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Konzerte

Von Pop bis Metal, von Indie bis Hip-Hop: Alles unter einem Dach in der Raiffeisen Halle im Gasometer

22.04.2026 von Stefan Baumgartner

Von Pop bis Metal, von Indie bis Hip-Hop: Alles unter einem Dach in der Raiffeisen Halle im Gasometer! In den kommenden Monaten geben sich zahlreiche Big Names von Glen Hansard bis The Flaming Lips, von Slaughter To Prevail bis Ca7riel & Paco Amoroso, von Hollywood-Star Keanu Reeves (!) bis Portugal. The Man am östlichen U3-Ende die Klinke in die Hand.

Während das Nachtleben Wiens innerhalb des Gürtels pulsiert, finden die besten Erlebnisse am östlichen U3-Ende und somit an der Stadt-Außengrenze statt: Der Reihe nach aufgefädelt finden wir da etwa die Wiener Arena (U3 Erdberg), die Szene und die SIMMCity (U3 Enkplatz) mit zahlreichen, diversen Konzertveranstaltungen, das ebenfalls bei U3-Erdberg gelegene GLOBE, das sich in den letzten Jahren in erster Linie zu einem Kabarett- und Kleinkunst-Tempel gemausert hat, in wenigen Jahren dann auch die neue, gigantische Event-Arena für Großveranstaltungen - und natürlich die Raiffeisen Halle im Gasometer.

Die Raiffeisen Halle im Gasometer

Die vier Gasometer-Türme in Wien-Simmering sind ehemalige Gasbehälter - daher auch der Name -, die Anfang der Nullerjahre revitalisiert wurden und nach ihrer Stilllegung bereits eine bewegte Geschichte durchgemacht haben: So fanden hier nicht nur bereits Filmaufnahmen zum James-Bond-Film “Der Hauch des Todes” statt, auch Falco nutzte sowohl die Innen- als auch die Außenansicht der Gasometer für sein Musikvideo “Coming Home (Jeanny Part II)”! Übrigens: Wusstet ihr eigentlich, dass man Falcos Villa in Gars am Kamp besuchen und so erleben kann, wie der Superstar privat gelebt hat? Alle Informationen dazu findet ihr [an dieser Stelle]!

Nach der Umgestaltung des Gasometer, die zwischen 1999 und 2001 realisiert wurde, zogen in die vier Türme Wohnungen und ein Studentenheim, Geschäfte, Restaurants und Entertainment-Center wie ein Kino, Spielhallen und ein Fitnessstudio ein - es entstand eine “Stadt in der Stadt”. Seit 2008 befindet sich im “B”-Turm und somit in der “Music City” des Gasometer auch das ehemalige Planet Music (und vormals Rockhouse), das zuvor im 20. Bezirk beheimatet war und gerade für viele Metalheads neben der Arena ein wahrer Pilgerort war.

Mit dem Umzug des Planet Music in den Gasometer vergrößerte sich nicht nur die Halle - sondern auch das Musikspektrum deutlich: In der mittlerweile als “Raiffeisen Halle im Gasometer” benannten Location finden heute Konzerte aus der gesamten Bandbreite ein Gehör, und das in einer Maximalauslastung vor bis zu 3.500 Besucher*innen, die sowohl im Stehplatzbereich, als auch auf den Sitzplätzen in der Galerie ihren Lieblingsbands lauschen können.

Für die Konzertbesucher*innen bietet die Raiffeisen Halle im Gasometer zahlreiche Vorteile:

