Bild: Gabriel Hyden
Hold ist das Soloprojekt des aus der Wiener Band Vague bekannten Sängers und Gitarristen Gabriel Hyden, der für zahlreiche KünstlerInnen wie Sophia Blenda, Culk, Oehl, AVEC, Mynth und viele mehr als Filmemacher auch schon Videos verantwortet hat. Man bemerkt gleich, dass hier ruhigere Töne angestimmt werden und fühlt sich an den Indie Folk der frühen 70er erinnert. In Eigenregie und mit einfachsten mitteln nimmt Gabriel die Songs in seinem kleinen Studio in Wien auf und schickt sie ohne Eile in die Welt hinaus. Die Lieder können und dürfen reifen, sie haben kein Ablaufdatum.
Die nach "Happy Alone" neue Single „Home“ greift das Thema der zwischenmenschlichen Nähe auf. Es geht darum die Hand auszustrecken und einzuladen auch wenn man sich des öfteren im Stich gelassen fühlt oder enttäuscht wurde. „It is hard to reach for something, in the times of no reply, would have loved to hear you sayin´, that it´s good to be in sight.“ eröffnet Hyden. Er beschreibt darin wie lähmend es sein kann wenn gewünschte Nähe unerwidert bleibt. Diese Nähe und damit ein imaginäres Zuhause möchte er mit „Home“ anbieten: „Come on over, the Window´s open, in the Kitchen the Stove´s still warm, the Guitar sure needs some tuning, find the Notes where they belong.“ Aus einer gefühlten Distanz darf man von oben auf die Welt schauen die man den anderen anbietet. In dieser darf man zerbrechlich sein, darf man Gefühle zeigen und sich dabei gut aufgehoben fühlen. Es soll noch einmal warm und gemütlich werden bevor man sich wieder in die vermeintliche Dunkelheit begibt. Am Ende bleibt der Wunsch seine Sache gut gemacht zu haben: „Would´ve loved to hear you saying, that it´s good, to be alive.“ Reduziert auf Gitarre und Orgel bringt „Home“ einen Hauch Besinnlichkeit mit in die kalte Jahreszeit.