Bild: Max Hausmann
In seiner neuen Single "Donau" erzählt TOBER über Einsamkeit, Sehnsucht und den Versuch, inmitten des Großstadtlärms Ruhe zu finden. Am 6. November wird sie bei einem ganz besonderen Konzert im legendären Rhiz auch live präsentiert.
Die Donau fließt nicht nur durch mehr Länder als jeder andere Fluss der Welt - nämlich zehn -, und auch gleich vier Hauptstädte (Wien, Bratislava, Budapest und Belgrad), sondern gewissermaßen auch durch unsere Ohren: Die Donau ist bei uns Bühne und Resonanzraum gleichermaßen, hinterlässt ein kulturelles Echo, das von Avantgarde bis Pop reicht; In Wien verwandelt sich jedes Jahr im Sommer die Donauinsel beim gleichnamigen Fest in die größte Freiluftbühne Europas - und das sogar kostenfrei, für alle zugänglich. Natürlich zieht sich in Wien die Donau nicht nur durch die Stadt, sondern auch das Jahr über durchs Nachtleben - liegt doch etwa das Flex direkt am Ausläufer-Kanal der Donau.
Weiter flussaufwärts, in Linz, hat über leider viel zu wenige Saisonen hinweg das LIDO SOUNDS den Beweis angetreten, dass ein Festival am Wasser auch urban und progressiv sein kann. Zwischen Industrieästhetik und Donaupanorma durften wir hier zwischen 2023 und 2025 so fantastische Künstler*innen wie Die Toten Hosen und Wanda, Florence + The Machine und Interpol, Kraftklub und Nina Chuba abfeiern - dabei ein bisschen Primavera-Feeling auch nach Österreich holen. Und auch nächstes Jahr wird Nina Chuba, aber auch Pizzera & Jaus besondere Konzerte direkt an der Linzer Donaulände spielen!
In Krems schwingt der Fluss in anderer Frequenz, tiefer, leiser, poetischer: Das Donaufestival im Mai zählt als eines der wichtigsten Avantgarde-Festival Europas und bespielt die Donau gewissermaßen als Konzept, als Strömung, als Gegenwart und Dissonanz. Nicht weit davon entfernt, beim Glatt&Verkehrt, trifft im Juli Weltmusik auf barocke Kulisse: Stift Göttweig, Spitz, Melk - das sind Orte, an denen sich Globalität und Regionalität begegnen. Und auch hier ist die Donau mehr als nur Kulisse: Sie ist eine akustische Metapher für Durchlässigkeit und Begegnung.
Und derer Beispiele gibt es noch zahlreiche mehr: Die Donau ist nicht nur Handels-, Tourismus- und Wasserweg, sondern eine Kulturachse, die - freilich auch über Österreich hinaus - Städte, Stile, Szenen und Kulturen verbindet und so stromaufwärts, aber auch stromabwärts von einem Österreich erzählt, das sich zwischen Alpen, Asphalt und Anlegebrücke immer wieder neu erfindet. Übrigens: Ein Tropfen Wasser braucht rund eineinhalb Monate, um vom Schwarzwald ins Schwarze Meer zu gelangen! Aber die Donau ist nicht nur der vielleicht ehrlichste Spiegel dessen, was Kultur heute sein kann - nämlich im Fluss, vielstimmig und unaufhörlich in Bewegung. Sie ist als Symbol und Sehnsuchtsort gleichermaßen auch Inspiration für Musiker*innen - darunter den Wiener Indie-Künstler TOBER.
Mit “Donau” veröffentlicht der Wiener Indie-Pop-Artist TOBER nämlich übermorgen, am 7. November, einen Song über Einsamkeit in der Fremde, Sehnsucht und den Versuch, inmitten des Großstadtlärms einen Moment der Ruhe zu finden. Wir durften bereits gespannt reinhören: Der warme Synthsound spiegelt den sanften Wellengang der Donau wider, bevor tiefer Bass und treibende Drums den Lärm der Nacht zurückholen. Poetische Bilder und leise Nostalgie machen den Song zu einem intimen Soundtrack für jene Nächte, in denen man sich nach Nähe sehnt: “Und ich sitz bei der Donau und schmeiß einen Stein, und bei jeder Welle will ich näher bei dir sein”, singt TOBER da etwa.
Der Song ist Teil der kommenden Debüt-EP “Zwischen Nacht und Stadt” und knüpft an TOBERs bisherige Single-Releases an - etwa seine bezaubernde “Garconniere”. Bereits einen Tag vor offiziellem Release, nämlich morgen am 6. November, wird der Song im legendären Wiener Rhiz live präsentiert - Luftlinie etwa 1,8 Kilometer von der Wien durchziehenden Donau entfernt.