  • Die Anbindung ist sensationell: In unter 10 Minuten ist man aus dem Zentrum mit der U3 beim Gasometer, die U-Bahn-Station ist keine 100 Meter vom Halleneingang entfernt. Aktuell bekommt die Station zwei neue Zugänge, durch die Bauarbeiten ist der Betrieb jedoch nicht eingeschränkt! Für Autofahrer*innen ist ein Parken im Gasometer ebenfalls möglich.
  • Das breite Kulinarik-Angebot im Gasometer lädt zu einer Stärkung vor Ort ein: Egal ob Sushi, Griechisch, Italienisch, Burger, Fleisch - oder nach dem Konzert noch der obligatorische Besuch beim Schachtelwirten, die Restaurants sind alle zumindest solide. Ist lediglich ein Getränk oder ein Snack für das Anstehen in der Schlange benötigt, wird man beim großen Spar Gourmet fündig.
  • Wenngleich einige Bars in der Raiffeisen Halle im Gasometer neben Bargeld auch Bankomatkarten akzeptieren und das Merchandise auch zumeist cashless bezahlt werden kann, gibt es direkt an der Außenseite des Gasometer bei der Apotheke rechts vom Aufgang der U-Bahn-Station einen Bankomaten, sodass man seine Brieftasche auch vor Ort noch auffüllen kann.
  • Für Raucher ist auch gesorgt: Im direkt bei der U-Bahn-Station gelegenen A-Turm gibt es eine Trafik inklusive Automaten, in der Raiffeisen Halle selbst gibt es einen (kleinen) Out-Door-Raucherbereich auf der rechten Seite des Stehplatzbereiches.
  • Ein großer Vorteil der Raiffeisen Halle im Gasometer ist auch die Größe selbst, die perfekt ausgenutzt wurde: Zahlreiche Bars sowohl im Foyer, in der Marshall-Lounge auf Galerie-Ebene und im Stehplatz-Bereich sorgen dafür, dass die Wartezeit für das breite Angebot an Kaltgetränken meist sehr kurz ist, zumal das Bar-Personal wieselflink ist.
  • Was rein muss, muss auch wieder raus: Zahlreiche Toiletten auf zwei Ebenen sorgen dafür, dass die Wartezeiten selbst bei einer ausverkauften Halle meistens ebenfalls sehr kurz sind - und ja, die Klos verfügen über Klobrillen und können abgesperrt werden, was ja nicht in sämtlichen Locations Standard ist.
  • Dank der Garderobe direkt nach dem Eingang kann man sich zur kalten Jahreszeit gleich seiner nervenden Oberbekleidung entledigen und ins Getümmel stürzen.
  • Nicht nur das Bar-Personal, auch die Securities sind gut geschult, freundlich und im Fall des Falles um Deeskalation bemüht. Aber natürlich gilt wie überall: “Wie man in den Wald hineinruft …” Denkt also bitte immer daran: Auch Menschen, die im Dienstleistungsgewerbe arbeiten, sind Menschen!
  • Aufgrund der Breite der Halle haben Konzertbesucher*innen von (fast) überall eine hervorragende Sicht auf die Bühne - egal, ob man in der ersten Reihe stehen will, sich lieber in der Nähe der zahlreichen Bars aufhält oder wegs des perfekten Sound-Erlebnisses direkt am FOH.
  • Apropos Sicht und Sound: Die Raiffeisen Halle im Gasometer ist mit einem Licht- und Sound-System ausgestattet, das (theoretisch) alle Stückerl spielt. Wenn also die eigenen Techniker*innen der Bands ihr Handwerk verstehen, dann wird auch das klangliche und optische in-Szene-Setzen der Lieblingsband nicht getrübt. Mir ist bewusst, dass Dauer-Besucher*innen so wie ich auch schon gerade mit dem Ton auch nicht so tolle Erfahrungen hatten, aber das lag zumeist an Anwenderfehlern: Nach knapp 200 Shows im Gasometer kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass mich die meisten Konzerte klanglich überzeugen konnten.

Aber jetzt habe ich erst einmal ein paar Stimmungseindrücke aus der Raiffeisen Halle im Gasometer für euch, die unsere Fotografen Stefan Kuback und Cherié Hansson für unsere Fotoreports geschossen haben:

Zukunftsmusik

Bild: Stadt Wien

Für reine Konzertbesucher*innen (insbesondere nicht-Wiener*innen) ist es freilich nur minimal interessant, aber in den nächsten Jahren soll das südlich der Gasometer-Türme liegende Areal aufgewertet werden - es wird hier ein vielfältiger, urbaner und belebter Stadtteil entstehen, mit einem Zentralpark als Herzstück.

Die Planungen für die “Bricolage City” sind bereits abgeschlossen und sollen ab 2026 umgesetzt werden. Warum ist das für euch als Besucher*innen der Raiffeisen Halle trotzdem irgendwie von Belang? Nun, zum einen wird der Stadtteil rund um die Raiffeisen Halle im Gasometer damit aufgewertet, was den Vorteil haben würde, dass sich in den Gasometer-Türmen noch mehr Restaurants und Geschäfte ansiedeln und somit euer Konzert-Erlebnis verbessern würden.

