Bild: Menschen für Menschen (mit KI erstellt) Bild: Menschen für Menschen (mit KI erstellt)
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Menschen mit Menschen tanzen für Menschen für Menschen

27.03.2025 von Stefan Baumgartner

Bereits im Jahre 2017 durfte ich mit Menschen für Menschen ein schönes Projekt gemeinsam umsetzen: Damals gastierte “Afrika! Afrika!” in Österreich und von jedem verkauften Ticket kamen 50 Cent der Arbeit von Menschen für Menschen zugute. Seit über 40 Jahren setzt sich die von Karlheinz Böhm gegründete Organisation für langfristige Verbesserungen in entlegenen Regionen Äthiopiens ein. Im Mittelpunkt der Projektarbeit stehen dabei immer die Menschen: von der Planung bis zur Umsetzung wird die Bevölkerung vor Ort aktiv in die Arbeit miteinbezogen. Nach dem Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ konnten bisher unter anderem über 15.000 Hektar Land aufgeforstet, 2.853 Brunnen gebaut und 470 Schulen errichtet werden.

Ich wurde damals von Menschen für Menschen eingeladen, nicht nur auf ihre Berichte zu vertrauen, sondern auch selbst Eindrücke in ihren zahlreichen Projektgebieten zu sammeln: Eine Einladung, die ich damals mit Spannung und Interesse, aber auch großem Respekt annahm. Nur zu gut war mir etwa die letzte Hungersnot 2016 in Äthiopien in Erinnerung geblieben, mit bis aufs Skelett abgemagerten Menschen. Doch in Äthiopien begenete ich damals nicht nur dem Schmerz, sondern auch dem Lächeln: “Wo viel Schatten, ist fürwahr auch viel Licht”, schrieb ich in meinem Bericht, der [an dieser Stelle] nachzulesen ist.

Ich stieß damals auf eine Vielzahl an Familien, die wenig hatten - im Überfluss hatten sie jedoch Gastfreundschaft. Während sie mir ihre berührenden, intimen, schmerzhaften Geschichten erzählten, darüber berichteten, wie Menschen für Menschen den Kindern Schulbildung ermöglichte, die Frauen emanzipierte, dem Dorf medizinische Betreuung und Trinkwasser ermöglichte, wurde das Dank der Arbeit von Menschen für Menschen mittlerweile vielfältige Gemüse-Angebot frisch aufgekocht und mit mir als interessierten Gast geteilt: So fühlte ich mich in jeder der Familien nicht als Fremdkörper, der lediglich seiner Arbeit nachging - sondern stets als Teil der Familie, des Dorfes. Und bis heute schwingen die Erinnerungen nach: Als ich Auge in Auge mit einer Hyäene war, sie mir ein Stück Fleisch direkt aus dem Mund schnappte. Als eine Kiosk-Verkäuferin in Tränen ausbrach, da ich ihr wenige Cent als Trinkgeld überlaß. Als Kinder mich spontan zum Billardspielen einluden und wir gemeinsam der Sprachbarriere zum Trotz den Spaß unseres Lebens hatten. Als ich für 10 Tage hindurch fast nie Internet oder Telefon-Empfang hatte und gerade deswegen jede Sekunde in Äthiopien ungeheuer wertzuschätzen wusste - in einem Land, das zu Sonnenaufgang wie Sonnenuntergang und auch in all den Stunden dazwischen so viele Schönheiten vorzuweisen hat, dass man beinah rund um die Uhr einfach nur überwältigt ist.

Eindrücke aus Äthiopien, 2017. (Fotos: Angelika Goldmann, Stefan Baumgartner)

Stand up and Dance

Und nun freue ich mich, ein Projekt von Menschen für Menschen auf heimischem - wienerischen - Boden vorzustellen: Mitten im Feierabendverkehr wird am 10. April ab 18:30 Uhr eine Straßenbahn zum Dancefloor für Menschlichkeit, lädt Menschen für Menschen doch zur After-Work-Disco auf Schienen. Unter dem Motto „Stand up and Dance“ verwandelt sich die Straßenbahn im MFM-Design in einen rollenden Dancefloor mit Partyhits aus vier Jahrzehnten und einer klaren Botschaft: “Wir wollen Menschlichkeit sichtbar machen!” DJ Egmont Scott spielt jedoch in der Disco-Bim nicht nur bei uns, in Europa, altbekannte Hits, sondern wird auch ein paar äthiopische Songs - inspiriert vom Lagerfeuer in Kachisi! - einwerfen.

Bis 21:30 wird die MFM-Straßenbahn den Ring umrunden und hält für Ein- und Aussteiger etwa alle 30 Minuten am Schwedenplatz, an der Haltestelle der Straßenbahnlinie 2 an.

Die Disco-Bim ist Teil der neuen Kampagne „Zusammenstehen für Menschlichkeit“, mit der Menschen für Menschen den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und zum Mitmachen motivieren will. „Gerade in unruhigen Zeiten ist es umso wichtiger, füreinander einzustehen, sich gegenseitig zu unterstützen und die Kraft der Gemeinschaft zu nutzen. Gemeinsam können wir auf dieser Welt viel zum Positiven verändern“, betont Alexandra Bigl, Vorstand von Menschen für Menschen Österreich. Mit der Disco-Bim wird genau diese Haltung nach außen getragen – laut, fröhlich und mitten im Herzen der Stadt. Denn Menschlichkeit zeigt sich im Handeln und wofür wir gemeinsam einstehen: „Stand up and Dance“ ist ein kraftvolles Zeichen - für Zusammenhalt, für Chancengleichheit und für eine Zukunft, in der Menschlichkeit spürbar und sichtbar ist. „Mensch zu sein ist eine Haltung, die für uns alle wichtig ist, unsere Herzen wärmt und Spaß macht. Das wollen wir gemeinsam mit den Gästen bei unserem Event in der Disco Bim feiern“, so Alexandra Bigl.

Für die Mitfahrt in der MFM-Disco-Bim benötigt ihr keinen Fahrschein der Wiener Linien, sondern ein Ticket, das für € 12 [an dieser Stelle] erhältlich ist. Mit dem Ticket könnt ihr nur eine Runde mit der Disco-Bim mitfahren, oder auch alle drei Stunden - ganz wie es euch beliebt.


Live-Termine


Menschen für Menschen: "Stand Up and Dance" in der Disco-Bim

10. April 2025 | Wien, Schwedenplatz (Linie 2)


Infos auf dem Stand vom 27.03.2025  

Tickets

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