopenhauer, genetische Disposition, Integration, intelligentes Design, Bitcoin, Homöopathie, Feng Shui, den freien Willen und warum Jamaica eines der wenigen Länder ist, welches noch nie einen Angriffskrieg geführt hat ...

"Allein" mit Publikum ist Robert Palfrader ab Februar u. a. im Wiener Stadtsaal, dem VAZ Schottwien und dem Kursaal Bad Hofgastein. Tickets sind [hier] erhältlich.

Gunkl - Nicht nur, sondern nur auch

Bild: Robert Peres

Erstmals machte sich Günther Paal seinen Namen als Mitglied der Gruppe Wiener Wunder, die 1986 mit "Loretta" einen Top-10-Hit in den österreichischen Charts hatte und 1994 den Soundtrack zum österreichischen Kinoerfolg "Muttertag" beisteuerte. Ein Wiener Wunder ist Gunkl aber ohnehin, ist er immerhin seit Dorfers Donnerstalk "Experte für eh alles".

Neben Kollaborationen mit u. a. Gerhard Walter ("Herz & Hirn") spielt Gunkl aktuell sein 14. Kabarett-Solo "Nicht nur, sondern nur auch" - es ist dies, wie könnte es auch anders sein, ein "ziemlich ungeordneter Versuch über Ordnung zu reden". Weil: Irgendwie sind wir Menschen ziemlich eng im Würgegriff der Hilfszeitwörter. Also, nicht der Wörter selbst, aber das, was damit beschrieben wird, das bestimmt sehr stark das Terrain, in dem unser Handeln abläuft: Können! Müssen! Wollen! Wer alles weiß und kann, aber nichts will, wird nix tun. Gut, außer, er muss. Aber dann macht er nur so lange, bis er nicht mehr muss. Und wenn er alles weiß und kann, wird er sich das so einrichten, dass er immer weniger muss, und dann wird er mit der Zeit auch nix mehr machen. Und so zu leben, also das muss man schon echt wollen. Willst du nicht mehr erfahren? Dann auf ins Kabarett!

Den "ziemlich ungeordneten Versuch, über Ordnung zu reden" von Gunkl spielt es laufend in der Kulisse, dem Kabarett Niedermair, dem Wiener Stadtsaal und dem Orpheum Wien, sowie u. a. auch in der ARGEkultur und im Theater am Saumarkt. Tickets sind [hier] erhältlich.

Christoph Fritz - Zärtlichkeit

Bild: Roland Ferrigato

Christoph Fritz wurde 1994 in Niederösterreich geboren und war nach seinem Studium "Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung" kurz bei einer Versicherung beschäftigt. Anschließend merkte er wohl, dass er eigentlich lustiger ist, als ihm das Leben erlaubt.

Auch er war bereits in den Sendungen "Die Tafelrunde" und "Pratersterne" zu Gast, Teil des Rateteams von "Was gibt es Neues?" und auch neben u. a. Klaus Eckel und Thomas Stipsits Teil vom Kabarettgipfel in der Wiener Stadthalle. Über sein Debüt "Das Jüngste Gesicht" urteilte die Wiener Zeitung: "Bitterböse Satire mit Babyface-Bonus".

Aktuell erleben wir Christoph Fritz in seinem zweiten Programm, "Zärtlichkeit" - worüber gar die renommierte Die Presse schrieb: "Christoph Fritz berührt Herz und Hirn. Mit minimalistischer Kunst spielt er sich in absurde Höhen mit fabelhaften Begegnungen." Manchmal verzehrt Christoph Fritz sich nämlich so sehr nach Nähe, dass er sich über den Erhalt von Spammails freut oder die an den Vorvormieter adressierten Briefe. Da man auf Spammails aber nicht antworten sollte und das heimliche Öffnen von fremden Briefen über Wasserdampf bekanntlich auch keine Dauerlösung darstellt, begibt er sich auf die Suche nach Intimität, die er an Orten findet, an denen er sie nicht vermutet hätte. Das kann dann auch mal die Ordination eines Urologen sein ...

Momente der "Zärtlichkeit" mit Christoph Fritz gibt es u. a. im Wiener Stadtsaal, dem Orpheum Wien und der Kulisse, sowie u. a. im Orpheum Graz, dem Konzerthaus Klagenfurt, der Bühne im Hof und dem Posthof. Tickets sind [hier] erhältlich.

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