Zum anderen lädt der Park gerade in den Sommermonaten vor den Konzerten zum gemütlichen Chillen ein: Was gibt es denn besseres, als sich mit den Freund*innen schon Stunden vor dem Konzert mit ein paar Getränken auf das Konzert einzustimmen?

Und zu guter Letzt: Wenngleich ich selbst irrsinnig gerne - vermutlich als Tribut an meine frühkindliche Leidenschaft für den im “Mäuseturm” hausenden Lupo aus den “Fix und Foxi”-Comics - im Gasometer selbst wohnen würde, es werden in der “Bricolage City” auch neue Wohnungen entstehen. Und gerade für Viel-Konzertgeher wäre das doch die perfekte Lage, zumal man mit der U3 auch in Windeseile bei der Arena, der Szene, der SIMMCity, dem Globe und später dann auch der neuen Multifunktions-Arena wäre!


Spielstätte


Raiffeisen Halle im Gasometer

Guglgasse 8 | 1110 Wien

Infos auf dem Stand vom 22.04.2026  


Welche Highlights erwarten uns in den nächsten Monaten in der Raiffeisen Halle im Gasometer?


Sommervibes: ALVARO SOLER

Mit entspanntem Latin-Pop bringt der Spanier bereits am 2. Mai den Sommer nach Wien: Es wird einen Konfettiregen geben, viel Magie im Raum, einen kubanischen Block in der Setlist und ein Lächeln in jedem Gesicht!

Taufrisch zurück: MiA.

Nach Mieze Katz' Soloalbum “Dafür oder Dagegen” sind MiA. nun am 8. Mai gesammelt zurück und garantieren ein verlässlich umwerfendes, ultimatives Halligalli- vom “Tanz der Moleküle” über “Hungriges Herz” bis zum “Fallschirm”!

Aus Irland: GLEN HANSARD

Er wurde mit einem Oscar ausgezeichnet und bereits früh von Bob Dylan unter die Fittiche genommen: Glen Hansard. Am 11. Mai präsentiert der Ire nun einen Querschnitt seines Schaffens, der auch als Live-Doppelalbum erscheint.

Weltretter TIM BENDZKO

“Alles, nur nicht zurück” heißt es am 23. Mai für Tim Bendzko: Auf seinem sechsten Album geht es um Mut zur Veränderung und (auch private) Neuanfänge - seine Lieder sind aber keine Ratgeber, sondern viel mehr Inspirationen <3


DERMOT KENNEDY

Soeben hat der Ire sein neues Album “The Weight Of The Woods” veröffentlicht - und präsentiert es uns dann am 8. Juni live: Wir hören verletzliche Songs, die direkt aus der Natur kommen. Das wird ein schöner - und kraftvoller Abend!

Der Europapa JOOST KLEIN

Gerade erst war er am Coachella, am 10. Juni kommt er zu uns: Joost Klein! Sein “Europapa” wurde beim ESC zwar gecancelled, sein neues Album “Kleinkunst” dreht zwischen Gabber und Pop dafür so richtig am Rad. Das wird crazy!

THE FLAMING LIPS

Beach-Boys-Harmonien, Streicherpop, kosmischer Folkrock: All das können Wayne Coyne und seine Flaming Lips am 15. Juni problemlos live abliefern - dazu gibt es Konfetti, Discokugeln und ein Gefühl von Erwachsenen-Bällebad!

OF MONSTERS AND MEN

Die isländischen Indie-Folker präsentieren am 20. Juni ihr viertes Album “All Is Love And Pain In The Mouse Parade”, es geht um Einsamkeit im Alltag, aber auch von den kleinen wie großen Momenten in einer Gemeinschaft.


LP aus Los Angeles

Laura Pergolizzi alias LP hat zwar schon auch für Big Names wie Rihanna und die Backstreet Boys geschrieben, bei ihrer eigenen Musik (live am 6. Juli) hören aber eher die hin, die sonst Bob Dylan und Van Morrison am Plattenteller rotieren haben.

Keanu Reeves & DOGSTAR

Unweigerlich schwingen bei den Alternative-Rockern Dogstar Hollywood-Vibes mit, denn den Bass zupft Keanu Reeves! Nach ihrem Österreich-Debüt 2024 am Nova Rock kommen sie nun am 17. Juli mit ihrem neuen Album “All In Now” zurück!

