Bild: Kidizin Sane
AVEC: Ihre erste EP "Heartbeats" schlossen wir bereits 2015 ins Herz, die erste (sehr erfolgreiche) Single "Granny" (nebenbei: Ich muss mal wieder in die Vollpension!) hat den Weg zum jugendlich-melancholischen Debütalbum “What If We Never Forget” geebnet. Nicht nur Ed Sheeran zeigt, dass es kein großartiges Klimbim braucht, um große Geschichten zu erzählen: Auch an AVEC schätzen wir ihre schlichte Art, nur mit Gitarre und Stimme ganze Welten heraufzubeschwören.
Und nun kommt, am 24. Jänner (und somit einen Tag vor ihrem Auftritt am FM4 Geburtstagsfest), das zweite und selbstbetitelte Album: Hierauf verbindet AVEC die bittersüßen und zärtlichen Momente des Lebens nahtlos miteinander. Die Sammlung der neuen Lieder verkörpert ihre charakteristische Mischung aus sanften Melodien, introspektiven Texten und cinematischen Klanglandschaften. Roh und intim taucht das Album in die Komplexität menschlicher Beziehungen und persönlicher Introspektion ein und lädt die Hörer*innen in eine Welt ein, in der Verletzlichkeit auf Widerstandsfähigkeit trifft und Herzschmerz mit Hoffnung tanzt. Jeder Track auf auf dem Album fängt einen einzigartigen emotionalen Ton ein und führt die Hörer*innen durch eine zutiefst persönliche Reise. Die atmosphärische Tiefe des Albums schafft eine lebendige emotionale Landschaft - weitläufig und doch detailreich. Es ist eine tiefgründige Erkundung menschlicher Emotionen, von der Euphorie der Liebe bis hin zu den Tiefen des Herzschmerzes.
Den letzten Vorboten zu "Avec", "King of Spain", hören und sehen wir auf YouTube:
Der Song ist eine kraftvolle, lyrisch intensive Erkundung von Ego, Übermaß und den Illusionen selbsternannter Königlichkeit. Mit scharfem Witz und emotionaler Tiefe erzählt AVEC die Geschichte einer ehemals mächtigen Figur, deren Ehrgeiz sich in Selbstzerstörung verwandelt hat - kurz: "Größenwahn".
Mit beißenden Zeilen wie „I’ve been feeling sorry for your cat / poor thing, blind and deaf“ bringt sie die Absurdität von hartnäckigem Stolz und leerem Reichtum auf den Punkt. Ihre Texte beleuchten eine ironische Welt, in der sich dieser selbsternannte „König“ an die Macht klammert und zugleich von der Erinnerung an eine verlorene Beziehung verfolgt wird. Die Zeile „All hail the king“ dient gleichermaßen als Satire und Klagelied und spiegelt den Sturz einer Person wider, die an einer Illusion festhält. Mit AVECs eindringlicher Stimme und einer Produktion, die mit jedem Vers die Spannung steigert, wird „King of Spain“ zur Hymne für all jene, die miterleben mussten, wie jemand an seinem eigenen Hochmut zugrunde geht.
'King of Spain' ist persönlich. Es ist eine Geschichte, die ich durchlebt und durchkämpft habe – und dies war mein Weg, sie endlich loszulassen. Ich kann dieses Kapitel meines Lebens abschließen und heilen.