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Konzerte

Zartmann und Provinz auf Burg Clam

24.08.2026 von Stefan Baumgartner

Mit Provinz und Zartmann erwartet uns im Juli 2027 ein Doppelkonzert der Spitzenklasse - und das in einer Traumlocation, der Burg Clam in Oberösterreich. Das wird ein Sommernachtstraum knapp unter der schillernden Wasseroberfläche des Pazifiks!

Als Headliner der Hauptbühne zog der Deutschpop-Rapper Zartmann am späteren Freitagabend beim diesjährigen Donauinselfest die Massen an: Zwar ist er erst Jahrgang 1998, aber den effektvollen Start hatte er sich da bei den alten Hasen abgeschaut: Den XXL-Vorhang, der über die gesamte Bühnenbreite gespannt war, ließ er herabfallen, um zeitgleich zum Scheinwerfergeblitze seinen Opener “Meinen die uns” anzustimmen. Und schon bei Song drei - das mit Ski Aggu aufgenommene “Wie du manchmal fehlst” - musste sich Zartmann das erste von mehreren Malen überwältigt von den Menschenmassen, die tatsächlich das gesamte Gelände einnahmen, zeigen. Und insbesondere bei seinem größten Hit “Tau mich auf” war der Kreischpegel seiner “Zartmannschaft” am obersten Pegel.

Man muss neidlos anerkennen: Zartmann bringt unbestritten eine Facette in die Deutschpop-Ära, die von Ritter Lean über frytz, CRO und Jeremias bis hin zu Nina Chuba reicht - und natürlich Provinz. Seine Brillanz? Er kredenzt uns zur Abwechslung mal keinen Partysoundtrack, sondern einen für die Afterparty - wenn man sich fragt, warum man schon wieder in irgendeiner WG-Küche über dem x-ten Biertschi mit irgendeinem Unbekannten über Gott und die Welt philosophiert. Dazu, im Hintergrund, der Sound von Zartmann: Bisschen Pop, bisschen Rap, bisschen Indie und Afrobeats, Texte über Liebe, Schmerz und Rebellion. Zartmann ist definitiv eine Musik der langen Nächte!

Dass die lange Nacht auf Burg Clam mit Zartmann auch ausläuft, wird nur einer zu verhindern wissen: Denn nach ihm, da spielt Provinz. Zwar fanden die drei Cousins Vincent, Moritz und Robin plus Schulkollege Leon aus Oberschwaben schon 2012 zusammen, für ihr erstes Album ließen sie sich aber geschlagene acht Jahre Zeit: “Wir bauten uns Amerika” war dafür aber dann gleich ein massiver Überraschungserfolg, der Nachfolger “Zorn und Liebe” zwei Jahre später sogleich die Bestätigung, dass ihr Indiepop-Erfolgsrezept funktioniert und 2025, auf ihrem dritten Album “Pazifik”, berührten Provinz nicht nur den Herzmuskel, sondern sogleich auch das Hirn - mit “Draußen ist Krieg” zog man auch politisch Position. Dass man auf Album zwei und drei auch auf so illustre Gäste wie Nina Chuba, Danger Dan, Betterov und Ennio setzte, war da nur mehr das Sahnekirschchen auf einem ganz, ganz großen Kino.

Das große Talent von Provinz? In jedem Song sind nicht nur kluge Zeilen über ganz große Emotionen verstreut, sondern auch trefflich platzierte Mitsing-Momente. Man kann sich nur zu gut vorstellen, wie kommenden Sommer aus tausenden Kehlen “Ich vermiss dich monoton! Ich vermiss die Langeweile!” (aus “Indigo”) über das Clam-Areal schallt! Und tatsächlich klingt die Musik von Provinz wie ein Pazifik, eine endlose Tiefe, in die man eintauchen kann und für einen Moment die Welt da draußen ganz problemlos ausblenden kann …

Lauf, Forrest, lauf - und hol dir die Tickets, denn das wird ratz-fatz ausverkauft sein!

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