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Konzerte

FOMO: Wer nur auf der Couch hockt, erlebt nichts!

25.08.2026 von Stefan Baumgartner

FOMO: Wer nur auf der Couch hockt, erlebt nichts! Sofie Royer, Sodl und Marley Wildthing sind Grund genug, der eigenen Langeweile den Kampf anzusagen. Und insgesamt drei 250 €-Gutscheine von oeticket gibt's auch noch zu gewinnen!

Wer sich nach getaner Arbeit auf die heimatliche Couch fläzt und sich durch Insta oder TikTok wischt, wird rasch bemerken, dass alle anderen ihren faulen Arsch hochbekommen haben und noch nicht als Potato mit dem Kanapee verschmolzen sind: Die anderen laufen U-Bahn-Linien ab oder wandern im Morgengrauen auf Bergspitzen hinauf, um den Sonnenaufgang zu erleben. Sie chillen am Strand und lassen sich von den Wellen den Sand von den Zehen spülen. Oder sie schwitzen, tanzen, lachen, feiern das Leben bei ausgelassenen Partys – mit Aperol Spritz an irgendeiner Lände, oder zwischen abertausend Gleichgesinnten auf einem Festival oder bei einem Konzert. Alle, wirklich alle amüsieren sich und leben die Work-Life-Balance bis zum Letzen aus.

Spätestens dann sollte auch das eigene FOMO – das “fear of missing out” – kicken: Man lebt nur einmal, und das Leben ist zu kurz, um ständig in der Jogginghose zu versumpern und sich über einer Schüssel Eis die x-te Wiederholung von “Grey’s Anatomy” oder “Gilmore Girls” reinzuziehen. Zumindest dann, wenn man nicht wie Wednesday aus der Addams Familie unter FOBI – “fear of being included” – laboriert. 

Ja, es mag mühsam sein, von A nach B und wieder zurück nach A zu kommen – selbst des Sommers in der Großstadt, wenn sogar die (Wiener) Linien hitzefrei beanspruchen. Und vielleicht bereut man es auch am nächsten Morgen, wenn man noch am letzten Kaltgetränk der Nacht laboriert, der Chef oder die Chefin um Punkt 9 aber schon mit einem ganz wichtigen Anliegen – wir alle operieren bekanntlich am offenen Herzen – auf der Matte steht. Aber selbst, wenn die eigenen Erinnerungen dann noch ein Eizerl vernebelt sind, ein kurzer Blick ins eigene Social Media verrät, man hat was erlebt. Und wird sich morgen, übermorgen und überübermorgen noch daran erinnern – und manche der Erlebnisse werden selbst Jahre später noch ein Schwank sein, im Freundeskreis oder für die Enkerl: “Könnt ihr euch noch erinnern, als wir damals …?”

Während das Hamsterrad von Job und Studium ohnehin täglich grüßt wie das Murmeltier, muss man sich die wahren, wirklichen, leiwanden und geilen Erlebnisse also erarbeiten – und natürlich aus einem Überangebot erst herauspicken: Plattformen wie 1000things und ihre Erlebnisbücher oder Magazine wie “Best Of Vienna” aus dem Falter Verlag sind gute ABCs für Erinnerungen, die bleiben. Aber auch der Ticketvertrieb oeticket hat nicht erst seit gestern erkannt, dass man keine schnöden Winter- und Sommerreifen verkauft, sondern eben Erlebnisse: “Live spürt man mehr” war früher der Slogan mit absolutem Wahrheitsgehalt, mittlerweile heißt es “Boring is Boring”. Und hinter diesem Spruch verstecken sich tatsächlich hunderte Möglichkeiten, nein: beste Gründe, warum man tatsächlich seinen Arsch aus der Couch schälen sollte:

  • Bereits Anfang September kann man sich beim Beatpatrol von Charlotte de Witte, Timmy Trumpet und einigen mehr ins Nirwana löten lassen – bevor man sich dann kommenden Sommer bei den Jubiläumskonzerten von Camo & Krooked selbst zur fortgeschrittenen Stunde die Sonnenbrille aufsetzt und die Selbstkontrolle bei der Garderobe abgibt. 
  • Kommenden Sommer kann man entweder am FM4 Frequency mit Tokio Hotel durch den Monsun tanzen oder mit Provinz und Zartmann auf Burg Clam die Welt da draußen ausblenden. Warum eigentlich „oder“? „Und!“, ist die Devise!
  • Während Rian aktuell seinen „Urlaub auf der Autobahn“ verbringt, steht für kommendes Jahr sein nächstes Album „Alltagsgeschichten“ an – inklusive Tour durch ganz Österreich. Man wäre schon ein „schwarzes Schaf“, wäre man da nicht dabei!
  • Man könnte neben der Verlustigung zusätzlich auch politisch Position beziehen und Konzerte besuchen, bei denen der Identitären-Influencer Martin Sellner ebenso nicht Willkommen wäre, wie im Restaurant Oben – von den Toten Hosen bis hin zu Danger Dan.
  • Wer gerade beim „Steckerlfischfiasko“ im Kino nach Niederkaltenkirchen gereist ist, wird auch seine helle Freude haben: Weil, wenn Papa Eberhofer nach Österreich kommt, geht’s zur Abwechslung mal nicht ums Kiffen. Metzger Simmerl hat statt einer Leberkäs-Semmel eine Gitarre im Angebot, und Rudi Birkenberger fetzt sich zur Abwechslung mal nicht mim Eberhofer Franz, sondern liebt Manuel Rubey.
  • Und wenn man, nach ihren zwei Sommershows in Österreich, ein kleines Tränchen rausdrücken muss, weil sich Nina Chuba nun für zumindest anderthalb Jahre (!) von der Bühne verabschiedet, dann geht man eben zu den Gigs von Lea, Badmómzjay oder NESS. Weil auch die legen amtlich Selbstbewusstsein aufs Tableu.
  • Apropos: Am 20. September kehrt mit dem Band Fußball Cup im SV Donau Wien erneut das Rasenturnier zurück, bei dem sich diesmal unter anderem Heinz, Billie Steirisch und Chris Steger für Gewaltschutz und -prävention stark machen und zeigen, dass Männer nicht nur immer ein Problem, sondern auch Teil der Lösung sein können. Geil!

Natürlich gibt es derer Beispiele noch viele, viele mehr – aber wer selbst sucht, der findet auch selbst. Aber bereits kommende Woche, zwischen 1. und 3. September, setzt oeticket mit einer kostenlosen (!) Konzertreihe vor dem IKEA beim Westbahnhof ein amtliches Statement gegen die Bequemlichkeit: Sofie Royer, Sodl und Marley Wildthing werden am Europaplatz dem FOMO den Kampf ansagen! Und das Beste: Wer bei den Shows auftaucht, hat die Möglichkeit, einen von drei 250 € oeticket-Gutscheine zu gewinnen, um auch darüber hinaus dem eigenen FOMO Herr (oder Frau) zu werden!

Zum Gewinnspiel

Sofie Royer hat uns nicht nur gerade als Kuratorin des Popfests die Glocken schöner klingen gemacht - von Marianne Mendt bis Tamara Flores -, sie ist auch selbst eine der besten Pop-Musikerinnen Österreichs, von Yacht-Rock-Balladen aus den Achtzigern bis hin zu Baroque-Pop. Am 1. September spielt sie um 18 Uhr am Westbahnhof, am 12. September präsentiert sie ihr neues Album “before/after” im Porgy&Bess, einen Eindruck liefert die neueste Single “Opium”.

Von Sodl erschien vergangenes Jahr ihr Debüt “Sheepman”: Da kredenzt sie uns eine Reise durch eine märchenhafte Welt, in der wir mystischen Wesen gleichermaßen wie einer weiblichen Leitfigur begegnen. Sie wird am 2. September um 18 Uhr am Westbahnhof aufspielen - und mit Songs von “I Am A Woman” bis “Mary, The Anarchist” in ein Spannungsfeld zwischen den Feedback-Schleifen von Neil Young und dem introspektiven Zauber von Alice Phoebe Lou locken.

Marley Wildthing hat im April ihre neue Single “Come Out” veröffentlicht: Sie beginnt als Geburtstagssong und wandelt sich in ein Lied über Selbstfindung, queere Identifizierung und die Verwirrung, die damit einhergeht. Es ist eine Ode an das Coming-out und die Möglichkeit zu Wachstum - unabhängig von den Regeln der Gesellschaft. Das feiern wir gemeinsam mit ihr am 3. September um 18 Uhr am Westbahnhof, und am 20. Oktober im Chelsea.

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