SLAUGHTER TO PREVAIL

Grrrrruaaaaaaargh! Wenn die russisch-amerikanische Feindschaft Slaughter To Prevail am 18. Juli bei uns einfällt, steppt der Bär! Weil: Sänger Alex Terrible klingt nicht nur so, sondern gebärdet sich auch wie ein Karnivor auf Koks

THE LIVING TOMBSTONE

Zu ihren Followern zählen unter anderem Promis wie Will Smith und Jack Black, klingen tun die Game-Nerds nach Gorillaz und Daft Punk - kein Wunder, dass das Duo bereits mehrfach auf TikTok viral ging. Am 13. August werden sie im Gaso real.


REEZY calls it a night

Der deutsche Rapper (live am 6. September) macht viel richtig: Auch sein aktuelles Album “Born Spinner” verzichtet auf großes Drama, ist nicht aufdringlich - ein Selbstporträt mit gehörig Tiefe, statt Hype-Hits gibt es Gefühlswelten.

CHRISTINA STÜRMER

“Es wird wieder laut” heißt es nach ihrer Unplugged-Tour am 18. September: Während die leisen Töne langsam verwehen, bringt sie nun das zurück, was sie seit Jahren auszeichnet - Songs mit Emotionen und Herz, vor allem aber Energie!

CA7RIEL PACO AMOROSO

Reif für die Insel? CA7RIEL & Paco Amoroso schaffen mit ihrem neuen Album "Free Spirit" im Gepäck am 23. September Abhilfe: Und zwar mit einer wilden Mischung aus Latin Pop, Jazz, Funk und tropischen Rhythmen!

Definitiv 4ever Jazeek!

Einer der spannendsten deutschsprachigen Urban Artists seiner Generation präsentiert am 28. September nicht nur seine großen Hits wie “AKON”, sondern endlich auch brandneue Banger vom neuen Album “4LAP”!


Okay: GIANT ROOKS

“I’m in a band, we're doing okay” heißt es in der neuen back-2-roots Single “Want It Back” der deutschen Indie-Boys - und am 3. Oktober geht es dann auch uns definitiv wieder gut, wenn sie uns ihre glitzernden Töne um die Ohren schlagen!

Tornado BAUSA

Letztes Jahr gab es das fünfte Album des deutschen Rappers Bausa, “Der Faktor Mensch” - am 12. Oktober zieht sein “Tournado” auch durch Wien, und Bausa kann auch live beweisen, dass er mehr als nur eine musikalische Facette hat …

Ganz groß: SIMPLE PLAN

Seit über 20 Jahren gehören sie zum Pop-Punk-Kanon, tourten mit Avril Lavigne und The Offspring: Smasher wie “Addicted” und “Summer Paradise” (mit Sean Paul) machen einfach immer wieder massig Spaß - so auch am 20. Oktober!

DARDAN: Catch him!

Dardan ist zwar einer der jüngsten deutschen Rap-Artists - dabei aber massiv mainstreamtauglich: “Catch Me If You Can” heißt nicht nur sein aktuelles Album, sondern steht auch programmatisch für den 29. Oktober!


Vikinger: AMON AMARTH

Die Berserker pflügen mit ihrem Vikingerschiff durch die Donau, um am 3. November ein Flammenmeer anzuzünden, das selbst Sabaton verdutzt zurücklässt: Vikings, raise the shield wall, hold the front lines! Fight 'til death!

MILANO und Diamanten

“Ich habe gelernt, dass aus Schmerz manchmal etwas Wertvolles wird. Deshalb: Diamonds”, verrät Milane Baybah alias Milano zu seiner Tour, die am 5. November bei uns Station macht. Im Gepäck: Mehr Emotionen als je zuvor!

50 Jahre BONNIE TYLER

Beim Summer:Sounds in Gastein rocken NENA und Bonnie Tyler zusammen (!), am 24. November feiert die britische “Total Eclipse Of The Heart”-Rockröhre ihr 50-jähriges Jubiläum: Mit einer Stimme, kraftvoll wie in den Achtigern!

PORTUGAL. THE MAN

Alaska, Eis und Indie-Magie: Portugal. The Man meldeten sich im Herbst mit “SHISH” zurück - und demonstrierte zwischen Nostalgie und Experimenten, warum sie ihren Kultstatus längst verdient haben. Zementiert wird dies am 26. November!


Alle Events im Gasometer
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